Empfehlung für internationale Aufgaben
Von Dietrich Stulpe Mit einer riesigen Medaillenausbeute kehrten die Judoka des Frankfurter Bundesleistungszentrums von den Deutschen Meisterschaften der U-20-Männer und -Frauen aus Herne zurück. Am ersten Wettkampftag lief es noch nicht optimal bei den Frankfurtern. Im Finale der 57-Kilo-Klasse war zwar Iwanna Osinkina (JC Eberswalde) die aktivere Athletin, aber durch einen kleinen Wertungsrückstand reichte ihr die verbleibende Kampfzeit nicht mehr zum möglichen Sieg. Damit musste sie sich mit Silber begnügen. Eine Bronzemedaille erkämpfte Sportschüler Viktor Semenko (81 kg). Der Eberswalder unterlag im Halbfinale dem späteren Meister Max Münsterberg (Hamburg), bezwang aber im kleinen Finale Dominic Ressel vom TSV Kronshagen. Nach drei erfolgreichen Kämpfen stand Alexander Gutbell (PSV Berlin) im Halbfinale des 73-Kilo-Limits, unterlag dort dem späteren Meister Alexander Wieczerzak (Wiesbaden) sowie Rewasi Nogaideli (UJKC Potsdam) und wurde am Ende
Festival-Notizen zu den Musikfesttagen
Das Motto der diesjährigen Musikfesttage "Traumwelten" klingt zunächst leicht und süß. Dass Träume auch erschrecken und verstören können, ist den Festivalmachern jedoch nicht entgangen. Das spiegelte gestern die Inszenierung "Mondlichter" wider, unter anderem mit einem verstörenden Liederzyklus, den Arnold Schönberg kurz vor dem Ersten Weltkrieg komponierte. Auch heute bei "Psycho" in der Konzerthalle könnte es den Zuhörern eng ums Herz werden. Wie es sich für ein zeitgenössisches Festival gehört, wurde die Thematik auch sofort happening-gleich aufgegriffen, geholfen hat dabei die hiesige Polizei. Die bescherte Harry Spence Lyth, britischer Dirigent von Mondlichter, am Frankfurter Bahnhof einen albtraumhaften Empfang: Passkontrolle! Vor Schreck vergaß der überzeugte Nicht-Ausweisträger seinen kompletten deutschen Wortschatz. Schließlich konnte bezeugt werden, dass sich Harry Spence Lyth nicht illegal in Frankfurt aufhält. Vielleicht hätte es auch geholfen
Kooperation zum Kinderschutz
Zum Wohle und zum Schutz von Kindern wollen Stadtverwaltung und Polizei ihre bereits seit Jahren gepflegte Zusammenarbeit auf eine neue Qualitätsstufe heben. Deshalb haben Bürgermeisterin Katja Wolle und der Leiter des Schutzbereiches Frankfurt/Oder-Spree, Burghard Neumann, gestern eine Kooperationsvereinbarung zum Kinderschutz unterschrieben. Burghard Neumann schildert den Fall einer 14-Jährigen, die im vergangenen Jahr eines Abends auf der Wache erschien und erklärte, dass ihre Mutter sie nicht in die Wohnung ließe, sie schon eine Nacht im Hausflur zugebracht habe. Zwei Stunden später erschien die Mutter, meldete ihre Tochter als vermisst und erklärte, dass diese ein schwieriges Kind sei. "Weil wir aber mit dem Jugendamt regelmäßig in Kontakt sind, unsere Informationen austauschen, ergab sich recht schnell ein konkretes und objektives Bild der Situation. Die Mutter war offensichtlich mit der Erziehung überfordert, ihr wurde eine Hilfe zur Seite gestellt." So wie
Felix ist fit für das Lernen
416 kleine Frankfurter werden in diesem Jahr schulpflichtig. Bevor sie mit dem Lernen beginnen dürfen, werden sie derzeit im Gesundheitsamt auf ihre Schuleignung hin untersucht. 190 Mädchen und Jungen wurden dort bereits vorgestellt. Und die Allermeisten, so Kinderarzt Dr. Harald Rönitz, dürfen sich auf die Schule freuen. Doch es gibt nach wie vor Kinder, deren Entwicklung verzögert ist oder Störungen aufweist. Die Amtsärzte empfehlen dann nicht nur eine Schulrückstellung, sondern auch gezielte Förderung. Sie arbeiten eng mit Kitas und Schulen zusammen. Von Karin Sandow Felix blättert mit Mama Melanie Kaiser in einem großen Buch. Der Fünfjährige sitzt am Dienstag im Wartezimmer des Gesundheitsamtes. Erst wenige Wochen vor dem Schulanfang wird er sechs. "Eigentlich finde ich das für die Einschulung noch ein bisschen früh", meint die Mutter. "Doch er ist einfach so weit, er will lernen, auch wenn er sonst noch sehr zapplig und bewegungshungrig ist." Das merkt
Mit Kugelbauch zur Abi-Prüfung
Von Isabell-Marie Griesert und Seraphine Peries Den Schulabschluss noch nicht in der Tasche und schon Mutter. Über die Gedanken einer schwangeren Schülerin und wie man das Abitur nachholt, wenn in der Kita der zweijährige Sohn wartet. Carolin Zernick, schwanger und Robert Zickerow, beide 19 Als Carolin am 11. September des vergangenen Jahres bei einem Arztbesuch erfahren hat, dass sie schwanger ist, war sie zunächst geschockt. In erster Linie beschäftigte sie, wie sie es ihren Eltern und ihrem Freund Robert Zickerow sagen würde. Robert hat es schließlich noch am gleichen Tag in der Schule erfahren. Begeistert war er nicht. Inzwischen diskutiert er aber gerne mit Carolin, welchen Namen ihr Kind tragen soll. "Windeln werde ich aber nicht wechseln", sagt er und grinst seine Freundin dabei an, womit die beiden schon beim nächsten Streitthema sind. Auch Carolins Mutter war weit entfernt von Begeisterung, als sie es erfahren hat. "Ihr ist der
Spazierweg wieder am Ufer
Von Annette Herold Es geht weiter mit der Umgestaltung eines der ältesten deutschen Bürgerparks: Im Lennépark sollen heute die Vorbereitungen zur weiteren Umgestaltung des Lennéparks beginnen. Geplant ist, den Uferweg unterhalb der Halben Stadt wieder direkt an den Lennéfließ zu verlegen. Bis Ende Mai müssen sich Spaziergänger im Lennépark auf Einschränkungen einstellen. Der westliche Weg wird zwischen Südeingang und Schmeißerbrücke gesperrt, so dass die Bauleute den neuen Weg am Fließ anlegen können. "Dann wird der Weg nicht wiederzuerkennen sein", kündigt Landschaftsplaner Jürgen Kleeberg an. "Wir orientieren uns ganz an Lenné, zu dessen Prinzipien es gehörte, Spaziergänger durch eine Hügellandschaft mit sanften Übergängen zu führen und sie dabei immer wieder durch Unvorhersehbares zu überraschen." Anders als der bisher recht gerade geführte Weg soll sich die neue Route am Wasser entlangschlängeln. Betont werden solle wie der Erlebnischarakter der Anlage, heißt
Kritik an Hartz-IV-Schelte
Die aktuellen Hartz-IV-Debatten stoßen in Frankfurt auf Kritik. Die Diskussion um Leistungsmissbrauch gehe an der Frankfurter Realität vorbei, sagte Karsten Cornelius, Chef des Jobcenters. Er halte es für falsch, wenn vom Einzelfall auf den Regelfall geschlossen werde. Zugleich betonte er, dass ein geförderter Arbeitsmarkt für eine Gruppe Erwerbsloser durchaus sinnvoll sein könne. Es gehe um Menschen, für die es so gut wie aussichtslos sei, einen regulären Job zu finden. Von Annette Herold "Nur weil Einzelne das System ausnutzen, kann man nicht allen Arbeitslosen Faulheit unterstellen." Die neuen Debatten um die Beschäftigung der Empfänger von Arbeitslosengeld II und angeblichen Leistungsmissbrauch sorgen auch im Jobcenter in der Robert-Havemann-Straße für Diskussionen. Sie entsprächen aber nicht der Realität in Frankfurt, sagte Karsten Cornelius. Man könne dem Einzelnen nur dann Faulheit unterstellen, "wenn man ihm auch ein reelles Arbeitsangebot unterbreiten
Abschlusslauf für Crossserie im Stadtwald
Der MSV Tripoint beendete am Sonntag seine diesjährige Crosslaufserie im Stadtwald Rosengarten. Seit Ende November fanden dort fünf Wettkämpfe statt, von denen die drei besten Ergebnisse gewertet wurden. Waren es anfangs durchschnittlich 30 Läufer, die die Distanzen 10 oder 5 Kilometer in Angriff nahmen, reduzierte sich dies während der hohen Schneelage deutlich. Viele zogen es vor, mit Langlaufski die Strecken zu absolvieren. Gesamtleiter Harry Lipka musste den letzten Lauf mehrmals verschieben. Über 10 km setzte sich Goetz Lipinski durch, bei den Frauen siegte Virginia Albrecht (beide MSV Tripoint). Marco Haff gewann sicher die Wertung über die halbe Distanz. Anfang Mai beginnen die Stundenläufe im Stadion, am 9. Mai steigt der Fliederbütenlauf in Lebus. hz
Von Anbau bis Krippenbad
Von Karin Sandow Bäder mit niedrigen Waschbecken, Spielplätze für Kleinkinder und Räume mit viel Platz zum Spielen sind in den in einigen Frankfurter Kitas neu entstanden. Weitere sollen folgen. Der Bund fördert die Investitionen, die Träger leisten Eigenanteile. Doch einige wollen, dass auch die Stadt sich daran beteiligt. An der Kreuz-Kita in der Friedrich-Ebert-Straße erhebt sich ein schmucker Anbau. Etwa 133 000 Euro hat er gekostet. 33 000 Euro hat der Bund dazu geschossen, aus dem Investi- tionsprogramm zum Ausbau der Kindertagesbetreuung für unter dreijährige Kinder. Denn in dem neuen Gebäudeteil sollen vor allem die Kleinen viel Platz zum Spielen haben. Nur im fünfstelligen Bereich, aber nicht weniger wichtig waren die Investitionen in der Kita Am Sonnensteig, im Kinderhaus am Südring oder der Kita Lilo Herrmann. Denn da sind die Bäder für die ganz Kleinen saniert und auf deren Bedürfnisse zugeschnitten worden. Auch neue Spielplätze mit passenden
Messerattacke gegen Bauleute
Beim Ausbauen von Fenstern in einem Würfelhaus an der Güldendorfer Straße sind Bauarbeiter gestern gegen 8.30 Uhr von einem genervten Mann mit einem Messer attackiert worden. Er hatte sich zunächst über den Lärm beschwert, weil er annahm, dass Sonntag sei. Dann stieß er ein Messer durch eine Tür. Nur mit einem Türrahmen konnte sich ein Arbeiter gegen eine Messerattacke wehren. Später wurde einer der Arbeiter von dem Angreifer gewürgt. Die Polizei nahm den 33-Jährigen (0,98 Promille) in Gewahrsam und ermittelt wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung. moz
Preußen im Abstiegskampf
Von Fred Lange Nach einer 0:3-Niederlage beim 1. FC Guben stecken die Kicker vom SV Preußen als Landesliga-Zwölfter nun mitten im Abstiegskampf. "Wie konnten wir dieses Spiel nur verlieren?", hieß es immer wieder nach dem Schlusspfiff in einer ansonsten totenstillen Preußenkabine. Doch da war bereits alles zu spät, standen die Frankfurter mit leeren Händen da, nachdem sie gleich reihenweise hochkarätige Chancen versiebt hatten. Doch der Reihe nach. Die Gäste aus Frankfurt brannten vom Anpfiff weg ein wahres Feuerwerk ab, hatten in der ersten Minute bereits die erste 100-prozentige Chance. Doch völlig freistehend, köpfte Gegas aus Nahdistanz einen Gubener auf der Torlinie an. Nur drei Minuten später kratzten die Gubener einen Gegas-Schuss aus kurzer Distanz von der Linie. Dann hatte der junge Vogel (7.) das 1:0 auf dem Fuß, brachte den Querpass aber aus fünf Metern nicht im Lausitzer Tor unter. Da sollte sich rächen. Wie schon in der Vorwoche beim Team
Schulausflug in Papierhalle
Von Heinz Kannenberg Bei einem Besuch der Märkischen Oderzeitung bekamen gestern Vertreter der Lennéschule die Zusage für ihr MOZ-Abo. Gestiftet hat es Stefan Ludwig, OB-Kandidat der Linken. Ein zweites Abo kommt von einer ehemaligen Lehrerin. Für Patricia Schulz, Vanessa Lehmann und Patrick Kahl war es eine ungewöhnlicher Ausflug. Die Schüler der Lenné-Schule besuchten mit Schulleiterin Petra Kreusch das Papierlager des Märkischen Verlags- und Druckhauses. An diesem Ort teilte ihnen der Oberbürgermeister-Kandidat Stefan Ludwig mit, dass er die Patenschaft für eine MOZ-Leseecke an der Lenné-Schule übernommen hat. "Ich finde diese Aktion toll, weil sie die Lesekompetenz an Schulen fördern soll", sagte er. Zugleich übernimmt eine ehemalige Lehrerin, die anonym bleiben möchte, ein zweites Abo für diese Schule. So haben die Schüler seit gestern die Möglichkeit, tagesaktuell die Märkische Oderzeitung zu lesen. Die Mädchen und Jungen interessierten sich vor allem
Schelmischer Gruß an die Reisenden
Spätestens mit dem Bahnhofskonzert gestern Nachmittag erreichten die Musikfesttage auch die Pendler und Besucher Frankfurts. Das Berliner Klarinettenquartett "Blattgold" ließ seine Melodien von Komponisten wie Astor Piazolla über Karlheinz Stockhausen bis zu George Gershwin durch die Bahnhofsvorhalle klingen. Die Musiker um Friederike Roth waren eingesprungen, nachdem der eigentlich angesagte Pianist wegen Krankheit absagen musste. In der gut gefüllten Vorhalle wurden die Durchgänge für eilige Reisende immer enger. In Mantel und Schal gehüllt, oft mit einem Pappbecher Kaffee in der Hand, ließen viele die Musik auf sich wirken. Mit einer Solo-Performance im Harlekin-Kostüm interpretierte Friederike Roth Karlheinz Stockhausen sehr unterhaltsam. Viele Kinder schauten neugierig auf die tanzende Musikerin. Dirk Kiefer, musikalischer Leiter der Musikfesttage, betonte die Bedeutung des Bahnhofskonzerts, das im vergangenen Jahr zum ersten Mal stattfand. fra
Munterer Dreikampf ohne Schlagabtausch
Anderthalb Wochen vor der Wahl des neuen Oberbürgermeisters ist das Interesse an den Kandidaten groß. Trotz vielfältiger Veranstaltungskonkurrenz in der Stadt und eines Fußball-Länderspiels kamen am Mittwochabend zum Wahlforum der MOZ mehr als 350
Gold für Yvonne Englich
Von Jörg Richter Mit vier Medaillen kehrten die Frankfurter Ringerinnen von den Deutschen Meisterschaften der Frauen aus Freiburg heim. Für den Höhepunkt sorgte Yvonne Englich (RSV Hansa 90), die sich im 59-Kilo-Limit den Meistertitel erkämpfte. In einem Herzschlagfinale bezwang die Neu-Frankfurterin Christiane Knittel vom gastgebenden ASV Freiburg. "Jetzt bin ich da, wo ich hingehöre", freute sich die erfahrene Ringerin, die nach ihrem Meistertitel 2007 zurückgetreten war, nun aber zusammen mit Ehemann Mirko Englich Olympia 2012 in London fest ins Visier genommen hat. Yvonne Englich ließ Cindy Neubert (RTV Zöblitz) keine Chance, gewann durch technische Überlegenheit in zwei Runden (4:0, 6:0). Lena Rauch (VfK Mühlenbach) konnte ihr nicht das Wasser reichen, fand sich in Runde zwei sogar auf beiden Schultern wieder. Auch Tina Schmidke (ASC Bindlach) musste noch in der ersten Runde eine Schulterniederlage hinnehmen. Dass Yvonne Englich die erste Runde des
Turniersiege für Paul Beyer und Paul Soch
10 Judoka vom JC 90 nahmen internationalen Sprela-Cup in Spremberg teil. Angereist waren 33 Vereine aus Berlin, Sachsen, Sachsen Anhalt und Brandenburg, sowie Gäste aus Polen und Tschechien. Auf fünf Matten wurde in den Altersklassen U 13 und U 16 um die begehrten Medaillen und Pokale gekämpft. Erfreulich aus Frankfurter Sicht waren die Turniersiege von Paul Beyer (55 kg) und Paul Soch (73 kg). Zweite Plätze erkämpften sich Chris Heß im Schwergewicht, Maximilian Gubernus (38 kg) sowie bei den Mädchen Meike Herrmann (52 kg) und Ann-Marie Baumann (57 kg). Rang fünf belegte Janne Nicolas in der an Teilnehmer stärksten Gewichtsklasse bis 42 kg. Auf Rang sieben landeten Timm Tiemann und Phil Thürfelder, die allerdings durch eine ungewohnte Regelauslegung durch das Kampfgericht benachteiligt wurden. Sehr engagiert präsentierte sich Dawid Duszynski, blieb diesmal aber ohne Platzierung. lba
Grüne unterstützen Stefan Ludwig
Der Kreisverband von Bündnis 90 / Die Grünen hat sich am Freitagabend entschieden, die Kandidatur von Stefan Ludwig (Die Linke) zur Oberbürgermeisterwahl zu unterstützen. Anhand von festen Kriterien habe sich der Kreisverband nach langer Prüfung und mit großer Mehrheit dazu entschlossen, die Wahl Ludwigs zu empfehlen, da er das nötige Wissen und die Führungsqualitäten besitze, so Kreisverbandssprecher Jan Musekamp. "Stefan Ludwig hat den politisch-gesellschaftlichen Kompass eines sozial-ökologischen Umbaus, den wir bei den anderen beiden Kandidaten vermisst haben", so Jan Muskamp weiter. Der jüngste der drei Kandidaten stehe für eine neue Generation und damit am wenigsten für eine Politik des "Weiter-so". moz
Vier Filme und eine Hochzeit
Von Alexander Kempf Der deutsche Regisseur Hans-Christian Schmid spricht kein Polnisch. Der polnische Kameramann Bogumil Godfrejow wiederum kein Deutsch. Sie arbeiten trotzdem erfolgreich zusammen. Hans-Christian Schmid kennt Frankfurt gut. In der Oderstadt drehte er im Herbst 2002 seinen später preisgekrönten Episodenfilm "Lichter". Dieser erzählt von einem Fluss, der die Menschen teilt. Während der Dreharbeiten mussten Grenzgänger an der Oder noch einen Pass vorzeigen. Der Kameramann von "Lichter" ist Pole. Hans-Christian Schmid und Bogumil Godfrejow hatten sich vor ihrer Zusammenarbeit auf einem Münchner Studentenfilmfest kennengelernt. Mittlerweile haben beide vier Filme miteinander gedreht. Den Aktuellen stellte Hans-Christian Schmid am Freitagabend in Frankfurt vor. Das Kleine Kino zeigte "Sturm" im Audimax der Europa-Universität Viadrina. Der Spielfilm setzt sich kritisch mit der Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige
Hoffnung auf Gemeindearbeiter
Lichtenbergs Ortsbeirat hat sich der Forderung nach Gemeindearbeitern für die Frankfurter Ortsteile angeschlossen. "Wir wünschen uns wie die Booßener, dass Gemeindearbeiter für Arbeiten in den Ortsteilen zur Verfügung stehen", so Ortsvorsteherin Ellen Thom am Freitagabend bei einem Forum mit den drei OB-Kandidaten in Lichtenberg mit etwa 50 Zuhörern. Zugleich sprach sie sich dafür aus, dass sich der neue Oberbürgermeister für eine Regelung zum Versicherungsschutz für ehrenamtliche Helfer einsetzt. 100 Tage nach der Amtseinführung des neuen Oberbürgermeister werde ihr Ortsbeirat eine Lösung für dieses Problem vom neuen Amtsinhaber verlangen, kündigte Ellen Thom an. In der Fragerunde sprachen sich die Kandidaten Martin Wilke (parteilos) und Stefan Ludwig (Linke) dafür aus, dass in der Stadtverwaltung feste Ansprechpartner für die Ortsteile benannt werden. "Jeder Ortsteil braucht einen zuständigen Mitarbeiter in der Stadtverwaltung", sagte Marin Wilke. Diese Zuständigkeit
Wohnpark der Generationen entsteht
Am Montag, 8. März, soll auf einem Gelände zwischen Leipziger Straße und Südring, genau gegenüber dem Südringcenter, Baumfällarbeiten beginnen. Die sind ein erstes Zeichen für den bevorstehenden Bau einer altersgerechten Wohnanlage, die vom Arbeitersamariterbund (ASB) geplant wird. In einem ersten Bauabschnitt sollen dort 40 Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen in Erd- und Obergeschoss mit 59 bis 73 Quadratmetern Fläche entstehen. "Wir rechnen jeden Tag mit der Baugenehmigung", sagt ASB-Geschäftsführer Klaus Schepler. Sein Wunsch wäre ein Baubeginn Anfang April. Die Bauzeit soll ein Jahr betragen. Zurzeit bietet das Areal, auf dem vorher Wohnblöcke der Wowi standen, einen sehr grünen Anblick. "Das soll auch so bleiben", versichert Klaus Schepler. Für die gefällten 25 Bäume sollen 40 neu gepflanzt und die Anlage insgesamt wie ein Park angelegt werden. Das Interesse sei enorm, weiß Peter Gläser, der das Projekt schon seit den ersten Ideen 2008 betreut. 29 Menschen im Alter
Den Frühling in die Halle geholt
Von Dietrich Stulpe Das bewährte Motto "Mit der ganzen Familie sportlich in den Frühling", mit dem die Frankfurter Sportunion immer am ersten Sonntag im März in die Oderlandhalle einlädt, fand auch gestern wieder regen Zuspruch. Mehr als 800 Besucher aller Altersgruppen, darunter auch einige Familien aus Slubice, nahmen das umfangreiche Angebot zum Mitmachen dankend an. Jung und Alt konnten sich an 20 verschiedenen Stationen ausprobieren. So wurden beispielsweise Dart, elektronisches Sportschießen, Fahrrad- und Ruderergometer, Federball, Hochsprung, Kistenklettern, Rhönrad, Skateboard, Streetball, Tischtennis, Torwandschießen, Trampolin und Volleyball angeboten. Ein Mammutprogramm. Dementsprechend umfangreich ist die Organisation, die von einem eingespielten 30-köpfigen Team um Tino Buchholz, Objektleiter des Frankfurter Sportzent- rums, TuS-Geschäftsführerin Beate Saleschke und Axel Schulze (Stadtsportbund) geleistet werden. Vor allem die Mitglieder von TuS
Zwischen neuen Mauern und alten Akten
Bei Ausstellungseröffnungen waren Dominosteine vom Mauerfall-Jubiläum und Fotos von ehemaligen Stasi-Häftlingen zu sehen. 300 Gäste kamen, 100 allein zu einer Lesung von Joachim Gauck. Viele Gäste beantragten Akteneinsicht. Von Frauke Adesiyan Zum großen Wendejubiläum sind sie 2009 vor dem Brandenburger Tor und den Augen der Weltöffentlichkeit gekippt - nun sind die kunterbunten Mauersteine für zwei Wochen in Frankfurt zu sehen. Die Ausstellung mit 20 der 1000 überdimensionalen, von Schülern und Prominenten gestalteten Styropor-Dominos wurde am Sonnabend in der Frankfurter Außenstelle für Stasi-Unterlagen eröffnet. Beeindruckt von den kreativen Arbeiten war Victoria Golz, die für den Tag der offenen Tür aus Fürstenwalde angereist war. "Ich arbeite an einem DDR-Projekt und suche gezielt nach Informationen", erzählt die 22-Jährige. Ganz gebannt hörte sie wenig später auch den Zeitzeugen zu, die die Ausstellung "Inhaftiert. Fotografien und Berichte aus der
684 Wohnungen abgerissen
Insgesamt 684 Wohnungen sind im vergangenen Jahr in Frankfurt abgerissen worden. Das geht aus der Information zur Umsetzung des Stadtumbaukonzepts hervor, mit dem sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt bei seiner Sitzung am Mittwoch beschäftigen will. Geplant sind außerdem auch eine Debatte zum Winterdienst und eine Information zur Altlastensituation am Winterhafen. Wirtschaftsdezernent Peter Edelmann berichtet den Abgeordneten über den Stand zum Hotelbau im Stadtzentrum. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 17.30 Uhr. moz
Entscheid über Eltern-Notruf vertagt
Über die Einrichtung eines 24-Stunden-Notrufes für Eltern kleiner Kinder hat der Jugendhilfeausschuss in dieser Woche noch nicht entschieden. Zwar hielten die meisten Mitglieder ein solches Angebot für eine sinnvolle Ergänzung zum Baby-Besuchsdienst, aber auch zu anderen Angeboten wie dem Kinder- und Jugend-Notruf. Doch einige wie Jens-Marcel Ullrich (SPD) fühlten sich mit dem Vorschlag der Verwaltung ein wenig überfahren. Es müsste erst klar sein, was dieser Notruf unter welchen Bedingungen leisten soll, meinte auch Katrin Bornemann vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Die Verwaltung hatte nach einem Interessenbekundungsverfahren, in das insgesamt vier Träger mit drei Angeboten einbezogen waren, den Vorschlag gemacht, einen solchen Notruf, bei dem Eltern vor allem kleiner Kinder, wenn sie sich überfordert fühlen, Rat und Hilfe bekommen sollen, an die Telefonseelsorge zu übertragen. Der Ausschuss will darüber auf einer seiner nächsten Sitzungen erneut beraten. san
Schneeberg und Babytanz
Auch ein großes, glänzendes Festival verlangt nach ganz profanen Vorbereitungen. Eine Praktikantin der Messe- und Veranstaltungs GmbH hat sich rund um die Konzerthalle nach Parkplätzen umgeschaut, weil der Schneeberg vor der Friedenskirche immer noch nicht komplett geschmolzen ist. Parkraum ist also noch knapper als sonst, dafür umso übersichtlicher dokumentiert. Poster, Flyer und eine Karte unter www.musikfesttage.de zeigen, wo man sein Auto lassen kann. Logistische Probleme ganz anderer Art hatte in den vergangenen 48 Stunden Dirk Kiefer zu bewältigen. Der musikalische Leiter der Musikfesttage war aufgeregt, ob alle seine Programmpunkte auch so stattfinden wie vorgesehen. "Wir haben zwei Havarien", lautete seine Wasserstandsmeldung. Zusammen mit den Mitarbeitern der MuV konnte aber das Schlimmste verhindert werden. So springt beim Bahnhofskonzert am Montag um 17 Uhr das Klarinettenquartett "Blattgold" für den erkrankten Pianisten ein. Neben Karlheinz Stockhausen wird







