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Dorothee Torebko 30.01.2013 19:57 Uhr - Aktualisiert 30.01.2013 20:46 Uhr
Red. Fürstenwalde, fuerstenwalde-red@moz.de

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Eine Halle voller Traumberufe

Fürstenwalde (MOZ) Hunderte Jungspunde wuselten am Mittwoch in der EWE Sport- und Mehrzweckhalle herum. Zum sechsten Mal präsentierten sich regionale Betriebe und Einrichtungen bei der Fürstenwalder Ausbildungsbörse und warben um die Schüler. So unterschiedlich die Aussteller - in einem waren sie sich einig: Azubis werden dringend gesucht.

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Interessiert: Layla Aciev, Vanessa Gülke und Patricia Steuer (v.l.) lassen sich von Detlef Gräfling am Stand der Polizei beraten.  

Interessiert: Layla Aciev, Vanessa Gülke und Patricia Steuer (v.l.) lassen sich von Detlef Gräfling am Stand der Polizei beraten.

© moz

"Macht nur das, was Ihr wirklich gerne wollt!" Das rät Marko Noack allen Azubis bei der Ausbildungsbörse, an der sich 78 Unternehmen der Region vorstellten. Der 22-Jährige mit dem Augenbrauen-Piercing wurde für seine herausragenden Leistungen als Azubi im Busverkehr Oder Spree mit einer Urkunde ausgezeichnet. "So einen guten Kfz-Mechatroniker mit lauter Einsen auf dem Zeugnis hatten wir noch nie", lobt ihn sein Ausbildungsleiter Hans-Jürgen Quäschning. An Autos rumzuschrauben, das war schon immer Mario Noacks Traumberuf.

Diesen suchen die meisten der Jugendlichen, die aus 18 verschiedenen Schulen aus der Region kamen, noch. So wie die 16-jährigen Vladislav Fehzinger und Norman Rosner von der Juri-Gagarin-Oberschule. Die Neuntklässler machen am Stand beim Fachverband der Landschaftsgärtner Berlin/Brandenburg halt. "Hat der Beruf was mit Architektur zu tun?", fragt Vladislav Fehzinger den Landschaftspfleger Stefan Mingramm. "Wir gestalten Parks, Spielplätze oder private Gärten. Bei uns braucht man gute Noten in Bio, Sport und Mathe." Die beiden Schüler nicken. "Könnt ihr Euch das denn vorstellen?", fragt Mingramm. "Ja", erwidert Norman, "man ist an der Luft. Und mit einem schönen Garten kann man ja die Frauen beeindrucken!" Der blonde Schüler lacht, er steckt einen Flyer ein. Für die beiden geht es weiter zum Stand wenige Tische weiter.

Fotostrecke

Niedlich, weiß und wuschelig - Knut zog im Jahr 2007 die Berliner und später die ganze Republik in seinen Bann.  

130130: Ausbildungsbörse: Am Stand des WSA erfährt Nadine Weigelt von David Trusch und Tom Götz mehr über die Ausbildung. ©

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Dort zeigen die Azubis der Fürstenwalder Wasser- und Schifffahrtsverwaltung allerlei technisches Gerät. Eine Sortiermaschine für Plastikbehälter, die die Azubis gebaut und programmiert haben, ist darunter. Die WSV ist zum sechsten Mal vertreten. "Wir sind hier, um ein paar Schüler zu rekrutieren. Im aktuellen Jahrgang hatten wir zwei Azubis durch die Börse bekommen", sagt Ausbildungsleiter Marko Schulz. Präsenz zeigen - das sei notwendig. "Denn von den zehn Stellen besetzen wir nur die Hälfte", sagt Schulz. Die Gründe dafür sieht er auch in den mangelnden Kenntnissen der Bewerber. "Außerdem gehen alle, die Zweien auf dem Zeugnis haben, zum Studium." Deshalb würden viele Azubis auch über den zweiten Bildungsweg zum WSV kommen. Bisher ist er aber mit dem Ausbildungstag zufrieden, Interessierte würden viele Fragen stellen.

Auch Rainhard Rummert, Produktionsleiter von Hawle Guss Fürstenwalde bestätigt dies. "Ich bin nach drei Stunden dazu gekommen, meinen Kaffee auszutrinken." Die Gießerei-Firma ist eine von zahlreichen Betrieben, die die Region repräsentieren. Darauf haben die Organisatoren nämlich in diesem Jahr besonders Wert gelegt.

Nicht nur große Betriebe wie NCC oder E.ON edis stellten sich vor. Sondern auch mittelständische Unternehmen wie agrafrisch, das unter anderem Tierwirte und Landwirte ausbildet und einen Standort in Buchholz hat. Auch das Fürstenwalder Kaufhaus Moses, das im Rahmen der Börse von Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst als Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet wurde, oder aber die Neuendorfer Firma We-ef Leuchten waren unter den Ausstellern vertreten. "Es ist wichtig, nicht nur den Schülern sondern auch den Eltern zu zeigen, was die Region zu bieten hat", meint Rainhard Rummert. Und spricht damit vielen Azubis aus dem Herzen. Allen voran Marko Noack: "Ich wollte schon immer in der Region bleiben."

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