Seelow/Berlin (dos) An der großen Trauerfeier für den verstorbenen Versandhausgründer Werner Otto nahmen auch Seelows Bürgermeister Jörg Schröder sowie Superintendent Roland Kühne teil. Beide waren der persönlichen Einladung der Familie gefolgt. "Es war für uns sehr bewegend, dass wir an dieser Gedenkfeier teilnehmen konnten", so Jörg Schröder.
Im Französischen Dom in Berlin hatten mehrere hundert Vertreter aus Politik und Wirtschaft Abschied von der Unternehmerlegende genommen. Mehrmals war in den Trauerreden auch von Seelow die Rede, so Schröder. Altbundeskanzler Helmut Schmidt bekannte, dass er viele Jahre angenommen habe, Werner Otto sei ein echter Hamburger. Dass er in Seelow geboren wurde, habe er erst viel später erfahren, ebenso von seinem Engagement für die Stadt am Rande des Oderbruchs.
Die beiden Vertreter seiner Heimatstadt hatten auch die Möglichkeit, mit Ottos Witwe Maren und Sohn Michael zu sprechen. Sie übergaben Maren Otto das Kondolzenzbuch, das auf Initiative des Heimatvereins Schweizerhaus in Seelow ausgelegt worden war und in dem sich sehr viele Menschen eingetragen hatten. "Frau Otto war überrascht von der Anteilnahme der Seelower", so Jörg Schröder. Sie versicherte, dass die Familie auch weiterhin Kontakt nach Seelow halten wird. Ihr Mann habe mit großem Interesse auch nach der Errichtung des Kirchturms durch seine Firma ECE Projektmanagement die Entwicklung seiner durch den Zweiten Weltkrieg so stark gebeutelten Geburtsstadt verfolgt.
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