Die Hänge rutschen wieder
Von Viola Petersson Oderberg (MOZ) Zähnekirschend hat das Parlament mit der Verabschiedung des Haushaltsplanes 2010 die Aufnahme eines Kredites in Höhe von 1,65 Millionen Euro zur Sicherung der Hänge beschlossen. Unterdessen gibt es in der Stadt weitere Abbrüche bzw. Erdbewegungen. Ortskundige hatten es fast vermutet: Nach dem langen Winter würde mit Einsetzen des Tauwetters nicht nur der Schnee schmelzen, sondern auch die Erde wieder in Bewegung geraten. Am Donnerstag wurde die Befürchtung Realität. Erneut gab es in Oderberg Hangabbrüche. Die Eigentümerin der Berliner Straße 53 meldete am Vormittag der Amtsverwaltung ein Abrutschen hinter ihrem Haus. "Wir haben natürlich auch sofort die Untere Bauaufsichtsbehörde beim Landkreis informiert und vor Ort den Schaden aufgenommen", so Amtsdirektor Rainer Schneider. Im Ergebnis der Begehung seien sogleich erste Sicherungsmaßnahmen vereinbart und realisiert worden. "Für den Hof der Berliner Straße 53 wurde mündlich
"Wir brauchen Leute mit PS im Kopf"
Eberswalde (MOZ) Ihre Gesellenbriefe halten seit Freitag 122 Auszubildende und Umschüler aus der Region Ostbrandenburg in den Händen. Sie wurden im Eberswalder Kino Movie Magic freigesprochen. Am stärksten vertreten waren dabei die Kfz-Mechatroniker und Informationselektroniker. Der überwiegende Teil der Jung-Gesellen werde von den Ausbildungsbetrieben übernommen, sagte Kreishandwerksmeister Uwe Manke. Bundesweit läuft zur Zeit eine Kampagne, die das Image der Handwerker entstauben soll. Für viele Ausbildungsstellen werden händeringend qualifizierte Bewerber gesucht. Von Ellen Werner Dreieinhalb Jahre Ausbildung liegen hinter dem Wandlitzer Sören Liebchen. Und auch wenn der Gesellenvertrag bei seinem Bernauer Ausbildungsbetrieb erst einmal nur auf ein halbes Jahr befristet ist, stellt sich bei dem 21-Jährigen im abgedunkelten Kinosaal Stolz ein. "Klar, ich hab' was geschafft!", sagt er. Der Autobauer, der es mit seinem Hobby bis zum Gesellenbrief gebracht hat, ist einer
Konzerterlös ermöglicht Orgelkur
Eberswalde (MOZ) Die Junge Philharmonie Brandenburg gibt ein Konzert in Eberswalde. Das Ensemble aus den besten Musikschülern des Landes hat die Maria-Magdalenen-Kirche als Auftrittsort ausgewählt, um am Sonntag, 18. April, ab 16 Uhr den Startschuss für die diesjährige Ausgabe der Veranstaltungsreihe "Musikschulen öffnen Kirchen" zu feiern. Weitere 33 Konzerte in Brandenburger Gotteshäusern werden folgen. Hinter der Aktion stehen der Landesverband der Musikschulen und der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg. Der Erlös aller Konzerte kommt ohne Abzüge den jeweiligen Auftrittsorten zugute. Von Sven Klamann Für das Gastspiel der Jungen Philharmonie Brandenburg in Eberswalde sind dieser Tage erste Absprachen getroffen worden, für die sich Thomas Falk, Geschäftsführer des Musikschulverbandes, und Christian Schommartz, Leiter der 1500 Schüler zählenden Musikschule Barnim, mit Kantor Siegfried Ruch in der Maria-Magdalenen-Kirche getroffen haben. Das Konzertereignis
Kita-Umbau verzögert sich weiter
Eberswalde (sk) Der Umbau der Kita "Sonnenschein" verzögert sich weiter. Noch immer steht die Entscheidung darüber aus, wo die knapp 130 Mädchen und Jungen während der Bauarbeiten untergebracht werden können. Das hat Lutz Landmann, erster Beigeordneter im Eberswalder Rathaus, am Mittwochabend im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport mitgeteilt. Ursprünglich sollten die Kinder vorübergehend in Containern betreut werden. Doch dies hätte das ohnehin auf mehr als eine halbe Million Euro veranschlagte Vorhaben um 161 000 Euro verteuert. Um diese zusätzlichen Kosten zu verringern, hat die Verwaltung prüfen lassen, ob sich die alte Schwesternschule an der Carl-von Ossietzky-Straße oder der frühere RAW-Kindergarten als Ausweichquartiere eignen würden. "Doch beides wäre wegen der nötigen Umbauarbeiten nicht zu bezahlen gewesen", sagte Lutz Landmann. Derzeit werde untersucht, ob die Hortkinder in der einstigen Goetheschule an der Eisenbahnstraße untergebracht werden könnten. "Das
Ihre Arbeitskleidung ist die grüne Weste
Von Viola Petersson Eberswalde (MOZ) Sonst sind sie es, die Zeit verschenken. Diesmal wurde ihnen Aufmerksamkeit zuteil: den ehrenamtlichen Kräften des Patienten-Besuchsdienst im Werner-Forßmann-Krankenhaus. Anlässlich des einjährigen Bestehens würdigte die Geschäftsführung das Engagement der 15 Damen, deren "Dienstkleidung" eine grüne Weste ist. "Donnerwetter!" Harald Kothe-Zimmermann, Chef der Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG), ist baff. Mit einer derartigen Resonanz hat er offensichtlich nicht gerechnet. Viele Partner sind zum ersten Geburtstag des Besuchsdienstes gekommen, um Projektleiterin Andrea Busse und ihren 15 Frauen zu gratulieren. Nicht gerechnet hat der Konzernchef auch mit dem Erfolg des Projektes, wie er selbst gesteht. "Am Anfang war ich schon recht skeptisch, ob die Bereitschaft für das Ehrenamt da ist", bekennt Kothe-Zimmermann. Andrea Busse und ihre Mitstreiterinnen haben aber alle Vorbehalte widerlegt. Erstaunlich sei zudem,
Dezent versteckte Exotik
Eberswalde (sk) Es duftete nach Räucherkerzen und exotischem Tee, als Marina Schlaak für die Wohnungsbaugenossenschaft Eberswalde-Finow die Besucher zum Tag der offenen Tür an der Ringstraße 121 empfing. Dort hat das Unternehmen seine neunte Gästewohnung einrichten lassen - eine ganz besondere übrigens. Denn das im Erdgeschoss gelegene, 61 Quadratmeter große Quartier wurde nach dem Motto "1001 Nacht - Orient grüßt Okzident" gestaltet. "So habe ich mir bei der Auswahl der Farben für die Tapeten vor allem Wüste und Gewürze zum Vorbild genommen", sagte Marina Schlaak, die Inhaberin einer Werbeagentur ist. In dem kleineren der beiden Zimmer steht ein Diwan - ein Bett mit Baldachin. Für die orientalische Note im anderen Raum sorgt ein Acryl-Gemälde, das zwei Kamele im Sturmschritt zeigt. "Das Bild habe ich extra am gestrigen Abend gemalt", verriet Marina Schlaak. Deswegen sei es auch noch nicht ganz trocken. Es sei nicht ihre Absicht gewesen, bei der Einrichtung des
ZWA-Dienstleister insolvent
Eberswalde (MOZ) Die Stolzenhagener Dienstleistungs- und Logistik GmbH (SDL) mit Sitz in Klosterfelde hat beim Amtsgericht in Frankfurt (Oder) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Grund ist die drohende Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens. Die Geschäftsführung wird das operative Geschäft fortsetzen und sieht gute Chancen, die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern. "Der außerordentlich lange und harte Winter hat dazu geführt, dass unsere Liquiditätsreserven stark abgeschmolzen sind", erläutert Geschäftsführer Rolf Weinhold. Hinzu sei die Eskalation der Auseinandersetzung mit einem bayerischen Finanzinvestor gekommen. Er habe seine Ankündigung weiterer Investitionen nicht in die Tat umgesetzt, sondern betreibe die Pfändung der Geschäftskonten. "Uns blieb daher keine andere Wahl. Wir mussten zu diesem Befreiungsschlag ausholen", sagt Rolf Weinhold. Mit erheblichen Investitionen seit 2007, insbesondere in die Fahrzeugflotte, habe das Unternehmen die
Hochbetrieb am Schiffshebewerk
Niederfinow (vp) Wochenlang lag das Projekt wegen des Frostes gewissermaßen auf Eis. Doch nun geht es los. Am 15. März startet der Einbau der Unterwasserbetonsohle für das neue Schiffshebewerk, wie Hans-Jürgen Akuloff von der Berger Beton GmbH mitteilt. Für die Anlieger bedeutet dies: Betontransporte durch den Ort im Minuten-Takt. Nach dem aktuellen Zeitplan beginnen am Montag gegen 17 Uhr die Arbeiten. Der Einbau erfolgt aus technologischen Gründen rund um die Uhr, also im 24-Stunden-Betrieb. Am Donnerstag, voraussichtlich gegen Mittag, soll die Betonage abgeschlossen sein. Das Material kommt aus drei Werken der Region: aus Bad Freienwalde, Altranft und Finowfurt. Folglich rollen die Fahrzeuge über Falkenberg bzw. über Liepe, erklärt Christian Tornow, ebenfalls von Berger Beton, auf Anfrage der MOZ. Diese Fahrtrouten waren bereits Anfang Januar auf einer Bürgerversammlung angekündigt worden. Für den Einbau der 1,30 Meter dicken Sohle, den Taucher
Landgericht eröffnet Verfahren
Von Viola Petersson Britz (MOZ) Der Fall liegt fast vier Jahre zurück: der Bau der Tourist-Information im Krafthaus Niederfinow. Wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei diesem Projekt sowie des Verdachts auf Amtsmissbrauch muss sich Amtsdirektor Rainer Schneider jetzt vor Gericht verantworten. Drei Jahre hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt, sieben Monate hat das Landgericht Frankfurt (Oder) geprüft. Jetzt steht fest: Am 21. April wird das Verfahren (Az. 22 Wi KLs 6/09) "gegen Rainer Schneider und andere" eröffnet. Peter Körner, Pressesprecher am Landgericht, bestätigt auf Anfrage, dass das sogenannte Zwischenprüfungsverfahren abgeschlossen ist. Es gebe einen "hinreichenden Tatverdacht", so dass die zweite Strafkammer den Eröffnungsbeschluss erlassen hat. Für den Prozess seien insgesamt zwölf Verhandlungstage anberaumt, die bis in den Juni reichen. Zu den Vorwürfen will sich Körner nicht äußern. Anklage hatte die Staatsanwaltschaft im Juli 2009
Bei Ortliebs geht es stets um die Wurst
Von Viola Petersson Althüttendorf (MOZ) Montags wird geschlachtet, dienstags zerlegt und ab Mittwoch macht Ralf Ortlieb Wurst. Woche für Woche, Monat für Monat. Seit gut 140 Jahren ist die Fleischerei in Familienbesitz. Nein, überreden musste er seinen Sohn nicht, versichert Siegfried Ortlieb. "Ralf wollte schon als Kind Fleischer werden. Etwas anderes gab es nicht. Zu jedem Fasching ist er als Fleischer gegangen", verrät der Vater. Und Sohn Ralf, seit nunmehr zehn Jahren Chef des Betriebes, bestätigt: "Ich wollte immer das Geschäft übernehmen." Deshalb habe er das Handwerk von der Pike auf gelernt: im Britzer Schlacht- und Verarbeitungskombinat (SVKE) im Rahmen einer Berufsausbildung mit Abitur. Es folgte die Meisterausbildung. Damit setzt der heute 41-jährige Ralf Ortlieb eine Tradition fort, die bis ins Jahr 1869 zurückreicht. Damals haben Ferdinant Krohn und seine Frau Wilhelmine in Althüttendorf ihre Schlächterei eröffnet. Am Grimnitzsee. 30 Jahre später
Fünf Autos auf vier Barnimer
Von Ellen Werner Eberswalde (MOZ) Boomjahr 2009: Fast 40 Prozent mehr Fahrzeuge als 2008 wurden im vergangenen Jahr neu zugelassen. Die Mitarbeiter der Kfz-Zulassungsbehörde führen das vor allem auf die Abwrackprämie zurück. Im Januar und Februar ging es in den Barnimer KfZ-Zulassungsstellen etwas ruhiger zu. "Das ist immer so", sagt Petra Stabenow, Leiterin der Zulassungsbehörde im Kreis. "Jetzt kommen aber wieder die Saisonzulassungen für Motorräder und dergleichen." Im vergangenen Jahr dürften die Mitarbeiter in der Behörde kaum zum Durchatmen gekommen sein. Beinahe 7900 Neuzulassungen gingen über ihren Tisch. Das sind über 2100 mehr als 2008 - eine Zunahme von fast 40 Prozent. Petra Stabenow erklärt sich das vor allem mit der Abwrackprämie. Auch der Fahrzeugbestand insgesamt ist deutlich angewachsen. Waren 2008 noch 136 302 Kfz im Landkreis angemeldet, stieg ihre Zahl im vorigen Jahr auf 139 705. Zugenommen hat aber auch die Zahl der Versicherungswechsel.
Forschungsarbeit in Britzer Werkstatt
Von Viola Petersson Britz (MOZ) In Beeskow ist von einer Weltneuheit die Rede. Reinhardt Schulz, der Erbauer der Anlage, ist kein Freund von Superlativen. Als Techniker drückt er es etwas nüchterner aus. "Thermo-Ket" - eine Technologie zur Herstellung brennbaren Gases aus organischen Abfällen - sei ein Forschungsprojekt. "Entweder es funktioniert und wir bauen relativ schnell die Großanlage oder es ist ein Flop. Aber technische Entwicklung entsteht nur so", sagt der 58-jähriger Britzer, Inhaber der Firma Schulz Verfahrenstechnik GmbH. Worum geht es? Die Gesellschaft für Abfallaufbereitung Beeskow (GAA) will Rückstände, die bei der Bodenwäsche anfallen, wie Pflanzenreste, Textilien, Holz, Papier oder Gummi, energetisch verwerten. Bislang muss die GAA diese teuer entsorgen. Mit einer Technologie des Chemikers Radwan Matrmawi, die sich der Syrer schon vor Jahren patentieren ließ, sowie der Anlage aus Britz sollen nun die organischen Abfälle verschwelt werden. Das bei
Stadt plant neue Achse
Eberswalde (sk) Der Hauptausschuss der Stadt hat die Planungsleistung für den Ausbau der Erlebnisachse Schwärzetal vergeben. Der Auftrag im Wertumfang von etwa 70 000 Euro ging an das Ingenieurbüro für Bauplanung Eberswalde (ibe), das laut Rathaus-Spitze mit "Kompetenz und großer Fachkenntnis" überzeugt hat. In einem ersten Schritt erarbeitet das Büro einen Vorplanung für die Erlebnisachse, die über nicht ganz vier Kilometer von der Einmündung der Schwärze in den Finowkanal bis zum Parkplatz am Zoo führen soll. Noch sei das Vorhaben nicht über das Stadium erster Überlegungen hinaus gekommen, sagte Udo Götze, amtierender Baudezernent, im Hauptausschuss. Die Mitglieder des Gremiums haben in der Vorlage einen Passus streichen lassen, in dem die Rede davon war, dass von der Brunnenstraße, den Schwappachweg entlang, über die Straße am Zainhammer zur Rudolf-Breitscheid-Straße und von der Zainhammer Mühle bis zum Zoo-Parkplatz ein grundhafter Ausbau vorgesehen sei. Ob dies
Lebenshilfe für Achtklässler
Eberswalde (sk) "Ich rauche nicht. Zigaretten sind mir viel zu teuer", sagt Naomi Rumpold (14). Das Mädchen aus Werbellin geht in die achte Klasse der Kinder- und Jugendakademie und hat mit ihren Mitschülern am gestrigen Vormittag zwei ganz besondere Unterrichtsstunden absolviert. Der Jugendsozialpädagoge Stephan Graupner von der Drogenberatungsstelle "Experience" in Eberswalde und sein Praktikant Christian Köhler waren auf Einladung der Biologie- und Chemielehrerin Jeannette Orthey in die Bildungsstätte gekommen, um Aufklärungsarbeit zu leisten. "Wir haben im Lehrplan gerade die Sinnesorgane behandelt und dabei zuletzt über das Gehirn und die Sinnesorgane gesprochen", verrät die Fachlehrerin. Da biete es sich an, auch das Thema Abhängigkeit und Sucht aufzugreifen. "Was es darüber zu erzählen gibt, können die Mitarbeiter der Drogenberatungsstelle viel fassbarer vermitteln, als es mir möglich wäre", sagt Jeannette Orthey noch, bevor sie den beiden Lehrern auf Zeit die
Bande schlägt im Barnim dreimal zu
Eberswalde (MOZ) Bekannt sind bisher 25 Einbrüche. Wahrscheinlich ist aber, dass deutlich mehr Taten auf das Konto einer bundesweit aktiven Einbrecherbande gehen. Gezielt räumt sie Einfamilienhäuser aus, stiehlt zudem Autos der Bewohner. Drei Mal schlug sie auch im Barnim zu. Ermittler in Berlin und Brandenburg fahnden gemeinsam nach den Tätern. Von Ellen Werner Schmuck, Bargeld, EC-Karten, Laptops, Bildschirme, Fotoausrüstungen und Mobiltelefone gehören zur Beute der Bande. Auf etwa 40 000 Euro beziffert Toralf Reinhardt, Sprecher des Landeskriminalamtes in Eberswalde, den Schaden allein im Osten Brandenburgs. Meist hebelten die Täter Fenster oder Türen auf. Misslang das, schlugen sie auch einfach die Verglasung ein. Doch sie begnügen sich nicht damit, Einfamilienhäuser auszuräumen. In vielen Fällen entwenden sie zudem ganz gezielt auch die Autos der Bewohner - um damit zum nächsten Tatort zu fahren. Die drei betroffenen Eigenheimbesitzer im Barnim hatten da
Exkursion vom grünen Stadtwald bis zu grauen Wölfen
Von Dietmar Rietz Eberswalde (MOZ) Umweltpädagogen haben es nicht leicht.Zumal, wenn sie Vegetarier sind. Als am späten Dienstagabend die 17. Jahrestagung der Bundes-Arbeitsgemeinschaft Umweltmobile (AGUM) im Wald-Solar-Heim Eberswalde eröffnet wurde, war der Möhreneintopf für die Vegetarier alle. "Wird nicht wieder vorkommen", versprach Thomas Simon, und hieß die Gäste aus allen deutschen Bundesländern sowie aus Polen, jüngstes Mitglied in der Familie der Umweltmobilisten, und der Schweiz, die das älteste Umweltmobil in Europa einsetzt, herzlich willkommen. Die Tagungsteilnehmer absolvieren ein anspruchsvolles Programm. Gestern führte Thomas Simon die Tagungsgäste durch das Wald-Solar-Heim. Danach informierte die Lebenshilfe über ihre Arbeit mit behinderten Menschen. Im Anschluss erkundeten Naturpädagogen und Behinderte gemeinsam die Barrierefreiheit im Eberswalder Stadtforst. Gemeinsam organisierten sie für alle "Waldläufer" Mobilität und Spaß und erlebten einige
Nochmals Suchaktion
Eberswalde (wer) Nach gut eineinhalb Monaten Pause nimmt die Polizei die Suche nach der vermissten Eberswalderin Lieselotte Geiß wieder auf. Für den Sonnabend sei eine Großaktion geplant, teilte Barnims Polizeisprecherin Martina Schaub auf MOZ-Nachfrage mit. Dabei sollen auch 50 Feuerwehrleute im Einsatz sein, u.a. mit Schlauchbooten, um Kleingewässer abzusuchen. Zuletzt hatte sich die Suche auf den Raum Sommerfelde-Tornow konzentriert. Dort schlug auch ein Personensuchhund an, verlor die Spur aber wieder. "Wir hatten aufgrund der Schneefälle erst einmal keine Chance mehr, sie zu retten", so Schaub. Nun gehe es darum, den Vermisstenfall aufzuklären. Die als psychisch krank beschriebene 75-jährige Rentnerin Geiß gilt seit dem 29. Dezember vorigen Jahres als vermisst. Die Polizei schließt nicht aus, dass sie erfroren sein könnte.
Tagungen und Hörspiele unterm schwarzen Adler
Von Viola Petersson Joachimsthal (MOZ) 175 Jahre Eisenbahn in Deutschland. Und Joachimsthal strebt dem Abschluss der Sanierungsarbeiten im historischen Kaiserbahnhof entgegen. Derzeit wird die Innenmalerei restauriert. "Wir freuen uns, hier mitwirken zu dürfen", sagt Malermeister Bernd Hübner aus Britz. Und Thomas Abraham, Chef der gleichnamigen Tischlerei aus Joachimsthal, pflichtet ihm bei. Der Kaiserbahnhof - das sei kein gewöhnlicher Auftrag. In der Heimatstadt seine Spuren hinterlassen zu können, das sei schon etwas Besonderes, so Abraham. Erst recht bei einem solch geschichtsträchtigen Objekt. "An einem Denkmal wie diesem zu arbeiten, das macht einfach Spaß", ergänzt Bernd Hübner, der seit dem Sanierungsbeginn dabei ist. Überraschungen eingeschlossen. Zumeist sind die - was bei einem alten Haus wiederum nicht verwundert - weniger angenehm. Aber es gibt auch die positiven. So wie jetzt, bei der Restaurierung der Innenmalerei.
Reporterlegende in Eberswalde zu Gast
Eberswalde (sb) Heinz Florian Oertel, die DDR-Sportreporter-Legende, war in der Brasserie am Stein zu Gast. Mit dem 82-jährigen gebürtigen Cottbuser hatte die Buchhandlung Mahler einen echten Publikumsliebling in die Waldstadt gelockt. Im mit 90 Besuchern vollbesetzten Gastraum entwickelte sich ein abwechslungsreicher Abend, an dem der promovierte Journalist im Ruhestand auf Probleme und Missstände der Gesellschaft hinwies und das sachkundige Publikum zur Diskussion animierte. Beste Grundlage dafür sein neuester Bestseller "Pfui Teufel". Heinz-Florian Oertel mischt sich im neuen Buch mit überraschenden Positionen und Überlegungen in die Diskussion um moralische und gesellschaftliche Werte der Bundesrepublik ein. Er scheut dabei in seiner unnachahmlichen Art auch keine unbequemen Meinungen. Das ist eben auch Haltung, wie er dem Publikum gleich anfangs nachhaltig zu verstehen gab. Wenn er auch in erster Linie zur Lesung gekommen war, die Gäste nahmen es ihm
Museum erhält Gästebuch Danckelmanns
Von Dietmar Rietz Eberswalde (MOZ) Eine außergewöhnliche Veranstaltung bereitet das Museum in der Adler-Apotheke Eberswalde für den 23. März vor. Der Danckelmann-Experte Dr. Albrecht Milnik hält an diesem Tag ab 19 Uhr im Nordflügel des Museums den Vortrag "Bernhard Danckelmann - Direktor der Eberswalder Forstakademie". Das Gästebuch bzw. die Haus-Chronik des Ehrenbürgers von Eberswalde und langjährigen Direktors der Forstakademie gibt dabei Einblicke in die Glanzzeit der preußischen Forstwirtschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der Haus-Chronik Danckelmanns haben sich Gäste aus aller Welt verewigt, teilweise herrlich illustriert. Sie ist damit ein einmaliges Dokument für die große internationale Anerkennung der deutschen Forstwissenschaft. Das in Leder gebundene und mit dem preußischen Adler geprägte Gästebuch ist ein Geschenk des Lions-Clubs an das Eberswalder Museum. Die Urenkelin des Forstwissenschaftlers, Heide Schäfer-Danckelmann hat es
"So etwas darf nicht mehr vorkommen"
Eberswalde (MOZ) Nach den neuen Vorwürfen gegen das Barnimer Jugendamt hat der amtierende Landrat Carsten Bockhardt (CDU) reagiert. Die Kommunikation zwischen Anrufern und dem Jugendamt soll verbessert werden. Von Britta Gallrein Dreimal hatte die Tagesmutter in der Barnimer Behörde darauf hingewiesen, dass der einjährige Junge schon längere Zeit nicht mehr in ihre Obhut gegeben wurde. Weil das Kind Läuse hatte, hatte die Tagesmutter zuvor die Kindsmutter gebeten, mit dem Jungen zum Arzt zu geben. Doch dann erschien das Kind gar nicht mehr. Da die Familienverhältnisse vom Jugendamt schon vorher als problematisch bekannt waren und ein Familienhelfer sich zeitweise um die damals noch minderjährige Mutter gekümmert hatte, sorgte sich die Tagesmutter um das Wohl des Kindes. Doch im Amt kam ihre Meldung offenbar anders an. "Es war für die Mitarbeiter zunächst nicht erkennbar, dass es sich um eine Kindesgefährdung handeln könnte", gibt Carsten Bockhardt die Aussagen der
Frühling macht sich noch rar
Eberswalde (es) Sie machen sich noch rar, die Boten, die vom Eintreffen des Frühlings künden. Nur an ganz sonnigen, windgeschützten Standorten wagen es mutige Schneeglöckchen, mehr als die grünen Spitzen ihrer Blätter zu zeigen. Das gilt auch für Krokusse. Weidenkätzchen hingegen lugen da und dort fürwitzig aus ihren dicken braunen Knospenblättern. Der Frühling ist also da. Man muss nur ganz genau hingucken, um sagen zu können: "Ich hab ' den Frühling gesehen!" So lautet auch das Motto des derzeitigen Leserfotowettbewerbs, zu dem das Barnim Echo am vergangenen Dienstag aufgerufen hatte. Doch da unsere Leser logischer Weise in der gleichen Region leben wie wir, sehen sie vom Lenz auch nur das, was uns auffällt. Und so hält sich die Zahl der bisher bei uns eingegangenen Fotos in sehr engen Grenzen. Genau genommen ist das Foto der Zaubernuss auch kein erster blühender Frühlingsgruß, sondern ein letzter Gruß vom abziehenden Winter, blühen die Sträucher doch in
Kleiner Rüde an Geländer angebunden
Eberswalde (MOZ) Wieder ist ein Tier ausgesetzt worden: In der Schmidtstrasse in Finow wurde am Donnerstag vergangener Woche ein kleiner, langhaariger Mischlingshund gefunden. Der ein bis zwei Jahre alte Rüde war mit einer blauen Textilleine an ein Treppengeländer gebunden. Dazu trug der Hund ein rotes Textilhalsband. Nach Auskünften der Kreisverwaltung hat das Veterinäramt Barnim den Hund sichergestellt und Ermittlungen zu seiner Herkunft aufgenommen. Wer dieses Tier kennt oder Hinweise zu seiner Herkunft hat, wird gebeten, sich beim Veterinäramt des Landkreises Barnim, unter der Telefonnummer 03334 2141600 zu melden.
Mit Brille, aber ohne weißen Kittel
Von Viola Petersson Eberswalde (MOZ) Als Bürgermeister Friedhelm Boginski während des Neujahrsempfangs Ehrenamtler auszeichnete, war Dr. Regina Rehmann wieder mal im Einsatz. Vor wenigen Tagen ist die Ärztin aus Nicaragua zurückgekehrt. Weshalb ihr Engagement heute im Rathaus gewürdigt wird. Die Familie bange jedes Mal mit, erzählt Dr. Regina Rehmann. Sie ist zwar nicht in Kriegsgebieten im Einsatz, aber so ganz ohne sei ihr Engagement bei "Ärzte für die Dritte Welt" auch nicht. Taifune und Erdbeben - die hygienischen Bedingungen vor Ort, die Angst, selbst krank zu werden. "Ich bin auch immer froh, wenn ich wieder zuhause bin", gesteht die 68-jährige Eberswalderin. Und plant schon den nächsten Einsatz. "Was soll ich hier daheim rumsitzen?" Im Oktober gehe es wieder auf die Philippinen und Anfang 2011 erneut nach Südamerika. "Ich mache zwei Einsätze pro Jahr - für jeweils sechs Wochen." Inzwischen hat die pensionierte Kinderärztin zwölf Einsätze absolviert. "Am
Einbruch in die Fachhochschule
Eberswalde (MOZ) Computertechnik im Wert von 6500 Euro ist in der Nacht zum Sonnabend aus der Fachhochschule Eberswalde entwendet worden. Wie die Täter in das Gebäude eindringen konnten, darüber gaben weder Polizei noch Fachhochschule Auskunft. Die Kriminalpolizei ermittelt. Gabriele Mittag, Pressesprecherin der Fachhochschule Eberswalde erklärte gegenüber der MOZ am Montag: "Wir hoffen, dass die Kriminalpolizei schnell die Täter ermittelt und wir die gestohlenen Gegenstände wiederbekommen." Auswirkungen auf Lehrveranstaltungen habe der Diebstahl nicht.








