Mittwoch, 23. Juli 2014
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Ulf Grieger 25.01.2013 19:48 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Kälterekord im Oderland

Seelow (MOZ) Mit knapp 18 Grad unter Null hat die Seelower Region am Freitag den Kälterekord im Land erreicht. Die Oder ist für die Schifffahrt gesperrt. Zehn Zentimeter dick ist das Eis. Doch die Oderländer haben sich gut auf die sibirische Kälte eingestellt. Das zeigt ein Umfrage am Freitag.

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Frostschutz: Lehrling Frenzie Krüger deckt im Gewächshaus der Gärtnerei am Bauerngut Libbenichen die Pflanzen mit Fließ zu.  

Frostschutz: Lehrling Frenzie Krüger deckt im Gewächshaus der Gärtnerei am Bauerngut Libbenichen die Pflanzen mit Fließ zu.

© Johann M¸ller

Eigentlich ist Freitag Markttag. Doch auf dem Seelower Markt kann man die Händler an einer Hand abzählen. Die Kunden auch. Die Verkäufer dort halten sich mit Tee warm, stehen ansonsten aber in ihren beheizbaren Verkaufswagen. Die fliegenden Händler mit ihren Verkaufstischchen sind gleich weg geblieben. Kein Wunder bei der Kälte, die mit 18 Grad minus an der Station Manschnow rekordverdächtig war. Da es jedoch von Donnerstag zu Freitag nicht geschneit hat, hatte die Straßenmeisterei Seelow ihrem Winterdienst eine Pause verordnet: "Auf unseren Straßen ist alles im grünen Bereich", schätzt Straßenmeister Siegfried Kalies ein. Die Lager mit Streumitteln seien noch gut gefüllt.

Die Erfahrung, das bei Frost die Mülltonnen nach der Leerung mitunter halbvoll bleiben, haben bereits viel gemacht. Ein Teil des Abfalls ist in dem Plastikbehälter festgefroren.

Für Peggy Thräne, Sprecherin des Entsorgungsbetriebes, ist das Problem nichts Neues. "Da hilft eigentlich nur vorbeugen", sagt sie. Wer seinen Hausmüll in einer trockenen Tüte verstaue, bevor er ihn in die Tonne werfe, sei schon auf der sicheren Seite. Anderenfalls könne es in der Tat Schwierigkeiten geben. Doch angebackener Müll ist keineswegs das Hauptärgernis der Entsorger. "Guter Rat ist für uns überall teuer, wo es mit dem Winterdienst nicht klappt und die Fahrzeuge nicht weiterkommen", sagt sie. Dies sei vor allem bei Privatstraßen häufiger der Fall. Zudem sollten die Gelben Säcke stets auch erst am frühen Morgen an den Straßenrand gelegt werden.

Ein bei tiefem Frost stets auch wiederkehrendes Problem ist das der zerstörten Wasserzähler. 44 "Frostzähler" waren es im Bereich des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Seelow im vorigen Jahr. In diesem Jahr halte sich der Schaden bislang noch in Grenzen, informierte WAZ-Vorsteher Gerhard Schulze. Bei den Leitungen und Anlagen des Wasserverbandes gebe es keine Schäden. Aber es komme eben doch immer wieder vor, dass Kunden das Kellerfenster offen stehen lassen und somit das Einfrieren der Leitungen im Gebäude riskierten.

Infos zur Eislage auf der Oder: www.elwis.de/gewaesserkunde/eislage_neu/index.php.html

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