schließen
Meine Lokalnachrichten
Wählen Sie Ihren Nachrichten-Schwerpunkt direkt über das Suchfeld oder die Liste der Lokalredaktionen.
Schwedt (MOZ) Die Serie von 18 geglückten oder versuchten Einbrüchen in Eigenheime ist das Stadtgespräch in Schwedt. Hausbesitzer fühlen sich unsicher, rüsten auf und fragen immer lauter: Wie lange soll das noch so gehen? Was tun Polizei und Politik dagegen?
Die nicht enden wollende Serie von Einbrüchen und die wachsende Angst, bald der Nächste zu sein, dem Einbrecher das Haus ausräumen, lagen auch beim Neujahrsempfang des Bürgermeisters wie ein Schatten über vielen Gesprächen. Jürgen Polzehl sah sich genötigt, in seiner Ansprache darauf zu reagieren. Er nannte mehr Sicherheit eines der drängendsten Ziele für 2013.
Stadt und Polizei scheinen der Einbruchsserie bisher ohnmächtig und sprachlos gegenüberzustehen. Wie durch ein Wunder gab es bisher bei keinem der Brüche Zeugenbeobachtungen von Tätern, geschweige denn Verdächtige, die auf frischer Tat oder im Umfeld gestellt werden konnten. Das macht die Sache für die ermittelnden Beamten schwer. Die Einbruchsserie dauert ungewöhnlich lange, die Täter scheinen über gute Orts- und Personenkenntnis zu verfügen, wissen, wann die Bewohner außer Haus sind, suchen sich Grundstücke aus, die schwer einsehbar sind, außen liegen, keine sichtbaren Sicherungen aufweisen. Sie nehmen nur mit, was sie leicht am Mann verstauen können. Noch soll keine Diebesbeute wieder aufgefunden worden sein. Nur die Autos der Geschädigten, die die Täter in zwei Fällen aus der Hausgarage fuhren, fand man später leer wieder.
Die Polizei bleibt äußerst vage bei ihren Informationen. Es ist unklar, ob aus ermittlungstaktischen Gründen oder weil sie noch völlig im Dunkeln tappt. "Wir brauchen dringend eine Erfolgsmeldung. So kann es doch nicht weitergehen", reagiert Schwedts Bürgermeister auf die vielen besorgten Nachfragen seiner Bürger. Er will nächste Woche gemeinsam mit den Stadtverordneten die Forderung nach einer konzertierten Aktion der Polizei in Richtung Bund und Land senden. "Wie, das ist Sache der Polizei. Aber wir wollen, dass etwas passiert und wir bieten gern unsere Hilfe an", sagt Polzehl. 18 Einbrüche in Serie - er spürt den politischen Zündstoff.
Uckermark-Polizeichef Hans-Jürgen Klinder beteuert im Redaktionsgespräch, dass Polizeistärke oder Ausrüstung nicht das Problem seien. "Wir sind uns der besonderen Situation bewusst. Die Einbrüche in Schwedt sind Schwerpunkt unserer Einsatztätigkeit. Wir haben Kräfte konzentriert, arbeiten mit Hochdruck. Mehr kann ich momentan nicht sagen", antwortet Hans-Jürgen Klinder auf die Frage, was die Polizei konkret tut. Der Leiter der Prenzlauer Inspektion weicht Nachfragen aus, etwa, ob Schwedter sich jetzt Gitter vor die Fenster machen müssen? Oder warum andere wichtige Fälle, wie der Überfall auf den Radfahrer in Monplaisir, nicht aufgeklärt werden. Wirkt sich die Polizeireform doch negativ aus?
Unterdessen rüsten Hausbesitzer auf. "Wir haben doppelt so viele Nachfragen nach Einbruchmeldeanlagen mit Funk, abschließbaren Fenstern oder anderen mechanischen Sicherungen", erzählt Harry Bargel von der Sicherheitsfirma Alsi. 1000 bis 2000 Euro seien jetzt viele Bürger bereit, für mehr Sicherheit auszugeben, sagt er.
Der SPD-Landtagsabgeordneter Mike Bischoff hat sich am Freitag selbst ein Bild bei der Polizei gemacht. Nach dem Gespräch mit der Polizeiführung äußerte er seinen Eindruck, "dass alles getan werde und genug Kräfte und Technik zur Verfügung stehen. Ich sage aber auch, dass die Bekämpfung der Kriminalität in Grenznähe kein kurzer Sprint, sondern ein Dauerlauf wird".
Es darf keine Schließung einer Polizeiwache in der Uckermark geben, fordert der CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann. Bei seiner Mahnwache in Angermünde,... mehr
" Polizeistrukturreform und Personalabbau - Wie sicher leben wir in der Uckermark? " lautet das Motto eines Bürgerforums der CDU-Landtagsfraktion in ... mehr
Bis 2012 war sie Chefin der Linken in Schwedt, jetzt will sie als parteilose Kandidatin Bürgermeisterin von Schwedt werden. Nadine Heckendorn, 36, hat... mehr
Schubkarrenrennen, Plüschtierwettlauf und ein eiskaltes Schüsselbad - solche ungewöhnlichen Schulsportdisziplinen gibt es nur einmal im Jahr und nur an der Ehm-Welk-Oberschule in Angermünde. Mit der Heidenolympiade ehren Schüler und Lehrer nicht nur... mehr