Beratung auf Augenhöhe
Bernau (MOZ) "Beratung auf Augenhöhe" meint eine Beratung von Betroffenen für Betroffene und trägt den Grundgedanken, dass Menschen mit Behinderungen andere Ratsuchende unterstützen. André Steinbach, selbst auf den Rollstuhl angewiesen, berät ab dem 23. März regelmäßig Betroffene in der AWO-Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) bei Antragstellung und Fragen rund um Pflege, Betreuung, Rehabilitation und Freizeitgestaltung. "Es ist uns wichtig, bereits bestehende Angebote wie den Integrationsfachdienst und die reguläre Beratung inhaltlich zu ergänzen und freuen uns, dass Herr Steinbach zugesagt hat", sagt Roberto Heuer, Koordinator der KBS. Menschen mit Behinderungen haben seit dem 1. Januar 2008, nach dem Sozialgesetzbuch IX einen uneingeschränkten Rechtsanspruch auf ein persönliches Budget. Mit diesem Geld werden die Betroffenen in die Lage versetzt, die erforderlichen Hilfen selbst auszuwählen und deren Gestaltung mitzubestimmen. Das persönliche Budget kann jeder
"Gespräche am Kamin" starten im April
Schorfheide (wer) Mit den "Schorfheider Kamingesprächen" startet im April ein neues Veranstaltungsformat im Café Wildau in Eichhorst. Geplant sind vorläufig jährlich zwei Veranstaltungen. Das erste Kamingespräch am 23. April, 19 Uhr, steht unter der Überschrift "Kainsmal auf ewig". Es soll darum gehen, dass die Vergangenheit bestimmter Menschen unterschiedlich bewertet wird. Zugesagt hätten bereits der letzte DDR-Innenminister und Anwalt Peter-Michael Diestel, Brandenburgs erste Stasi-Beauftragte Ulrike Poppe sowie Kerstin Kaiser, Fraktionschefin der Linken im Landtag, erläutert Schorfheides Bürgermeister Uwe Schoknecht. Aus der Taufe heben das eher politische Format neben Schoknecht als Privatperson der Panketaler Michael Schäfer, Herausgeber der Zeitschrift "Unternehmerin Kommune", sowie Clemence Mangold, Marketingchefin im Café Wildau. Ihr Engagement sei rein ehrenamtlich zu verstehen, betont Schoknecht. Einnahmen aus Unkostenbeiträgen von zehn Euro pro Person
Neue Kita in Basdorf nicht in Sicht
Von Oliver Köhler Basdorf (MOZ) Die teilweise Auslagerung der Basdorfer Kita in Räume der Grundschule beschäftigt nach wie vor betroffene Eltern. Auf der jüngsten Sitzung des Wandlitzer Bildungsausschusses versuchten sie erneut, die Abgeordneten für eine andere Lösung zu begeistern. Die Vorwürfe, die die Eltern dem Ausschuss im Rahmen einer Einwohnerfragestunde vortrugen, durften den Gemeindevertretern bereits bekannt vorkommen. Bereits seit zehn Jahren ist die Kita Basdorf ein Provisorium, darf nur mit einer Sondergenehmigung über 200 Kinder betreuen, erklärte ein Vater. Auch könne er nicht erkennen, warum der Zuzug in Basdorf in den kommenden Jahren abflachen solle. "Es wird doch gerade darüber beraten, ein Teil des Geländes der Polizeihochschule als Wohngebiet zu entwickeln", wunderte er sich. Statt endlich eine endgültige Lösung des Problems anzustreben, werde nur wieder ein Provisorium geschaffen. Auch wurde der Verwaltung vorgeworfen, mit falschen
Ausbau der Bernauer Straße gefordert
Von Olav Schröder Zepernick (MOZ) Fußwege gibt es nicht. Von Überwegen oder mit Zebrastreifen ganz zu schweigen. Radwege sind Fehlanzeige. Die Rede ist von der Bernauer Straße in Zepernick. Dass das letzte Stück der Ortsdurchfahrt endlich ausgebaut wird, dafür setzt sich jetzt eine Bürgerinitiative ein. Am Montagabend wurden die ersten Unterschriften für den Ausbau der Landesstraße gesammelt. Sven und Ilona Trometer sind mit dabei. Als Rollstuhlfahrer kann Sven Trometer die Straße eigentlich nur in diesen Tagen benutzen, da das Erdreich neben der Fahrbahn tief gefroren ist. Schon bei leichtem Regenwetter fährt er sich im aufgeweichten Untergrund fest, hält die Trockenheit zu lange an, kommt er durch die Staubschicht nicht durch. Die Aussicht, dass sich in diesem Jahr an dieser Situation noch etwas ändern wird, ist denkbar schlecht. "Eigentlich wollten wir 2010 die Straßen ausbauen", sagt Johannes Neßler vom Landesbetrieb Straßenwesen. Es stehe außer Frage, dass die
Mit 101 nicht die Älteste
Biesenthal (rn) Mit dem Hören und Sehen hat das Geburtstagskind schon seine Schwierigkeiten, aber mehrstrophige Gedichte kann Olga Schwanke noch aus dem Effeff aufsagen. Und wenn der Geburtstag ansteht, wie gestern, ist die Ur-Biesenthalerin natürlich sehr aufgeregt. Bürgermeister André Stahl, der ebenfalls gratulierte, erzählte sie, dass die Ärzte ihr einst nicht mehr als 30 Jahre geben wollten. Nun ist sie 101 geworden und freute sich auch über das Programm der Kita-Kinder, dass sie zur gleichzeitigen Frauentagsfeier aufgeführt hatten. Sie hat auch viel Schweres durchmachen müssen - zwei Weltkriege und den frühen Verlust ihres Mannes 1955. Freude bereiten ihr Sohn, Enkelsohn und Urenkel. Bis zu ihrem 90. Lebensjahr wohnte sie noch selbstständig. Das Erstaunliche beim gestrigen Geburtstag: Olga Schwanke ist mit ihren 101 Jahren nicht die älteste Bewohner des Biesenthaler Seniorenheims der Volkssolidarität. Älter ist Gertrud Götting, die bereits im vorigen Herbst
Bockhardt räumt Fehler im Jugendamt ein
Bernau (MOZ) Nach den neuen Vorwürfen gegen das Barnimer Jugendamt hat der amtierende Landrat Carsten Bockhardt (CDU) reagiert. Die Kommunikation zwischen Anrufern und dem Jugendamt soll verbessert werden. Ein standardisiertes Anrufverfahren soll künftig dafür sorgen, dass Mitarbeiter des Amtes die Dringlichkeit eines Anrufes nicht mehr falsch einschätzen können. Das war bei einem Fall in Bernau geschehen. Eine Tagesmutter hatte das Amt mehrfach angerufen, weil sie sich Sorgen um ein Kind machte, doch keiner der Mitarbeiter hatte reagiert. Von Britta Gallrein Dreimal hatte die Tagesmutter in der Barnimer Behörde angerufen und darauf hingewiesen, dass der einjährige Junge nun schon längere Zeit nicht mehr in ihre Obhut gegeben wurde. Weil das Kind Läuse hatte, hatte die Tagesmutter zuvor die Kindsmutter gebeten, mit dem Jungen zum Arzt zu gehen. Der sollte sein Einverständnis geben, wenn der Junge wieder in die Gruppe kann. Doch dann erschien das Kind gar nicht mehr. Da die
Benefizkonzert zu Gunsten der San
Bernau/Berlin (MOZ) Seit dem Jahre 2000 unterstützt der in Wandlitz gegründete Freundeskreis Ombili Berlin-Brandenburg die San, den letzten Stamm der Ureinwohner Namibias, in medizinischer Hinsicht. Anlässlich des 10. Geburtstages des Freundeskreises und des 20-jährigen Bestehens der Ombili-Stiftung, lädt er in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Namibias am 25. März ab 18 Uhr zu einem Benefizkonzert in den Großen Saal des Roten Rathauses nach Berlin-Mitte ein. Gezeigt werden neben vielen Info-Materialien zu Namibia auch Zeichnungen der San-Kinder. Von den San hergestellte Kunsthandwerks-Artikel werden zum Verkauf angeboten. Bei afrikanischer Musik sowie original afrikanischen Snacks und Getränken können Freunde und Gäste in die Welt Afrikas eintauchen. Um eine Spende von 15 Euro wird gebeten.
Bolzplätze für den Barnim
Zepernick/Blumberg (fos) Drei Minispielfelder - auch Bolzplätze genannt - erhält der Niederbarnim. Unter den landesweit ausgewählten 83 Standorten erhielten auch Zepernick (SG Einheit Zepernick) und Blumberg (Von-Canitz-Grundschule und BSV Blumberg) den Zuschlag. Der Bau der Anlagen wird mit insgesamt drei Millionen Euro aus dem Vermögen der ehemaligen DDR finanziert. Beworben hatten sich in Brandenburg insgesamt 121 Kommunen, Schulen und Vereine. Die Auswahl trafen der Fußball-Landesverband, der Landessportbund und das Sportministerium. In Zepernick soll die Anlage auf dem Sport- und Spielpark an der Straße der Jugend - neben der Multifunktionsfläche - entstehen. Vorgesehen ist der Bolzplatz vor allem für Nicht-Vereinsmitglieder. In der Gemeindevertretung war der Vorschlag der SPD-Fraktion, die erforderlichen Eigenmittel in Höhe von bis zu 20 000 Euro bereitzustellen, mehrheitlich beschlossen worden. Nachdem der Kunstrasenplatz eingezäunt worden war - nicht
Eigentümer erbost Planung der Stadt
Von Brigitte Horn Biesenthal (MOZ) Gegen die beschlossenen Bebauungspläne für eine Entwicklung an den Ortsaus- und -eingängen an der B 2 formiert sich der Widerstand. Stein des Anstoßes sind dabei vor allem zu den jeweiligen Gebieten gehörende Veränderungssperren. Eigentümer sehen sich eingeschränkt. Wie nach einem Tsunami oder einer Explosion sieht es schräg gegenüber der Telekomstraßeneinmündung an der B 2 aus. Die Brache gehört zu einer der vier Flächen, die die Stadt mit Hilfe von Bebauungsplänen in einen besseren Zustand bringen will. Das Ansinnen der Stadtverordneten ist allein auf Grund des optischen Eindrucks nachvollziehbar. Weniger nachvollziehbar hingegen erscheint die Art und Weise, wie die Beteiligten in diesen Angelegenheit miteinander kommunizieren: Offenbar wenig oder gar nicht. "Mich ärgert, wie hier mit Privatgrundstücken verfahren wird. Mit mir hat vorher niemand gesprochen", sagt Unternehmer Wolfgang Franke, dessen mittelständische
Musik so vielseitig wie das Leben
Bernau/Eberswalde (maw) Am vergangenen Sonnabend fand in der Eberswalder Märchenvilla das erste Preisträgerkonzert 2010, im Rahmen des diesjährigen Wettbewerbs "Jugend musiziert" statt. Mehr als zwanzig junge Musiker aus Barnim, Uckermark und Märkisch-Oderland boten den zahlreich erschienenen Gästen ein breites, musikalisch anregendes Hörerlebnis. Eingestimmt wurde der Nachmittag mit einem Rondo von Wolfgang Amadeus Mozart, vorgetragen von Benjamin Will und Eva Lina Schmidt (beide Violine), Hanna von Billerbebeck am Cello und Maria Derkow am Klavier. Die vier vertraten, neben vier anderen Beiträgen, die Musikschule Barnim. Ebenso überzeugend brachten Eileen Müller, Niclas Klein und Niklas Samland ihren Vortrag zu Gehör. Das Gitarrentrio hatte beim zurückliegenden Regionalwettbewerb Nord/Ost in Fürstenwalde, mit 23 von 25 möglichen Punkten, eine hervorragende Wertung erspielt. Und so zeigte sich auch Privatlehrerin Birgit Debernitz mit der Darbietung ihrer Schützlinge sehr
Läuft der Laden, füllt sich die Kasse
Von Teja Banzhaf Bernau/Eberswalde Den Kommunen geht es nicht gut, sagen der Deutsche Städtetag und der Städte- und Gemeindebund. Die hatten 2008 Rekordeinnahmen, halten die Statistiker dagegen. Letztere haben bislang die Steuereinnahmen bis 2008 erfasst. 2008 lagen die Steuereinnahmen der Barnimer Kommunen bei 78,8 Millionen Euro. 2007 waren es 74,7 Millionen Euro. Für das vergangene Jahr gibt es noch keine amtlichen Zahlen, doch durch die Krise wird mit einem dramatischen Rückgang gerechnet. Wie wichtig ist die Gewerbesteuer? Wenn die reinen Zahlen die Grundlage für die Beurteilung dieser Frage sind, sieht das Ganze so aus: Es gibt vier Steuerquellen, aus denen sich der Haushalt einer Stadt oder Gemeinde speist: Die Grundsteuer (A und B), die Gewerbesteuer, der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und der Anteil an der Umsatzsteuer. Die Gewerbesteuer machte 2008 bei den Kommunen im Barnim mit 23,3 Millionen Euro insgesamt 29,5 Prozent des
Barrierefrei auch in den Wald
Bernau/Eberswalde (MOZ) Heute beginnt in Eberswalde die Bundestagung Umweltmobile. Teilnehmer kommen aus der ganzen Bundesrepublik, Österreich und der Schweiz. "Barrierefreiheit in der Umweltbildung und der Wald", heißt ihr Schwerpunkt. Dietmar Rietz sprach darüber mit Thomas Simon vom Wald-Solar-Heim. Märkische Oderzeitung: Was sind Umweltmobile? Thomas Simon: Das sind spezialisierte Fahrzeuge, die als mobile Projekte im Dienste von Natur- und Umweltschutzbildung unterwegs sind. Das erste Ökomobil wurde 1987 in Baden- Württemberg eingesetzt. Das älteste Umweltmobil stammt aus der Schweiz: Seit 1978 ist das Pandamobil des WWF-Schwei z unterwegs. All diese Fahrzeuge sind durch Umbauten ideal geeignet, ohne lange Rüstzeiten schulische und außerschulische Gruppen in deren Region zu treffen und mit ihnen zu arbeiten. Gibt es solche Umweltmobile auch im Barnim? Unser Umweltmobil heißt Waldi, abgeleitet von Wald-Informations-Mobil. Es ist ein
Krankenstand ungebrochen hoch
Bernau (MOZ) In Brandenburg sind Arbeitnehmer im Bundesschnitt sehr häufig krank. Auch der Barnim macht in dieser Statistik keine Ausnahme. Laut einer Studie der Kaufmännischen Krankenkasse KKH-Allianz sind vor allem Tankwarte, Gerüstbauer und Fotografen betroffen. Aber auch Telefonisten oder Call-Center-Mitarbeiter bleiben überdurchschnittlich häufig der Arbeit fern. Hochschul- und Gymnasiallehrer stemmen sich indes gegen den Trend und auch in Verwaltungen sind Mitarbeiter selten krank. Ursache für die Fehlzeiten sind vor allem Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Von Oliver Köhler Der Besuch einer Tankstelle wird immer teuer. Davon betroffen sind jedoch nicht nur Autofahrer, die sich über gestiegene Preise für Benzin oder Diesel ärgern. Auch der 24-Stunden-Service, den es an vielen Stationen gibt, kostet. Das geht nicht nicht nur ans Portemonnaie, sondern für viele Tankstellen-Mitarbeiter auch an die Gesundheit. Im Durchschnitt müssen sie im Jahr deshalb an 37 Tagen
Kleine Helden und schiefe Bilder
Von Oliver Köhler Bernau (MOZ) Ein Herz für Kinder hat man in der Galerie Bernau schon immer. Bis zum 3. April ist nun in den Räumen an der Bürgermeisterstraße eine Ausstellung zu sehen, die ausschließlich für den Nachwuchs konzipiert wurde. Unter der Überschrift "Poesie für Kinder" stellen darin namhafte Illustratoren ihre Bilder zu Gedichten von Goethe, Schiller und anderen deutschen Dichtergrößen aus. Dabei konzentriert sich die Schau auf sechs Gedichte, die mit sechs oder sieben Bildern illustriert sind. Jedes auf eine andere Weise. Friedrich Schillers "Die Bürgschaft" etwa wurde von Jenny Brosinski in Bildern umgesetzt. Ganz klein ist der Held Damon darauf, umgeben von einer skurrilen, aus der Form geratenen Landschaft. Mit klaren Farben und einfacher Sprache versucht die Künstlerin, dem Betrachter das Geschehen in den Schiller'schen Versen nahe zu bringen. Einer ganz anderen Form- und Farbensprache hat sich Aljoscha Blau verschrieben, der Heinrich
"Rüber müssen sie alle"
Von Oliver Köhler Börnicke (MOZ) Mit den ersten Sonnenstrahlen erwachen auch wieder viele Amphibien aus ihren Winterstarre. Dann beginnt die große Wanderung zu den Laichgewässern. Doch für die Tier gibt es unterwegs viele Hindernisse zu überwinden. Besonders an Straßen ist es gefährlich. Lange hatten die Amphibien jenseits der Börnicker Chaussee in diesem Jahr warten müssen, bevor die Sonne sie das erste Mal etwas wärmte. Für einige Tiere kamen die ersten Sonnenstrahlen dennoch zu früh. Erst am Wochenende baute der Naturschutzbund Brandenburg (NABU) entlang der Straße einen Krötenzaun auf. Es sei nicht immer ganz einfach zu entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um den Zaun aufzustellen, erklärt Andreas Krone vom NABU, der das Projekt seit fünf Jahren betreut. Vor allem bei warmen und feuchten Wetter ginge bei den Tieren alles sehr schnell. Noch sei die Zahl der Amphibien, die sich bereits auf die Wanderung gemacht hätten, aber sehr
Frauen weiter auf dem Weg nach oben
Bernau (MOZ) In den vergangenen hundert Jahren wurde am 8. März, dem Frauentag, weltweit für ein allgemeines Wahlrech t , Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnabschläge oder den legalen Schwangerschaftsabbruc h demonstriert. Heute hat der Tag eine weniger politische Bedeutung. Auch wenn es nach wie vor viele Bereiche gibt, in denen Frauen schlechter behandelt werden. Für die gleiche Arbeit etwa verdienen sie in Deutschland im Durchschnitt rund ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen - auch im Barnim. Es gibt aber Unternehmen, in denen mittlerweile Frauen das Sagen haben. Von Oliver Köhler Seit rund 40 Jahren steckt Christa Lenz mittlerweile im Berufsleben. Einen erheblichen Teil davon verbrachte sie in der Geschäftsführung der Möbelfolien Biesenthal Gmb H . "Eine gute Zeit", wie sie rückblickend findet. Obwohl es auch viele Schwierigkeiten gegeben hätte, die es zu überwinden galt. Ihr Erfolgsrezept: Leistung, Vertrauen, Zuverlässigkeit und vor allem
Zwischen Berufsausbildung und Gymnasium
Von Oliver Köhler Bernau/Wandlitz (MOZ) Die ersten Monate des neuen Jahres nutzen Schulen traditionell, um sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Am vergangenen Wochenende öffnete das Oberstufenzentrum I in Bernau und Wandlitz seine Türen. Das es einen Tag der offenen Tür im Oberstufenzentrum I in Bernau-Waldfrieden gibt, mochte man am Sonnabend nicht so recht glauben. Nur ab und zu hält ein Auto vor dem bekannten Bauhausensemble. Und auch von drinnen ist nicht sehr viel zu sehen. Ein paar Tische im großen Saal, dahinter einige Lehrer. An der Seite stehen auch noch ein paar Schüler herum, die Führungen durch das historische Gebäude anbieten. "Wir wollen mit diesem Tag vor allem Jugendliche und ihre Eltern ansprechen, die sich um eine Alternative zum Gymnasium oder der klassischen Berufsausbildung bemühen", erklärt OSZ-Leiterin Cordula Barthel. Der OSZ biete einen praxisorientierten Weg, bei dem ein Abitur und damit ein späteres Studium möglich seien. Und so
Vom Umgang mit älteren Menschen
Lobetal (mes) "Der Umgang mit älteren Menschen macht mir Spaß, ich helfe ja meinem behinderten Onkel auch oft." Marcel Wilke ist 16. Am Sonnabend war er mit seiner Mutter aus Templin zur Ausbildungsmesse nach Lobetal gekommen. "Zukunftsjob Altenpflege" war das Thema der ersten derartigen Veranstaltung der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal. Ab 10.30 Uhr präsentierten sich diese mit Vorträgen Beratungen zur Berufsausbildung, Entwicklungs- und Karrierechancen und dem Unterricht in der Altenpflegeschule Lobetal. Am Stand des Biesenthaler Pflegeheims "Pro Seniore" berichtete Marcel Wilke von einem Praktikum, das er absolviert hat. "Dann wissen Sie also schon, was auf Sie zukommt", antwortete die Heim-Mitarbeiterin und ließ sich seine Telefonnummer geben. Bereits in drei Wochen kann der junge Mann mit einem Vorstellungsgespräch rechnen. Im Oktober will er dann die Ausbildung zum Altenpfleger beginnen. Ein Beruf mit Zukunft. Denn Menschen mit qualifizierten Fachkräften ein
Überfall auf Apotheke
Biesenthal (MOZ) Einen Schock erlitt ein Apotheker in Biesenthal, der von Unbekannten überfallen und mit einer Pistole bedroht worden war. Die Polizei sucht dringend Zeugen. Wie jetzt bekannt wurde, geschah der Überfall bereits am Freitag. Gegen 17.45 Uhr wurde die Polizei in die Ruhlsdorfer Straße gerufen. Dort hatten gegen 17.30 Uhr drei maskierte Personen die Apotheke betreten. Einer der drei zog eine Pistole und unterstrich damit die Forderung nach Geld. Die Täter bedienten sich aus der Kasse und dem Portmonee der Angestellten. Anschließend flüchteten sie in unbekannte Richtung. Die Täter waren dunkel bekleidet. Sie hatten nahe der Apotheke ein Fluchtauto geparkt und wurden beobachtet, als sie mit diesem flüchteten. Hinweise erbittet an die Polizei unter 03338 3610.
Zweiten Tabellenplatz weiter gefestigt
Von Thomas Schönhoff Bernau Es war für den SSV Lok Bernau das erwartet schwere Auswärtsspiel. Sie gewannen beim Abstiegskandidaten EBC Rostock dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdient mit 84:74. Mit dem neunten Sieg in Folge behauptete der SSV Lok Bernau seinen zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga. Es dauerte eine Weile, bis der SSV Lok Bernau in das Spiel fand. Zu Beginn der Begegnung agierte die Mannschaft in einigen Situationen in der Verteidigung zu überhastet und erlaubte dem Gastgeber immer wieder leichte Fast-Break- Punkte. Folgerichtig lief Bernau fast im gesamten ersten Viertel einem Rückstand hinterher. Über ein 10:5 und 14:9 ging Rostock mit einer 22:18-Führung in die Viertelpause. Im Verlauf des zweiten Viertels steigerte sich Bernau. Besonders in der Verteidigung wurde disziplinierter gespielt. Rostock gelang im zweiten Viertel nur neun Punkte. Im Angriff tat sich Bernau allerdings weiter schwer. Ryan Williams traf in der ersten
Gastgeber erzielt beide Treffer
Bernau (on) Der FSV Bernau hat in der Landesliga gegen den Tabellenzweiten Rüdersdorf Remis gespielt. Das 1:1 ist nach dem Spielverlauf eher ein Punktverlust. Die Niederbarnimer waren über weite Strecken feldüberlegen und hatten die weitaus größere Zahl von Tormöglichkeiten. Zudem erzielten die Hussitenstädter beide Treffer der Partie durch Peter Kimmel. Leider traf der agile und laufstarke Offensivmann mit einem seiner Kopfbälle ins eigene Tor. Besonders in der ersten Halbzeit waren die Einheimischen das überlegene Team. Mit spielerischen Mitteln wurden die harten Gäste aus Rüdersdorf ein ums andere Mal in Verlegenheit gebracht. Die kompakte Abwehr der Rüdersdorfer ließ insgesamt vier gute Schusschancen zu, bei denen Schlender, Bahn, Kimmel und Dornbusch nur knapp das Ziel verfehlten oder im aufmerksamen Schrödter im Rüdersdorfer Tor ihren Meister fanden. Zudem versagte der Schiedsrichter den Bernauern einen klaren Handelfmeter. Den Gästen blieben nur zwei
Hier spielt die Zukunftsmusik
Bernau (wso) Sie gehen alle noch in die Schule, haben aber trotzdem noch nicht genug vom Lernen: die acht Teilnehmer des Komponistenkurses von Florian Wette an der Kreismusikschule Barnim. Am vergangenen Mittwochabend trafen sie sich das erste Mal, um hinter die musikalischen Geheimnisse eines W. A. Mozarts oder eines Miles Davis' zu kommen, die Namen tragen wie: Harmonielehre, Stimmführungsregeln, Rhythmik, Arrangement und Improvisation. Nur wenige Monate haben sie Zeit - bis zu den Sommerferien - um aus diesen Begriffen Musik werden zu lassen, denn der Uraufführungstermin ihrer Werke steht schon fest. Am 16. September werden die neuen Kompositionen das Festival Alter Musik Bernau in der St.-Marien-Kirche eröffnen, so viel ist sicher. Nur wie die Werke sich anhören werden, das wissen die Hobbykomponisten noch nicht so genau. Vielleicht ein schmissiger Song im Stile der Popmusik? Gymnasiast Johannes Deja winkt ab: "Da muss man ja für ein Millionenpublikum
Neue virtuelle Welten in den Amtsstuben
Von Brigitte Horn Biesenthal (MOZ) In diesem Jahr will die Amtsverwaltung tief in die Tasche greifen, um die Informationstechnik auf den Schreibtischen der Mitarbeiter und drumherum zu modernisieren. Nahezu 100 000 Euro aus dem Amtshaushalt sollen für die Virtualisierung in der Computerwelt der Amtsverwaltung ausgegeben werden. Kern der ganzen Angelegenheit ist, dass zwischen dem aktuellen Geschehen am Arbeitsplatz der jeweiligen Mitarbeiter und dem Betriebssystem eine Zwischenebene geschaffen wird. Sie soll ermöglichen, dass mit mehreren Programmen gleichzeitig gearbeitet werden kann, indem zum Beispiel zusätzliche virtuelle Desktops geschaffen werden können. Dafür muss die gesamte Soft- und Hardware erneuert werden. Derzeit ist das Arbeiten am Computer relativ häufig unerfreulich. So listet ein Papier der Amtsverwaltung häufige Abstürze der Computer vor allem am Standort Plottkeallee, langsames Arbeiten der Computer sowie Verzögerungen beim Ausdrucken von
Planfeststellung noch 2010
Ahrensfelde (au) Das Planfeststellungsverfahren für die Bundesstraße 158, Ortsumgehung Ahrensfelde, soll in diesem Jahr eingeleitet werden. Dies bekräftigte die Sprecherin des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Karen-Michaela Jansen, gegenüber der Märkischen Oderzeitung. Sie verwies jedoch auf die Zuständigkeit der Länder. Zu ihren Aufgaben gehörten die Durchführung der Planungsverfahren zur Schaffung von Baurecht für Maßnahmen an Bundesstraßen, so Jansen. Aus Potsdam hieß es ebenfalls, man halte an dem Vorhaben fest. Weitere Einzelheiten könnten aber noch nicht mitgeteilt werden. Der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte im September 2009 die Planung für das Vorhaben bestätigt. Die Ahrensfelder Bürgerinitiative ist gegen die Trasse und will notfalls auch vor Gericht ziehen. Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann - der Sozialdemokrat ist ebenfalls nicht mehr im Amt - hatte von einem "erfolgreichen Kompromiss"
Das eigene Haus im Internet
Bernau (MOZ) Das Internet ist aus dem Leben der Meisten nicht mehr weg zu denken. Immer mehr Kunden kaufen im Netz ein, suchen sich Urlaubsziele aus, surfen. Das Feld der Internet-Kriminalität vergrößert sich mit der gleichen Geschwindigkeit. Mit rund 50 bis 80 Fällen aus diesem Gebiet bekommt es Verbraucherschützer Harald Gräfe im Monat zu tun, der in Bernau und Eberswalde Sprechstunden macht. Am besten gar keine Spuren im Netz hinterlassen - ist seine Empfehlung. Gar nicht so einfach, denn das Internet durchlöchert immer mehr die Privat-Sphäre. Von Britta Gallrein Der neuste Streich kommt aus dem Hause Google. "Google Street View" soll zum Ende des Jahres freigeschaltet werden. Dort können sich Nutzer bei Google Maps nicht nur Straßenpläne, sondern ganze Straßen und einzelne Häuser in Natura anschauen. Alle deutschen Hauptstraßen wurden dafür bereits fotografiert. Wer nicht möchte, dass sein Haus im Internet zu sehen ist, kann an Google eine Email schreiben







