Freitag, 25. April 2014



Andreas Wetzel 30.01.2013 07:15 Uhr
Red. Fürstenwalde, fuerstenwalde-red@moz.de

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Schilfhaus bekommt neue Pächter

Wendisch Rietz (MOZ) Sie haben schon im Schilfhaus gearbeitet, als es noch zum Jugend- und Erholungszentrum gehörte. Jetzt, nach rund 26 Jahren, reichen die beiden Ehepaare Witzlack und Zühlke den Hausschlüssel weiter.

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Sagen Tschüs: Klaus und Sabine Zühlke und Inge und Wilfried Witzlack (v.l.) übergeben das Schilfhaus  

Sagen Tschüs: Klaus und Sabine Zühlke und Inge und Wilfried Witzlack (v.l.) übergeben das Schilfhaus

© MOZ

"Anfangs waren wir hier Angestellte des Jugend- und Erholungszentrums", erzählt Wilfried Witzlack. Nach der Wende dann hätten die vier Gastronomen die Chance erhalten, das Lokal zu kaufen. "Wir haben immer von den Feriengästen gelebt", räumt Klaus Zühlke ein. "1000 Betten sind ein wahnsinniger Standortvorteil."

Selbst die schweren Jahre Anfang der 90er, als das Feriendorf mehr oder weniger komplett neu gebaut wurde, hätten sie mit dem Schilfhaus gut überstanden. Das hat daran gelegen, dass sie von Beginn an auf etwas höherem Preisniveau gearbeitet haben. Dass frische Küche und gute Zutaten dahintersteckten, habe sich dann schnell auch bei den zahlungskräftigeren Kunden herumgesprochen.

Wie klappt das eigentlich zwischenmenschlich, wenn zwei Paare über so lange Zeit fast den ganzen Tag miteinander verbringen, immer das Schilfhaus im Hinterkopf? Wilfried Witzlacks Kommentar fällt knapp aus: "Wir sind sogar zusammen in den Urlaub gefahren!" Und Klaus Zühlke ergänzt: "Wir beide kennen uns sogar schon seit 1969." Im Palasthotel in Berlin hätten sie von Beginn an die gehobene Küche kennen- und schätzen gelernt.

Weil eine Weitergabe des Restaurants in der eigenen Familie nicht möglich war, wurde der Suchradius erweitert. "Wir haben einen Gastro-Makler eingeschaltet, allein um zu erfahren, wie viel unser Haus wert ist", berichtet Witzlack. Und schneller, als erwartet, gab es zwei Kandidaten: "Zwei waschechte Sizilianer", lacht Klaus Zühlke. Pasquale Tamburo und Antonello Melis hätten schon in Berlin Restaurants geführt. "Das Niveau der Küche wird bleiben, natürlich ergänzt um italienische Spezialitäten", sagt Wilfried Witzlack. "Eine Pizzeria wird das Schilfhaus sicher nicht." Die beiden Italiener werden das Haus als Pächter am 1. Februar übernehmen.

Die vier bisherigen Besitzer vermitteln nicht den Eindruck, in das gefürchtete Pensionsloch zu fallen: Schließlich gibt es schon Enkelkinder, und Wilfried Witzlack will in der Nähe ein Haus zu Ferienwohnungen umbauen. Das Lokal- und Kücheninventar geben sie komplett an die neuen Betreiber weiter. Vielleicht sind sogar ein paar von den Servietten darunter, die Sabine Zühlke und Inge Witzlack zu DDR-Zeiten noch selbst genäht haben.

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