Neuruppin wehrt sich gegen Neonazis
Neuruppin (dpa) Die Stadt Neuruppin hat am Samstag gegen einen Aufmarsch Rechtsextremer mobil gemacht. Als sich am frühen Nachmittag schätzungsweise 200 rechte Kundgebungsteilnehmer in Bewegung setzten, skandierten rund 900 Gegendemonstranten "Nazis raus". Mit insgesamt acht Veranstaltungen will das Aktionsbündnis "Neuruppin bleibt bunt" den Neonazis klarmachen, dass sie unwillkommen sind. Zuvor hatte das Polizeipräsidium Potsdam sein Verbot des Rechten-Aufmarsches aufgehoben und stattdessen Auflagen verfügt. Zur Begründung verwies das Präsidium auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das zuvor ebenfalls das Verbot einer angemeldeten Neonazi-Demonstration in Dortmund aufgehoben hatte. Anfangs war befürchtet worden, dass gewaltbereite Teilnehmer der Dortmunder Kundgebung nach Neuruppin ausweichen könnten. "Die Rechten haben bei uns keine Chance", sagte der Sprecher des Neuruppiner Aktionsbündnisses, Wolfgang Freese, vor einigen hundert Zuhörern. "Neuruppin ist bunt, bleibt bunt und wird immer bunt bleiben."
Nach Angaben eines Polizeisprechers sind ausreichend Sicherheitskräfte vor Ort, darunter auch Bundespolizei. Genaue Zahlen nannte er nicht. Mit Hilfe von Absperrungen sollten die Teilnehmer des Rechten-Aufmarsches um das Stadtzentrum herumgeführt werden. Unter den Gegendemonstranten waren auch Politiker wie Brandenburgs Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD), die Grünen- Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm und Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin).
Samstag, 05. September 2009 (18:00)







