Gartz (MOZ) Exkursionen zu Land und zu Wasser, Kirchturmbesteigungen und Gartzer Stadtfest sind Höhepunkte der diesjährigen Kranichwoche. Das Programm wird jetzt geschnürt, damit es der Tourismusverein Nationalpark am 24. März gedruckt mitnehmen kann zur Reisemesse im Ostbahnhof Berlin.
Die Vorbereitungen für die Messeteilnahme der Tourismusexperten zwischen Gartz und Schwedt laufen zwar planmäßig. Aber in diesem Jahr ist alles etwas anders. Da der Förderverein Gartz sich gerade auflöst, fehlt ein wichtiger Partner bei der Vorbereitung der mittlerweile 7. Kranichwoche.
Sie soll vom 28. September bis 7. Oktober stattfinden und erneut Naturfreunde aus Berlin und ganz Deutschland ins untere Odertal locken. Die Reisemesse im Ostbahnhof ist für den Nationalpark Unteres Odertal und den Tourismusverein die wichtigste Werbeplattform, um auf den Kranichzug im Herbst aufmerksam zu machen. Im Ostbahnhof präsentieren sich mehr als 200 regionale Anbieter aus Hotel- und Gaststättengewerbe, Kultur- und Erlebnistourismus. Zum siebenten Mal soll dort auch von der Kranichwoche in Gartz die Rede sein.
Mit Erleichterung haben es Nationalpark und Tourismusverein aufgenommen, dass die Schwedter Firma inpro die Nachfolge des Fördervereins antritt. "Zum 1. Januar haben wir alle Beschäftigten und Projekte des Fördervereins übernommen, einschließlich des Ackerbürgermuseums. Wir machen bei der Vorbereitung und Durchführung der Kranichwoche mit", versprach inpro-Geschäftsführer Uwe Prieß. Helfer von inpro werden vor allem im Informationszelt gebraucht, das Anlaufpunkt für alle Wissbegierigen ist.
Das Tourismusangebot Kranichwoche wird neuerdings auch vom Gerwerbebund Gartz unterstützt. "Wenn es Arbeiten gibt, die wir übernehmen können, dann sind wir auf alle Fälle dabei, zum Beispiel auf dem Stadtfest am 3. Oktober. Wir wollen den Höhepunkt Kranichwoche für unsere Region erhalten", sagte Torsten Langkabel, Vorsitzender des Gewerbebundes Gartz.
Nicht mehr stattfinden wird der Kreativ-Wettbewerb für Kinder, der mit hohem organisatorischen Aufwand verbunden war. Er wurde überwiegend vom Förderverein geleistet.
Während der Kranichwoche im vergangenen Oktober waren die geführten Kanu-Exkursionen mit Frauke Bennett besonders stark nachgefragt. Frauke Bennett erklärte sich bereit, gemeinsam mit dem Schwedter Wassersportverein an den Wochenenden zwei Exkursionen pro Tag anzubieten. Ansonsten legen ihre Kanus täglich um 14 Uhr vom Gartzer Oderufer ab.
Mit Bedauern stellten Nationalpark und Tourismusverein fest, dass die Windräder im Großraum Gartz den Einflug der Kraniche negativ beeinflussen. "Wir müssen uns außerdem Gedanken machen, wie wir die Vögel auf Fressplätze bei Hohenreinkendorf locken können", machte Tina Gutowsky von der Nationalparkverwaltung deutlich. Äcker im Gartzer Ortsteil Hohenreinkendorf sind für die Organisatoren der Kranichwoche deshalb so interessant, weil sie einfach mit dem Kremser oder Kleintransporter erreichbar sind.
In wenigen Wochen geht das Programm der Kranichwoche in Druck. Angebote für Schiffsausflüge von Schwedt nach Gartz, Dia-Vorträge und Abendexkursionen mit Ornithologen stehen für die naturliebenden Großstädter dann schwarz auf weiß im Angebot.
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