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Cornelia Hendrich 21.02.2012 21:07 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

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Geld lockt Mediziner in die Region

Schwedt (MOZ) Die medizinische Versorgung in der Region ist etwas besser geworden. Trotzdem gilt das Gebiet noch als drohend unterversorgt. Deshalb greift die kassenärztliche Vereinigung auch dieses Jahr wieder ins Portemonnaie, um Landärzte von der Uckermark zu überzeugen.

29 Hausärzte gibt es jetzt im Mittelbereich Schwedt, immerhin einen mehr als 2010. Der Mittelbereich erstreckt sich von Angermünde über Oder-Welse und Schwedt bis Gartz. "Der Altersdurchschnitt dieser Hausärzte hat sich zudem verjüngt, da sich drei jüngere Ärzte angesiedelt haben", sagt Ralf Herre von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB). Doch damit sind die guten Nachrichten schon vorbei. Der sogenannte Versorgungsgrad stieg damit von 73 auf 78 Prozent. "Trotz der leichten Steigerung ist die Region immer noch hart an der Unterversorgung", so Ralf Herre.

Um die jungen Ärzte in die weite Uckermark zu locken, winkt die KVBB auch dieses Jahr wieder mit finanziellen Anreizen. Allerdings nicht mehr so üppigen wie früher. Die alte Regelung des Gesetzgebers dazu lief aus. Gemeinsam mit den Krankenkassen einigte sich die KVBB dennoch auf weitere Finanzspritzen für ansiedlungswillige Ärzte, die Höhe der Leistungen hat sich allerdings halbiert.

Doch immerhin 25 000 Euro Investitionskostenzuschuss bekommt noch immer, wer als Hausarzt in der Region eine bestehende Praxis übernimmt. 7500 Euro, wenn er eine bestehende Praxis als Zweigpraxis an ein, zwei Tagen in der Woche weiterführt.

Diese finanziellen Anreize seien im vergangenen Jahr durchaus erfolgreich gewesen, sagt Ralf Herre. Im vergangenen Jahr konnte die KVBB noch bis zu 50 000 Euro pro Landarzt vergeben. "Insgesamt 975 000 Euro haben wir dafür im vergangenen Jahr ausgegeben. 27 Ärzte haben den Bonus genutzt", so Ralf Herre. Immerhin also 27 Ärzte, die in unterversorgte Gebiete im Land Brandenburg gezogen sind. "Wir haben uns allerdings noch etwas mehr erhofft", sagt er. Diese 27 Ärzte kamen aus anderen Bundesländern, aus Berlin oder aus Krankenhäusern der jeweiligen Region.

Dass trotz der stolzen Summe, die winkte, sich weniger als erhofft niedergelassen haben, zeige aber, dass es noch andere Hemmnisse gebe. "Es geht nicht nur ums Geld", so Herre. "Auch darum, was kann ich in der Freizeit machen, um die Infrastruktur wie Schule, Kita oder um die Arbeit des Partners."

Für die hiesige Region war die Finanzspritze ein Erfolg: Neun Hausärzte haben sie genutzt und sich angesiedelt, zwei in Angermünde und sieben in Schwedt. Für sie konnten viele schon ältere Ärzte in den wohlverdienten Ruhstand gehen.

Ab 2013 will sich die KVBB die Region noch detaillierter ansehen, in die Analyse soll auch der Altersdurchschnitt der Menschen und ihre Krankheitshäufigkeit einfließen. "In einer Region mit mehr Älteren, brauchen wir nicht so viele Kinderärzte", so Ralf Herre.

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