schließen
Meine Lokalnachrichten
Wählen Sie Ihren Nachrichten-Schwerpunkt direkt über das Suchfeld oder die Liste der Lokalredaktionen.
Prenzlau (os) Blumen gibt es nicht nur im Garten oder auf der Landesgartenschau. Blumen gibt es auch im Bierglas. Das dachte sich Gastwirt Klaus Scheffel aus Prenzlau. Gemeinsam mit der Neuzeller Klosterbrauerei und einem Getränkehandel schuf er ein eigenes Laga-Bier und die Gartenschau-Brause.
Noch 78 Tage sind es bis zur Eröffnung der Prenzlauer Laga. Und langsam gewinnt die Besucherwerbung für das Großereignis an Fahrt. Auf der Grünen Woche wurden bisher 55 000 Handzettel verteilt. Politiker und Prominente unterstützen die Schau. Der Vorverkauf verbilligter Dauerkarten war erfolgreicher als gedacht. Doch auch die Gastronomen in Prenzlau wollen mithalten. Zwar ist ihnen kein Ausschankrecht auf dem unmittelbaren Messegelände gestattet worden, weil es einen Zentralanbieter gibt. Doch sie profitieren auch so von den Gästescharen. Und denen soll nicht nur die übliche Speisekarte geboten werden. Gastwirt Klaus Scheffel heckte die Idee eines eigenen Laga-Bieres aus. Er setzte sich mit dem Getränkehandel Sojka zusammen und fand weitere neun Mitstreiter in der Prenzlauer Gastronomie. Die haben ab sofort ein Bier aus der Neuzeller Klosterbrauerei auf dem Tresen. Die Flaschen tragen das bunte Laga-Etikett mit den Maskottchen. Dazu gibt es ein Bierglas mit Prenzlauer Logo. Kinder können eine Laga-Fassbrause bekommen. Das Ganze soll es auch als Geschenkpackung geben - ein Souvenir nach dem Besuch.
"Gastwirte haben ihren Kopf nicht nur zum Biertrinken, sondern auch zum Denken", witzelt Klaus Scheffel. Sie reihen sich damit in die aufgetauchten kulinarischen Ideen zur Gartenschau ein. Es gibt bereits Weinflaschen, Pralinen, Kekse, Tee und auch Käse mit Laga-Werbung. Außerdem verspricht Scheffel besondere Speisekarten. Er will zum Beispiel im Bistro die heimische Nudl, hinter der sich bekanntlich die Kartoffel verbirgt, anbieten.
Logischerweise erhoffen sich Hoteliers, Restaurantbetreiber, Händler und Gewerbetreibende aus Prenzlau deutliche Umsatzsteigerungen durch die publikumsträchtige Gartenschau. Die Buchungen scheinen das zu bestätigen, informiert Laga-Chef Christian Hernjokl. Einige Bettenanbieter seien bereits ausverkauft. Auf dem Gartenschau-Gelände sind die Gastwirte aus der Region nicht vertreten. Dort hat ein Anbieter die Lizenz für die Versorgung erworben. Also müssen die Prenzlauer die Besucherscharen auch ins Zentrum oder in die Umgebung locken.
In diesen Tagen hat die Besucherwerbung begonnen. Man will einen Erfolg, schließlich steht es auf der Kippe, ob das Land Brandenburg überhaupt noch weiter in diesem Rahmen die Landesgartenschau finanziell mitträgt. In Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und in der Hauptstadt laufen in den kommenden Wochen an besucherträchtigen Orten besondere Aktionen, um die Aufmerksamkeit auf die "Grüne Wonne" der Uckermark zu lenken. Die Laga-Gesellschaft hat eine Anzeigenkampagne in Auftrag gegeben. Ein Promotion-Team ist unterwegs.
78 Tage vor dem eigentlichen Start ist jedoch von großformatigen Plakaten und einer gezielten Außenwerbung noch nicht allzu viel zu sehen. "Erst muss der Winter vorbei sein", sagt Hernjokl. Man darf nicht zu früh beginnen - eine Erfahrung früherer Ausrichter. Momentan wird das geplante Wegeleitsystem umgesetzt. Es führt Autofahrer und Busse von den großen Autobahnen und Fernstraßen direkt auf die extra ausgewiesenen Parkplätze. Am Bahnhof begrüßt inzwischen ein Schriftzug die Anreisenden. Prenzlau will verhindern, dass Besucher mit eigenen Fahrzeugen zu dicht in die Innenstadt vorrücken, weil es dort zu wenig Parkmöglichkeiten gibt. Shuttle-Busse sollen die Gäste zu den Eingängen fahren.
Neben der Aktion der Prenzlauer Gastwirte haben sich weitere Initiativen und Aktionen rund um die Laga angekündigt. Das Großereignis soll frischen Wind in die Kreisstadt bringen. Bürgermeister Hendrik Sommer und Christian Hernjokl wünschen sich eigene Aktivitäten und Werbung durch Einwohner und Gewerbetreibende. Das Laga-Bier, das auch weitere Gastronomen in ihre Speisekarten aufnehmen können, soll es auch nach der Gartenschau geben.
Steffi Gutjahr aus Bremen ist am Freitag auf der Landesgartenschau in Prenzlau als 100000. Besucherin begrüßt worden. Bürgermeister Hendrik Sommer... mehr
Seit der Eröffnung am 13. April haben rund 18 000 Besucher die Landesgartenschau in Prenzlau gesehen. Das übertrifft die Erwartungen der Geschäftsleitung.... mehr
Der Klimazaun des Wettermuseums in Lindenberg ist um eine weitere Latte gewachsen. Fachmännisch setzte der Bundestagsabgeordnete Thomas Nord (Die Linke)... mehr
Am Mittwoch gibt es an allen Brandenburger Schulen die Zeugnisse. In Angermünde gibt es eine doppelte Premiere. Die vor vier Jahren gegründete Freie Oberschule verabschiedet ihren ersten Absolventenjahrgang mit einer öffentlichen Zeugnisfeier am... mehr