Massenkarambolagen bei Winterwetter
Berlin (ddp) Winterliche Straßenverhältnisse haben am Freitagmorgen zu zwei Massenkarambolagen geführt. Witterungsbedingte Unfälle ereigneten sich seit Donnerstagabend vor allem in Schwaben, der Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern. Dabei kam ein Mann ums Leben, über 50 Menschen wurden verletzt. Einen Massenunfall mit 58 beteiligten Autos, davon 21 Lastwagen, gab es am Freitagmorgen auf der Autobahn 8 in Höhe Friedberg. Wie die Polizei mitteilte, war wohl starker Nebel der Grund für den Unfall, bei dem 17 Personen leicht verletzt wurden. Ob die Straßen außerdem noch glatt waren, war noch unklar. Wegen des Rettungseinsatzes wurde die Autobahn in Richtung München komplett gesperrt. Im Landkreis Straubing-Bogen in Niederbayern ereigneten sich auf einem spiegelglatten Straßenabschnitt von nur 300 Metern Länge zwischen Hunderdorf und Hermannsdorf seit dem Morgen mehrere Unfälle mit 44 beteiligten Autos, davon drei Lastwagen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden laut Polizei
Star-Chirurg Broelsch zu Haftstrafe verurteilt
Essen (dpa) Ohne Geld keine schnelle Krebs-Operation: Im Prozess um einen der größten Medizinskandale Deutschlands hat das Landgericht Essen am Freitag den Star-Chirurgen Prof. Christoph Broelsch (65) zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach Ansicht der Richter hatte der Transplantationsmediziner unter anderem von Krebspatienten die Zahlung "freiwilliger Spenden" an die Essener Uniklinik gefordert. Nur dann hätten die Todkranken damit rechnen können, frühzeitig und durch ihn persönlich behandelt zu werden. Die Gesamt-Spendensumme betrug über 150 000 Euro. Nach Ansicht der Richter hat sich der frühere Chefarzt des Essener Universitätsklinikums der Steuerhinterziehung, Bestechlichkeit, Nötigung und des Betruges schuldig gemacht. Die Richter waren nach sechsmonatiger Verhandlungsdauer davon überzeugt, dass die Erklärung des Angeklagten, die Patienten hätten die Spenden freiwillig und aus Dankbarkeit geleistet, "nichts mit der Realität zu tun hat". Vielmehr habe Broelsch
Papst tief betroffen über Missbrauchsskandal
Rom (dpa) Papst Benedikt XVI. ist tief betroffen und bestürzt über den Missbrauchsskandal an katholischen Einrichtungen in Deutschland. Das berichtete der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch. Er hatte den Papst am Freitag im Vatikan über die Flut früherer Missbrauchsfälle informiert. Der Papst unterstütze voll und ganz die von der Bischofskonferenz vorangebrachten Maßnahmen zur Aufklärung früherer Fälle und zur Verhinderung künftigen Missbrauchs, sagte Zollitsch vor der Presse. Der Papst habe die Bischöfe ausdrücklich ermuntert, auf diesem Weg fortzufahren. "Wir nehmen unsere Verantwortung sehr deutlich wahr", fügte Zollitsch nach der 45-Minuten-Audienz an. Doch gebe es in Deutschland Fälle weit über die Kirche hinaus. Ziel müsse es jetzt sein, "die Wunden der Vergangenheit zu heilen und mögliche neue Wunden zu vermeiden". Zollitsch bat die Opfer erneut um Vergebung. "Wir wollen die Wahrheit aufdecken, die Opfer haben ein Recht darauf",
Millionenentschädigung für 9/11-Retter
New York (dpa) Tausende Helfer, die nach dem Anschlag vom 11. September 2001 auf das New Yorker World Trade Center erkrankten, sollen eine Millionenentschädigung bekommen. Insgesamt stehen für die etwa 1000 Geschädigten 657,5 Millionen Dollar (477 Millionen Euro) zur Verfügung, meldete die "New York Times" am Freitag. Das sehe eine Einigung vor, nachdem viele Polizisten, Feuerwehrleute, Sanitäter und Bauarbeiter gegen die Stadt New York und etwa 90 Firmen und Behörden geklagt hatten. Die meisten der etwa 10 000 Geschädigten hatten nach den Rettungs- und Aufräumarbeiten am zerstörten World Trade Center über Asthma und andere Atemwegserkrankungen geklagt. Nachdem muslimische Extremisten zwei Passagierflugzeuge in die beiden Türme gesteuert hatten, waren nicht nur fast 3000 Menschen ums Leben gekommen, sondern auch Tonnen von Staub auf Manhattan niedergeregnet. Die Kläger hatten der Stadt und den Firmen vorgeworfen, sie nicht ausreichend mit Atemschutzmasken und ähnlichem
Königin Silvia wehrt sich gegen Alzheimer-Gerücht
Stockholm (dpa) König Silvia (66) wehrt sich gegen die Verbreitung von Gerüchten im Internet über eine angebliche Alzheimer-Erkrankung. "Mir geht es ausgezeichnet. Aber wie mag es wohl dem Journalisten gehen, der so etwas schreibt", sagte die gebürtige Deutsche am Donnerstagabend nach einem Konzertbesuch in Stockholm einem Reporter von "Aftonbladet". Wenige Stunden zuvor hatte es in einem Internetblog der Zeitschrift "Svensk Damtidning" geheißen, dass die Frau des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf (63) an der unheilbaren Demenzkrankheit leide. Hofsprecherin Nina Eldh erklärte postwendend, das sei falsch. Der Interneteintrag wurde nach etwa anderthalb Stunden gelöscht. Silvias mit 90 Jahren gestorbene Mutter Alice Sommerlath war in ihrem letzten Lebensabschnitt an Alzheimer erkrankt. Sie zog im Herbst 1996 zu ihrer Tochter auf Schloss Drottningholm bei Stockholm und wurde dort bis zu ihrem Tod ein halbes Jahr später betreut.
Prinz Philip und die Frage nach dem Stripclub
London (dpa) Mit der Frage "Arbeiten Sie in einem Stripclub?" hat Prinz Philip, der Ehemann der Queen, seinem Ruf als Herr der Fettnäpfchen erneut alle Ehre gemacht. Bei einem Besuch im südwestenglischen Exeter fragte der 88-Jährige eine junge Frau bei der Marinejugendorganisation Sea Cadets, wie sie normalerweise ihr Geld verdiene, berichteten britische Medien am Freitag. Als die 24 Jahre alte Elizabeth Rendle antwortete, sie arbeite in einem Nachtclub, hakte der Prinzengemahl nach, ob das ein Stripclub sei. Als er das Erstaunen der Frau bemerkte, fügte Philip witzelnd hinzu, dass es dafür "wahrscheinlich sowieso zu kalt" sei. Rendle nahm es mit Humor. "Es war ein Witz und wir alle haben gelacht...ich habe das nicht als Beleidigung aufgefasst", sagte sie. Philip ist bekannt für seine Ausrutscher. In China hatte er einst britischen Studenten gesagt, wenn sie länger dort blieben, bekämen sie Schlitzaugen.
Betrug mit Ekelfleisch trägt Unternehmer Haft ein
Memmingen/Illertissen (dpa) Der Verkauf von 313 Tonnen Ekelfleisch an Lebensmittel-Händler hat einem Unternehmer aus Bayern drei Jahre Gefängnis eingetragen. Der ehemalige Kühlhaus-Betreiber aus Illertissen hatte massenhaft Schlachtabfälle umdeklariert. Dafür verurteilte ihn das Landgericht Memmingen am Freitag nach viermonatiger Verhandlung. "Er wollte sich dadurch eine dauerhafte Einnahmequelle von erheblichem Umfang schaffen", sagte die Vorsitzende Richterin über die Taten. Die Verteidigung kündigte Revision an - sie hatte auf Freispruch plädiert. Der 46 Jahre alte Angeklagte beteuerte stets seine Unschuld. Das Gericht geht aber davon aus, dass er im Sommer 2004 den Betrug mit ungenießbarem Fleisch, sogenanntem K3-Material, eingeleitet hat. "Dabei ist er mit erheblich krimineller Energie vorgegangen", sagte die Richterin. Das minderwertige Fleisch stammte von einer Firma in Dänemark, die in 33 Lieferungen insgesamt knapp 700 Tonnen K3- Material nach Illertissen gebracht
Elf Tiger in chinesischem Zoo verhungert
Peking (dpa) Aus Geldnot hat ein chinesischer Zoo in Shenyang elf sibirische Tiger regelrecht verhungern lassen. Die Tiere hätten nur billige Hühnerknochen zu fressen bekommen, berichtete die Tageszeitung "China Daily" am Freitag. Die Tiger seien an Unterernährung gestorben und nicht an infektiösen Krankheiten, sagte Liu Xiaoqiang, Vizechef der Station für den Schutz wilder Tiere in der Provinzhauptstadt von Liaoning. Grund seien finanzielle Probleme des in Nordostchina gelegenen Tierpark gewesen. Zwei hungrige Tiger hätten im November einen Wärter angefallen und schwer verletzt. Beide seien erschossen worden. Die örtliche Arbeitsschutzbehörde habe den Zoo danach angewiesen, die Tiger in Käfigen zu halten, was ihren Gesundheitszustand noch verschlechtert habe. Der Zoo ist im wesentlichen in privater Hand, doch hält die Stadtregierung von Shenyang 15 Prozent der Anteile. "Viele private Zoos sind unter großem Finanzdruck und die meisten füttern ihre Tiere nicht gut", sagte
Jeder fünfte Schüler kennt nicht die Notrufnummer 112
Rostock (ddp) Jedem fünften Schüler in Deutschland ist laut einer Umfrage Rostocker Intensivmediziner die Notrufnummer 112 nicht bekannt. Mitarbeiter der Uniklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum Rostock hatten in den vergangenen Monaten mehr als 10 000 Schüler der Klassen 5 bis 13 in allen Bundesländern und allen Schultypen befragt. Dabei fanden sie heraus, dass 21 Prozent entweder gar keine oder nicht die korrekte Notrufnummer kannten. Weiterhin wurden 1015 Schüler aller Altersgruppen getestet, ob sie auch kräftemäßig in der Lage wären, einen Erwachsenen wiederzubeleben. Zum Beispiel muss bei der Herzdruckmassage der Brustkorb 30 Mal kurz hintereinander und mehrere Zentimeter tief eingedrückt werden. 99 Prozent der Siebtklässler brachten das unter Anleitung gut zustande. Das heißt, dass Schülern ab einem Alter von etwa 13 Jahren problemlos im Unterricht solche Erste-Hilfe-Maßnahmen beigebracht werden können. Gernot Rücker, Leiter
Take-That-Star Owen beichtet Alkoholproblem
London (dpa) Erst gestand er mehrere Seitensprünge ein, jetzt hat Take-That-Star Mark Owen auch sein Alkoholproblem gebeichtet. Er trinke seit mindestens zehn Jahren, sagte der 38-jährige britische Sänger der Boulevardzeitung "The Sun" von Freitag. Um seine Probleme "in den Griff zu bekommen", sei er nun in Therapie. Zudem habe er Rat bei seinem ehemaligen Bandkollegen Robbie Williams gesucht, der ebenfalls Alkohol- und Drogenprobleme hatte und sich in eine Entzugsklinik begeben musste. "Ich habe die letzten zehn Jahre getrunken und ich bin an einem schlimmen Punkt angekommen", sagte Owen der Zeitung. Nach der Trennung von Take That im Jahr 1996 habe er täglich zur Flasche gegriffen. Auch auf Bitten seiner Frau Emma habe er nicht aufgehört. "Ich wollte nie am Tag trinken, aber wenn die Kinder im Bett waren, habe ich die Flasche aufgemacht, und weg war sie....Ich war ein Trottel." Zuvor hatte Owen - einst der Saubermann bei der wiedervereinigten Boygroup -
Köhler gedenkt in Winnenden der Opfer des Amoklaufs
Winnenden (ddp) Ein Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden hat Bundespräsident Horst Köhler der Opfer gedacht. "Dieser Tag steht dafür, dass alles anders ist, als es vorher war", sagte Köhler laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript bei der offiziellen Gedenkfeier am Donnerstag in Winnenden. Den Angehörigen sagte er: "Dieser Tag reißt Sie heraus aus der Ordnung, um die Sie seit einem Jahr so mühsam gekämpft haben." Der Bundespräsident sagte: "Wir trauern um acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen der Albertville-Realschule in Winnenden. Wir trauern um drei Männer, die der Täter auf seiner Flucht tötete, ehe er sich selbst das Leben nahm." Köhler verwies zugleich auf die Angehörigen des Amokläufers: "Auch die Familie des Täters hat ein Kind verloren." Auch für sie sei eine Welt zusammengebrochen. "Wir gedenken heute aller Opfer von Winnenden und Wendlingen." "Was hier vor einem Jahr geschehen ist, das geht aber auch unser Land insgesamt an", betonte
Ägyptischer Bauer feiert mit 103 Jahren Hochzeit
Kairo (dpa) "Für die Liebe ist es nie zu spät", fand ein Bauer in der ägyptischen Provinz Sohag - und hielt im stolzen Alter von 103 Jahren um die Hand einer 57-Jährigen an. Wie die Kairoer Tageszeitung "Al-Akhbar" am Donnerstag berichtete, rief der Greis vorher jedoch erst seine 40 Kinder und Enkel zusammen, um ihr Einverständnis einzuholen. Für den Bräutigam war es die dritte Heirat. Seine erste Frau war gestorben, von der Zweiten hatte er sich scheiden lassen. Nach der Hochzeitsfeier betonte der Bauer, er habe sich diesmal wahrlich nicht knausrig gezeigt: "Für meine erste Ehefrau hatte ich damals einen Brautpreis von einem Piaster bezahlt, bei meiner neuen Braut waren es jetzt 1000 Pfund (rund 130 Euro).
Schwere Erdstöße in Chile
Santiago de Chile (dpa) Drei neue schwere Erdstöße haben Chile erschüttert. Tausende Menschen rannten am Donnerstag aus ihren Häusern auf die Straßen, als wiederholt die Erde bebte, berichteten Korrespondenten aus der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile. Eines der Beben hatte nach Angaben der Armee eine Stärke von 7,2. Über Schäden und Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Bereits Ende Februar hatte die Erde in Chile mit einer Stärke von 8,8 gebebt. Dabei kamen fast 500 Menschen ums Leben.
Mehr Missbrauchsfälle an Odenwaldschule
Heppenheim (dpa) Das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs an der renommierten Odenwaldschule im südhessischen Heppenheim wird immer größer. "Wir wissen inzwischen von 33 Betroffenen", sagte Direktorin Margarita Kaufmann am Donnerstag. Der Zeitraum reiche inzwischen von 1966 bis 1991. Bisher war das Elite-Internat von 24 Schülern in den 1970er und 80er Jahren ausgegangen. Inzwischen würden acht ehemalige Lehrer verdächtigt. Fast 40 Prozent der Missbrauchten seien Mädchen gewesen. Das Alter der Opfer reiche von 10 bis 19 Jahren. Vertreter der Schüler und Eltern sicherten der Schulleitung ihre Unterstützung bei der Aufarbeitung zu. "Ich bin beschämt, was an unserer Schule jungen Menschen angetan wurde", sagte die 54 Jahre alte Kaufmann. "Im Namen der Odenwaldschule bitte ich um Vergebung." Inzwischen gebe es ein Frühwarnsystem. Bei der Einstellung von Lehrern soll ein Verhaltens-Kodex eingeführt werden. Die Schulleiterin sagte, Informationen über Übergriffe seien meist nicht
Madonna startet Modelabel mit ihrer Tochter
New York (dpa) Pop-Star Madonna startet zusammen mit Tochter Lourdes (13) ein Modelabel für Teenager. Die neue Kollektion trägt den Titel "Material Girl", nach dem Hit-Song der 51-jährigen Mutter, berichtete die US-Tageszeitung "New York Daily News" am Donnerstag. Die Kleider, Schuhe und Handtaschen sind ab August nur bei der US-Kaufhauskette Macy's und per Internet-Bestellung erhältlich. Die Preise für die Mode sind erschwinglich für Schülerinnen, sie bewegen sich zwischen 12 und 40 Dollar (29 Euro). Ab dem kommenden Jahr soll es auch Parfüm und andere Schönheitsprodukte geben, hieß es. Lourdes ist die älteste Tochter der erfolgreichen Pop-Sängerin. Sie stammt aus ihrer Beziehung zu dem Kubaner Carlos Leon. Sohn Rocco (9) kam während Madonnas Ehe mit dem dem britischen Regisseur Guy Ritchie zur Welt. Sie hat außerdem zwei Adoptivkinder aus Malawi, David und Mercy.
Impfung gegen Schweinegrippe kaum genutzt
Hannover (dpa) Nicht einmal jeder zehnte Deutsche hat sich gegen Schweinegrippe impfen lassen. Das geht aus Daten des niedersächsischen Gesundheitsministerium hervor, die der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegen. "Die Zahl liegt merklich unter der Impfrate einer normalen Grippesaison von rund 20 Prozent", erläuterte der Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministerium, Thomas Spieker. Niedersachsen hat derzeit den Vorsitz der Landesgesundheitsminister. Nach den vorläufigen Daten aus 13 Bundesländern lag die Impfrate je nach Land zwischen vier und zehn Prozent. Damit wurden nicht einmal 8 Millionen Dosen des Impfstoffs Pandemrix verbraucht. Außerdem ist auch deshalb so viel Impfstoff übrig, weil anders als zunächst gedacht bei den meisten Menschen keine Zweifach-Impfung nötig war. Nach harten Verhandlungen müssen die Bundesländer nun nur 34 Millionen der bestellten 50 Millionen Impfstoffdosen vom Pharmahersteller GlaxoSmithKline abnehmen. Damit sparen sie laut
Zugvögel warten am Bodensee auf den Frühling
Konstanz (dpa) Zugvögel ziehen Notbremse: Etliche Zugvögel haben auf dem Weg zu ihren Brutplätzen im Norden wieder kehrtgemacht und bevölkern nun die Bodenseeregion. Der Grund sind die höheren Schneemengen im Norden und der orkanartige Nordostwind der vergangenen Tage. "Vögel haben die Fähigkeit, die Notbremse zu ziehen und den Rückwärtsgang einzulegen", sagte der Konstanzer Vogelschutzexperte Harald Jacoby am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht des "Südkuriers". Experten nennen das einen Umkehrzug der Vögel auf ihrem Weg aus Südeuropa oder Nordafrika nach Nordeuropa. Andere Tiere haben ihre Reise in den Norden oder Nordosten gleich abgebrochen und warten am Bodensee auf den Frühling. Das Gebiet um den 536 Quadratkilometer großen See ist bedeutender Rastplatz und Winterquartier für bis zu 250 000 Vögel. Gegen den Sturm zu fliegen hätte zu viel Energie erfordert, erläuterte Jacoby. Und auf den hartgefrorenen Böden im Norden hätten die Vögel kaum Nahrung gefunden.
Elefanten-Baby "Schlurfi" putzmunter
Sydney (dpa) Etwas wacklig ist das Elefantenbaby von Sydney noch auf den Beinen, aber ansonsten putzmunter. Die Zoo-Wärter haben ihm deshalb schon den Spitznamen "Mr. Shuffles" verpasst, auf Deutsch etwa: Herr Schlurfi. Der Mini-Bulle hat die Tierärzte am Donnerstag weiter verblüfft: Keine 24 Stunden nach seiner schweren Geburt trank er gierig bei seiner Mutter und ließ sich auch sonst kaum Folgen von dem Stress anmerken. Die Veterinäre hatten das Elefantenbaby Anfang der Woche nach einer überaus langen und schwierigen Geburt noch im Mutterleib fälschlich für tot erklärt. "Obwohl wir tagelang kein Lebenszeichen entdecken konnten, haben wir es jetzt ganz offensichtlich mit einem gesunden Kalb zu tun", sagte Zoodirektor Cameron Kerr. Vollkommen über den Berg war "Schlurfi" noch nicht - er hatte ein paar Probleme mit dem Kreislauf und die Tierärzte hatten Sorge vor Infektionen, doch hofften sie , dass sich das alles schnell stabilisiert. Zoo-Besucher mussten sich zunächst
Länder wollen mehr Nachrichten im Privat-TV
Berlin (dpa) Die Bundesländer wollen die Nachrichtensendungen der Privaten stärker unter die Lupe nehmen. Die werbefinanzierten TV-Sender sollten nicht nur mehr, sondern vor allem auch bessere Nachrichtensendungen anbieten, erklärte der rheinland-pfälzische Staatssekretär Martin Stadelmaier am Mittwoch in Berlin. "Es darf nicht so sein, dass sich private Sender allenfalls dann um Quantität im Nachrichtenjournalismus bemühen, wenn es um Skandalöses oder Boulevardeskes geht." Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD), ist Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder. Seine Staatskanzlei nimmt eine wichtige Rolle in Rundfunkfragen ein. Ein angemessenes Angebot an Nachrichten sei "ein Wesensmerkmal von Rundfunk-Vollprogrammen", erklärte Stadelmaier zu einem Symposium der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) in Berlin. Die Landesmedienanstalten lizenzieren und kontrollieren die privaten Rundfunkanbieter. Auch das Verhältnis zwischen
Schweizer Schüler angeklagt - Gericht hört Opfer von Prügelattacken
München (ddp) Im Prozess gegen drei Schweizer Schüler wegen Prügelattacken in der Münchner Innenstadt haben die Opfer als Zeugen ausgesagt. Ein Versicherungskaufmann aus Ratingen machte laut einer Gerichtssprecherin am Mittwoch vor dem Münchner Landgericht vor allem Angaben zu seinem schlechten Gesundheitszustand. "Er ist unglaublich schwer verletzt worden", sagte die Sprecherin. "Das ganze Gesicht wurde zertrümmert, und er ist noch lange nicht wieder hergestellt." Es sei noch nicht klar, ob der Mann je wieder normal seiner Arbeit nachgegen könne. Er habe Probleme beim Sprechen, sein Hör- und Sehvermögen seien erheblich eingeschränkt. Die Angeklagten seien während der Schilderungen des Versicherungskaufmannes sichtlich betroffen gewesen, sagte die Gerichtssprecherin. Jedoch hätten weder sie noch ihre Verteidiger sich zu den Taten geäußert oder sich dafür entschuldigt. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei 17-jährigen Jungen vor, in der Nacht zum 1. Juli 2009
Lindsay Lohan erntet viel Spott mit Millionenklage
Los Angeles (dpa) US-Schauspielerin Lindsay Lohan ist über einen Werbespot empört, in dem der Name "Lindsay" und das Wortspiel "Milkaholic" vorkommen. Die 23-Jährige habe das Finanzunternehmen E- Trade deswegen auf eine Entschädigung in Höhe von 100 Millionen Dollar (fast 73,7 Millionen Euro) verklagt, berichtete die US-Zeitung "New York Post" am Dienstag. Lohan verlange zudem, dass die Werbung sofort abgesetzt wird. Dafür hat sie allerdings in den USA bereits viel Spott geerntet. Der Fernsehspot zeigt Babys beim Chatten. Ein kleines Mädchen fragt einen Jungen, ob "milkaholic Lindsay" bei ihm zu Besuch war. "Lindsay?", sagt der Junge, "Milk-a-what?", fragt ein anderes Baby. Das Wortspiel mit dem Alkoholbezug zielt nach Einschätzung von Lohans Anwältin, Stephanie Ovadia, klar auf ihre Mandantin ab. Der Vorname "Lindsay" sei so bekannt wie "Oprah" oder "Madonna", das Unternehmen hätte ja auch einen Namen wie "Susan" nehmen können. Ein Sprecher der Werbeagentur konterte, sie
Wundersame Geburt: Totgeglaubtes Elefantenbaby lebt
Sydney (dpa) Ein 100-Kilogramm-Baby hat die australische Öffentlichkeit am Mittwoch in Entzücken versetzt: der totgeglaubte Mini-Elefant drängte nämlich allen Hiobsbotschaften zum Trotz ans Licht der Welt. Selbst der weltweit geschätzte und eigens eingeflogene Elefantenexperte des Berliner Zoos, Thomas Hildebrandt, lag mit seiner Diagnose daneben. Nach einer Ultraschalluntersuchung hatten er und die anderen Geburtshelfer dem Baby am Montag keine Überlebenschance mehr gegeben und Trauer ausgerufen. Dass das Kalb am Mittwoch im Taronga-Zoo in Sydney dann doch lebend zur Welt kam, war nach Angaben des Zoos fast ein Wunder. Der Kleine war zwar zunächst schwach auf den Beinen, rappelte sich aber später auf und begann bei seiner Mutter Porntip (18) zu trinken. Ihr Name ist thailändisch und bedeutet: Segen des Himmels. Porntip war nach der schweren, neuntägigen Geburt wohlauf. "Sie entpuppt sich als hervorragende Mutter", sagte Tierarzt Larry Vogelnest. "Die anderen Elefanten
Amy Winehouse will Ex-Mann heiraten
London (ddp) Grammy-Gewinnerin Amy Winehouse will ihrem Ex-Mann Blake Fielder-Civil angeblich schon innerhalb der kommenden Wochen erneut das Ja-Wort geben. Die 26-Jährige plane eine kurze Zeremonie in Las Vegas - ähnlich ihrer ersten Hochzeit in Miami, berichtete die britische Zeitung "Sun". Eine nicht näher genannte Quelle sagte, das Paar werde definitiv noch einmal den Bund der Ehe schließen und habe sich auf Las Vegas verständigt. "Sie wollte nicht wieder in Miami heiraten, weil sie denkt, das könnte ein böses Omen sein", berichtete der angebliche Insider. Eine traditionelle Hochzeit wolle die Sängerin nicht. Dem Bericht zufolge hat Winehouse gerade ein Haus im Norden von London erworben, dass sie "unser neues Heim" nenne. Fielder-Civil, der derzeit eine Entziehungstherapie beende, sei entschlossen, einen guten Job in London zu finden. Beide wollten einen "Neuanfang". Winehouse und Fielder-Civil hatten im Mai 2007 in Miami zum ersten Mal geheiratet. Die
Erdbeben in Chile verschob Stadt um drei Meter
Washington/New York (dpa) Das gewaltige Erbeben in Chile hat die am schwersten getroffene Stadt Concepción um rund drei Meter nach Westen verschoben. Auch die Hauptstadt sei nach dem Erdstoß der Stärke 8,8 nicht mehr am selben Platz, wie Forscher von vier amerikanischen und argentinischen Universitäten herausfanden. Santiago rutschte um 28 Zentimeter nach Westsüdwest, berichteten Wissenschaftler der Ohio State University am Montag (Ortszeit). Ebenso hätten sich die argentinischen Städte Valparaiso und Mendoza "beträchtlich" verschoben. In Concepción, der zweitgrößten Stadt Chiles, leben rund 900 000 Menschen. Die Forscher verwendeten für ihre Messungen Daten, die sie mit Hilfe des GPS-Systems (global positioning satellite) zehn Tage nach dem schweren Erdstoß vom 27. Februar sammelten und mit älteren Lagedaten verglichen. Nach den Worten von Ben Brooks, Forscher an der Universität von Hawaii, bot das Beben eine "einzigartige" Möglichkeit, die seismischen Prozesse zu
Twilight-Star Pattinson verheimlicht Mutter das Rauchen
London (dpa) Robert Pattinson hat Geheimnisse vor seiner Mutter. Wie das Boulevardblatt "The Sun" berichtet, hat sich der "Twilight"-Star bisher bemüht, seine Laster vor ihr zu verbergen. Doch nun ist er am Set seines neuen Films "Bel Ami" beim Rauchen ertappt worden. Ein Insider erzählte: "Robert versuchte sicherzustellen, dass seine Sicherheitsleute ihn vor aufdringlichen Fotografen abschirmen. Jetzt ist in den USA allerdings ein Schnappschuss aufgetaucht. Seither fürchtet Robert, dass seine Mutter es rausbekommt." Was sie dazu sagen würde, wenn er sich die Haare abrasiert, scheint dem 23-jährigen Pattinson hingegen egal zu sein. Als er in der US-Sendung "Early Show" jüngst gefragt wurde, ob er sich den Kopf scheren würde, antwortete der Teenie-Schwarm: "Oh ja, definitiv. Das würde ich sehr gern tun. Ich brauche dringend einen neuen Haarschnitt, der ist aber leider nicht drin, weil ich arbeite."








