Radfahrer hängen Autofahrer ab

Von Mandy Timm

Gusow-Platkow (MOZ) Es war ein ungewöhnliches Projekt und eine Mammutaufgabe zugleich: Im vergangenen Jahr befragte der Heimatverein Gusow-Platkow mehr als 1000 Touristen nach Reiseroute, Wünschen und Kritik. Die Auswertung gab es gestern im Platkower Museum. Die Ergebnisse sollen die Region beim Tourismus voranbringen.

Tief in den Wald hinein ist er geradelt. Immer dem Schild nach. Entnervt warf der Radfahrer irgendwann das Handtuch. Das Gasthaus, das er suchte, war weit und breit nicht in Sicht. "Eine Gaststätte gibt es dort zwar", sagte Andreas Köpp gestern. "Ein Hinweis, wie weit entfernt, wäre für den Radler allerdings hilfreich gewesen." Köpp ist Projektleiter einer Touristenbefragung, die der Heimatverein 2009 in Gusow und Platkow durchgeführt hat. Die Episode des genervten Touristen ist eine von vielen, die die zwölf Mitarbeiter, vergangenes Jahr hörten. Insgesamt befragten sie mehr als 1000 Radler an der Gusower Kirche und am Platkower ... mehr ->

 

Döbberin

Von Bärbel Kloppstech

Zeschdorf/Döbberin (MOZ) Die Döbberiner werden künftig ihr Trinkwasser aus dem Wasserwerk in Lebus erhalten. Dafür ist der Bau einer Trinkwasserleitung vom Zeschdorfer Ortsteil bis nach Niederjesar geplant - allerdings ist mit dem Investitionsvorhaben erst im Frühjahr 2011 zu rechnen.

Wie Marlies Görsdorf, die technische Geschäftsführerin des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (ZVWA) Fürstenwalde und Umland, im Zeschdorfer Gemeinderat informierte, laufen für den Leitungsbau derzeit die Planungen. "In der zweiten Jahreshälfte wird die Ausführungsplanung fertig sein, so dass im Herbst Baubeginn sein könnte", sagte Marlies Görsdorf. "Doch erfahrungsgemäß liegen bei Ausschreibungen im Sommer die Kostenangebote der Firmen um zehn bis fünfzehn Prozent höher, so dass wir erst im Herbst ausschreiben wollen, um dann im Frühjahr mit dem Bauen zu beginnen. Wenn dem Antrag auf Fördermittel seitens des Landes, wie avisiert, ... mehr ->

 

Drängewasser erwartet

Seelow (ulg) Im unteren Oderbruch hat sich die Binnenhochwasserlage etwas entspannt. Das hat Martin Porath, Geschäftsführer des Gewässer- und Deichverbandes Oderbruch, gestern eingeschätzt. Das Oderbruch profitiert von der trockenen Witterung mit den leichten Frostgraden und der damit verbundenen Verlangsamung des Wasserzuflusses. Würde das Wetter umschlagen und verstärkt Niederschläge bringen, könnte es ab sofort wieder sehr kompliziert werden, so Porath. Das Landesumweltamt hat in seiner gestrigen Tagesmeldung jedoch eingeschätzt, dass die Kaltluft wetterbestimmend bleibt.

In den kommenden Tagen ist damit zu rechnen, dass von der Stromoder her verstärkt Drängewasser ins Bruch strömt. Die Wasserstände an den Pegeln Ratzdorf bis Kienitz zeigen bereits nach Durchlauf des Wellenscheitels weiterhin deutlich fallende Tendenz. Dagegen steigen die Wasserstände an den unterhalb Kienitz liegenden Pegeln der Grenzoder beim Scheiteldurchlauf kurzzeitig noch bis in Bereiche der ... mehr ->

 

Zeschdorf im Zwiespalt

Von Bärbel Kloppstech

Zeschdorf (MOZ) Mit dem knappen Abstimmungsverhältnis von fünf Ja- und vier Nein-Stimmen wurde im Gemeinderat der Haushalt für 2010 verabschiedet. Es ist der erste Doppik-Etat. Das Kunstwort Doppik steht für doppelte Buchführung in Konten - und ist wohl das Schwierigste, was den Gemeindevertretern als Nichtfachleuten in der bisherigen Legislaturperiode seitens des Landes zugemutet wurde.

So eine zwiespältige Abstimmung gab es im Zeschdorfer Gemeinderat noch nie. Sie war nicht nur der vorangegangenen Diskussion geschuldet, sondern ist auch ein Zeichen für die wachsende Unzufriedenheit über die immer weniger werdenden Mittel, die die Kommunen zur Verfügung haben. An dieser Ohnmacht entzündete sich unter den Abgeordneten auch die Diskussion über höhere Grundsteuern. Kann man angesichts der gestiegenen Belastungen der Bürger überhaupt noch die Steuern für Grundstücke und das Ackerland erhöhen? Die einen lehnten dieses Ansinnen entschieden ab, wie ... mehr ->

 

Gemeinsam schneller ins Internet

Seelow (ir) Die Ämter Neuhardenberg, Golzow und Lebus und die Stadt Seelow wollen bei der Planung und Realisierung schneller Internetanschlüsse für die Region kooperieren. Die Breitbandinitiative nennt sich "Oberes Oderbruch". Darüber hat Seelows Bürgermeister Jörg Schröder die Stadtverordneten am Dienstagabend informiert. Eine Vereinbarung sei in Vorbereitung, sagte er. Im Ergebnis solle es "eine technische Lösung geben, von der alle profitieren", erklärte Seelows Bauamtsleiter Jörg Krüger gestern.

Im Bereich Golzow haben die Gemeinden bereits beschlossen, Förderanträge stellen zu wollen. Das Amt Seelow-Land ist schon weiter: Der Vorreiter in Sachen schnelles Internet im Landkreis hat Fördermittel für die DSL-Erschließung bewilligt bekommen. Ab dem Frühjahr soll gebaut werden.

Realisiert werden zwei Varianten: Die an der B 167 gelegenen Orte Carzig, Libbenichen und Dolgelin werden per Kabel, die anderen Orte per Funk erschlossen.

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Förderchance jetzt für alle Vereine Seelows

Von Ines Rath

Seelow (MOZ) Die Stadtverordneten haben eine neue Richtlinie zur Förderung von Vereinen beschlossen, die allen Vereinen der Stadt eine Förderung ermöglichen soll. In der zum Teil kontroversen Debatte vor dem Beschluss sprach Rechte-Abgeordneter Falk Janke vom "Öffnen der Büchse der Pandora".

In den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung war man sich im Vorfeld einig geworden: Nach zehn Jahren sei es an der Zeit, die Vereinsförderrichtlinie der Stadt zu aktualisieren. Im Kern geht es darum, allen inzwischen mehr als 40 Seelower Vereinen Zugang zu Fördermitteln der Stadt bzw. ihrer Wohnungsbaugesellschaft Sewoba zu ermöglichen. Bislang hatte die Kinder- und Jugendarbeit in Vereinen absolute Priorität.

Die Jugendarbeit ist auch in der neuen Richtlinie Schwerpunkt - aber nicht mehr Fördervoraussetzung. Da mit der Öffnung der Richtlinie nicht mehr Geld zur Verfügung steht, müssen sich mehr Vereine den "Kuchen" teilen, der im Wesentlichen von der ... mehr ->

 

"Unerhebliche Ausgaben" mit Zündstoff

Seelow (ulg) Eine falsche Schwerpunktsetzung in der Investitionspolitik des Landkreises hat Klaus Otto, Kreissauschussmitglied der Linken aus Hoppegarten, beim Straßenbau beklagt. Dem Kreistag liegt eine Informationsvorlage mit dem etwas sperrigen Titel "Unerhebliche über- und außerplanmäßige Ausgaben 2009 des Landkreises" vor. Darin wird berichtet, dass der Landkreis 55 000 Euro für eine Entwurfsplanung ausgegeben hat, die den Ausbau der Ortsdurchfahrt Seelow vorsieht. Die ehemalige B167, die jetzt als Kreisstraße die Nummer 6435 bekommen hat, soll mit Geld aus dem EU-Förderprogramm Interreg IVa ausgebaut werden. Unter anderem ist vorgesehen, dass die Seelower Kreuzung zum Kreisel umgebaut wird. Um die Fördermittel beantragen zu können, war die Planung nötig. Ähnlich liegt der Fall beim Ausbau der K6436 genannten Ortsdurchfahrt in Bad Freienwalde. Dort wurden 50 000 Euro für die Planung ausgegeben. Auch dafür stehen EU-Fördermittel in Aussicht. Gebaut werden beide Straßen im ... mehr ->

 

Falkenhagen als "Kraftort" erschließen

Falkenhagen (MOZ) Der Kaminteesalon, eine neue Veranstaltungsreihe im Seehotel Luisenhof, hatte am Montagabend mit einer historischen Überraschung Premiere: Die Stationen auf dem Jakobsweg sind jeweils 7,5 Kilometer voneinander entfernt. Falkenhagen ist einer der legendären "Kraftorte".

Von Ines Rath

Marita Wegener zitterte förmlich vor Begeisterung, als sie den von Usch Henze aus Berlin verfassten Brief zu neuen Forschungsergebnissen im Zusammenhang mit dem Jakobsweg vorlas: Die Stationen auf dem Jakobsweg in Brandenburg und darüber hinaus seien fast ausnahmslos 7,5 Kilometer voneinander entfernt, hat Usch Henze herausgefunden. Das gilt für die Entfernung zwischen Frankfurt (Oder) und Lebus ebenso wie für die zwischen Lebus und Hohenjesar, von dort nach Falkenhagen und zur nächsten Station, Sieversdorf, haben Messungen ergeben.

Eine Erklärung für das Phänomen hat die Berliner Jakobsweg-Forscherin gleich mitgeliefert: Die 7,5 Kilometer seien das Maß einer "Deutschen ... mehr ->

 

Wassertreten, Bürstenmassage, Sauna im Alltag

Zeschdorf /Petershagen (bk) Die Kita Kleine Strolche im Zeschdorfer Ortsteil Petershagen will eine Kneipp-Einrichtung werden. Kita-Leiterin Anke Marggraf stellte das Konzept im Hauptausschuss des Gemeinderats vor und erntete große Zustimmung damit.

Das Konzept basiert auf fünf Säulen: Ernährung, Kräuter, Wasser, Bewegung und die Lebensordnung. Zum Tagesablauf gehören feste Regeln und Normen - aber auch das gemeinsame Musizieren, Massagen mit Bürsten und das Gehen über einen Steinläufer, wie Anke Marggraf erläuterte. "Der tägliche Aufenthalt im Freien gibt unzählige Möglichkeiten zur sportlichen Bewegung für die Kinder - wie auf dem Balancierbalken, auf dem Klettergerüst oder an der Turnstange. Im Sommer gibt es draußen einen Schlafraum unter einem schützenden Sonnendach. Die überdachte Terrasse wird auch bei schlechterem Wetter zum Spielen oder auch zum Essen im Freien genutzt", berichtete die Kita-Leiterin aus dem Alltag der Mädchen und Jungen. Zu diesem gehören auch ... mehr ->

 

Strom für rund 25 000 Haushalte erzeugt

Altbarnim (ulg) Sie schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden - die Biogasanlagen in Märkisch-Oderland. Derzeit arbeiten bereits 18 Biogasanlagen im Landkreis, informiert Landwirtschaftsamtsleiter Jan Paepke. Elf Anlagen befinden sich in der Genehmigungsphase. Diese 29 Biogasanlagen werden insgesamt 16,7 Megawatt erzeugen. Das entspricht einer Biogasmenge von 41,75 Millionen Kubikmeter Biogas. Die erzeugte Strommenge von 87,66 Millionen Kilowattstunden wird ausreichen, um 24 947 Haushalte mit Strom zu versorgen. "Das sind 28 Prozent der Haushalte im Kreis, so der Amtsleiter. Um den Bedarf der Anlagen an Mais und Gülle zu decken, muss auf 10 727 Hektar Mais angebaut werden. Zusammen mit den für den Anbau von Futter benötigten rund 6000 Hektar und den für Körnermais von 2723 Hektar ergibt sich, dass 15,8 Prozent der Nutzfläche für Mais benötigt werden. "Bis zu 20 Prozent wären vertretbar", schätzt Paepke ein. Wenn aber Riesenanlagen, wie vielleicht in Mallnow, ans Netz gehen, können ... mehr ->

 

Golzower feiern Jubiläum ihres Museums

Von Ulf Grieger

Golzow (MOZ) Vor den Golzowern stehen wichtige Jubiläen. Die Schule bereitet ihr 50. Einweihungsfest vor, Ehrenbürger Winfried Junge wird in diesem Jahr 75 Jahre alt und die "Ständige Ausstellung", Vorgängerin des Filmmuseums, wurde vor zehn Jahren eröffnet.

"Es war eine Gemeinschaftsarbeit", betont Christian Dorn, von 1987 bis 2003 Bürgermeister der Gemeinde, wenn er von der Einrichtung der "Ständigen Ausstellung" erzählt. Geboren wurde die Idee aus der Erkenntnis heraus, dass die Gemeinde mit ihrem Trumpf wuchern muss. So nutzte der Bürgermeister 1998 seinen Auftritt bei der Berlinale-Premiere von "Brigitte und Marcel" , um zu verkünden, dass es in Golzow bald ein Filmmuseum geben werde. "Die Reaktionen waren bereits an diesem Abend sehr positiv. Wolfgang Klaue von der Defa-Stiftung sicherte uns Unterstützung zu", erinnert sich Dorn .

Doch mit der Verpflichtung war es nicht getan. In Folge mussten Gespräche mit dem Arbeitsamt, der Schule und ... mehr ->

 

Gravierende Neuigkeit bei der Polizei

Von Uwe Spranger

Seelow (MOZ) Die Polizei in Märkisch-Oderland hat jetzt ein neues Gerät zum Codieren. Neben Fahrrädern können nun auch Baumaschinen mit einer Buchstaben- und Zahlenreihe versehen werden, die auf den Eigentümer schließen lässt. Damit hofft man, die Diebstahlsquoten zu senken

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben von Jürgen Schirrmeister, Sachgebietsleiter Prävention im Polizeischutzbereich, Fahrräder im Wert von rund einer Viertelmillion Euro verschwunden. Von Baustellen wurden darüber hinaus Geräte und Maschinen im Wert von knapp 140 000 Euro gestohlen. "Und das ist nur das Hellfeld, also nur das, wo uns auch Anzeigen erreichen", bekannte Schirrmeister.

Zugleich vermeldete der Kriminalhauptkommissar, dass die Zahl der Fahrraddiebstähle seit Beginn der Codierungsaktionen "signifikant zurückgegangen" sei. Die Wortwahl bedeutet Senkungen um mehr als fünf Prozent. Demgegenüber würden verstärkt erfolglose Versuche von Langfingern ... mehr ->

 

Dem "Neuen" eine Chance geben

Von Ines Rath

Seelow (MOZ) Ein ungewohnt großes Medieninteresses gab es für die gestrige Diskussionsrunde zur Zukunft der Brandenburger Landwirtschaft im Rahmen des diesjährigen Bauerntages des Bauernverbandes Märkisch-Oderland. Das Interesse galt vor allem einem der ersten öffentlichen Auftritte des neuen Landwirtschaftsministers Jörg Vogelsänger.

"Wir sollten ihm eine Chance geben", hatte Udo Folgart, der Vorsitzende des Landesbauernverbandes, im internen Teil der Beratung für die Unterstützung des neuen Landwirtschaftsministers geworben. Die zum Bauerntag anwesenden 60 der 144 Mitglieder des Bauernverbandes Märkisch-Oderland folgten der Bitte: Sie bedachten den Auftritt von Jörg Vogelsänger (SPD) mit vorsichtigem Applaus.

Immerhin hatte der Minister in seiner Rede erklärt: "Die Landwirtschaft bleibt das Rückgrat im ländlichen Raum." Vogelsänger versicherte, er werde dafür sorgen, dass die Abteilung Landwirtschaft in seinem Hause handlungsfähig bleibt und ... mehr ->

 

Exklusive Kleider aus Seelow

Seelow (ulg) Sie schaffte es als einzige Ostdeutsche unter die besten Zehn von 35 000 Bewerbern der aktuellen RTL-Show-Staffel "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS): die 19-Jährige Steffi Landerer aus Fürstenwalde. Die selbstbewusste Abiturientin (Abi mit 1,4) ist auch nach ihrem Ausscheiden bei der ersten Motto-Show vielbeschäftigt: "Ich habe ein Praktikum bei einer großen Tageszeitung und darf dafür bei solchen Veranstaltung wie der Echo-Verleihung und The Dome mit den Stars Hintergrundgeschichten machen", freut sie sich. Und hofft auf ein Volontariat. Ihre fünfjährige musikalische Ausbildung will sie weiter vervollkommnen. "Man kann immer besser werden", ist Steffi Landerer überzeugt.

Derzeit ist sie aber auch in Seelow unterwegs. Denn dort wird ein Teil der Kleidung gefertigt, die sie bei ihrem Fernsehauftritt zum DSDS-Finale oder zu einer Sendung Anfang Mai in der ARD tragen will. Dafür kooperiert sie mit dem Seelower Straußenfarmer Fred Wenzlaff (im ... mehr ->

 

Selbsthilfegruppe heißt nun "Hoffnungsschein"

Letschin (ulg) Texte von Eva und Erwin Strittmatter, Hermann Hesse und Hans Magnus Enzensberger haben Ursula Pätzold und Hiltraud Hanke vom Verein der Seelower Dampfbäckerei den Mitgliedern der Selbsthilfegruppe Psychisch Kranke gelesen. Die zumeist optimistischen, lebensbejahenden Texte hielten dazu an, im Alltäglichen das Besondere und Schöne zu sehen. Ganz im Sinne des neuen Namens, den sich die Gruppe an diesem Nachmittag in der Letschiner Heimatstube Haus Birkenweg gab: "Hoffnungsschein". Die Musikschülerinnen Nicole Reiche (Klavier) und Clara Fuhrmann ( Klarinette) brachten den 32 Mitgliedern, die aus 19 Familien und 14 Gemeinden des Landkreises kommen, dazu passende musikalische Frühlingsgrüße.

Ilse Zickert, sie leitet die Gruppe, informierte darüber, dass die Arbeit auch weiterhin von Sponsoren unterstützt wird. Verschiedene Seelower und Letschiner Firmen haben geholfen, die Überbrückungsfinanzierung zu sichern, bis die Krankenkassen ihren Beitrag leisten. "Und ... mehr ->

 

Verhandlungen laufen

Kiehnwerder/Letschin (mt) Die Gemeinde verhandelt zurzeit mit einem Landwirt über mögliche Kompromisse in Bezug auf die geplante Broilermastanlage bei Kiehnwerder. Bürgermeister Michael Böttcher informierte während des Hauptausschusses darüber, dass er nach der Abstimmung der Kiehnwerderer erneut an das Landesumweltamt als Genehmigungsbehörde herangetreten sei, um über Ergebnis und Bedenken der Einwohner zu informieren. Die Kiehnwerderer hatten sich vergangene Woche mit deutlicher Mehrheit gegen den Bau des Mastbetriebes ausgesprochen.

Die Gemeinde Letschin hat nun zwei Wochen Zeit, um mögliche Kompromisse mit dem Antragsteller zu finden. Das Ziel ist die von Anwohnern befürchteten hohen Emissionen einzudämmen. Das Ergebnis will Böttcher der Frankfurter Prüfungsbehörde mitteilen.

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Ideen für kleineren Friedhof

Wulkow (MOZ) Etwa einhundert Gräber gibt es auf dem Friedhof in Wulkow heute noch - und die Anzahl nimmt rapide ab. Das Gelände muss nun verkleinert werden. 2011 steht schon die nächste große Gräberberäumung bevor. Probleme gibt es auch bei der Pflege der Grabstellen. Viele Wulkower haben keine Verwandten in der Gegend, die sich über 25 Jahre kümmern können. Verwaltung und Anwohner suchen nun gemeinsam nach Lösungen.

Von Markus Woller

Bis zum letzten Stuhl gefüllt war der Gemeindesaal in Wulkow bei Trebnitz kürzlich bei der Einwohnerfragestunde zum Thema Friedhof. Gemeindevertreter und Bürgermeister Mario Eska wollten sich an diesem Tag ein Bild darüber machen, wie die Einwohner ihren Friedhof in Zukunft gestaltet sehen wollen. Die Probleme sind bekannt: Die Anzahl der Gräber auf dem Friedhof nimmt stetig ab. Die Fläche der Anlage ist schon jetzt zu groß. 2011 wird die Belegungsdichte noch einmal abnehmen, weil die 25 Jahre Liegefrist bei vielen Gräbern ausläuft. Auch die ... mehr ->

 

Ist der Seelower Wasserpreis zu hoch?

Von Ines Rath

Seelow (MOZ) Mit Interesse hat Horst Justus aus Worin den Beitrag in der MOZ über das Wasserpreis-Urteil des Bundesgerichtshofes gelesen. Das Gericht bestätigte die Verfügung des hessischen Wirtschaftsministeriums, dass ein Wasserversorger seinen Preis senken muss. Dabei liege der noch unter dem Wasserpreis seines Versorgers, des WAZ Seelow, wundert sich Horst Justus.

Der Woriner hat anhand seiner Wasserrechnung für 2009 ausgerechnet: Im Vorjahr hat er je Kubikmeter Trinkwasser zwischen 2,67 Euro und 3,05 Euro bezahlt. Im MOZ-Beitrag hatte der Woriner erfahren, dass das höchste deutsche Gericht den Wasserpreis eines Wetzlarer Versorgers kassiert hatte, der 2,35 Euro je Kubikmeter beim typischen Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses verlangt hatte. Das Gericht befand nach Vergleichen mit anderen Wasserversorgern in der Region: Das sei zu viel. Der Versorger musste seinen Wasserpreis um 30 Prozent senken.

Horst Justus fragt sich angesichts ... mehr ->

 

Dänen investieren im großen Stil

Von Mandy Timm

Neuhardenberg (MOZ) Die Verträge sind unterzeichnet. Der Verkehrsflughafen Magdeburg/Cochstedt gehört seit vergangener Woche dem selben Investor, der bereits den Neuhardenberger Flugplatz betreibt. Dieser könnte durch den Kauf in Sachsen-Anhalt profitieren. Die Verwaltung beider Objekte bleibt in Neuhardenberg.

Das Medieninteresse war zuletzt enorm. Denn der Flughafen Magdeburg/Cochstedt galt als Investruine. Der Weg zur Privatisierung dauerte Jahre, war am Ende aber doch erfolgreich. Das Land Sachsen-Anhalt unterzeichnete vergangene Woche die Verträge mit dem Käufer, der Airport Development A/C. Neue Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Magdeburg/Cochstedt mbH sind Michael Agerled und Uwe Hädicke. Dem Unternehmen gehören in Brandenburg bereits ein Landeplatz in Fürstenwalde und der Flugplatz Neuhardenberg. 2007 hatten die Dänen den ehemaligen DDR-Regierungsflughafen erworben.

3500 Starts und Landungen wurden seit dem dort gezählt. Und es ... mehr ->

 

Breiter Protest gegen CO2-Endlager

Von Ulf Grieger

Letschin (MOZ) An der von Kirchengemeinden und Bürgerinitiativen organisierten monatlichen Mahnwache am Letschiner Kirchturm haben am Sonntag mehr als 300 Oderbrücher teilgenommen. Sie kamen aus fast allen Bereichen des Oderbruchs, um ihren Protest gegen die Pläne zur Einrichtung eines Kohlendioxid-Lagers zu bekunden. Zugleich informierten die Veranstalter über die nächsten Aktionen.

Neutrebbins Bürgermeister Siegfried Link ist bereits Demo-erfahren. Am Wochenende war er mit Mitgliedern der Bürgerinitiative in Cottbus dabei, wo Gemeinden gegen die Pläne zum Abbaggern weiterer Dörfer für Braunkohletagebaue protestierten. Sonntagnachmittag stand er bereits wieder mit vielen Einwohnern der großen Gemeinde auf dem Letschiner Markt, um an der Mahnwache teilzunehmen. Und er war dort keinesfalls das einzige Dorfoberhaupt. Günter Fetting und Michael Böttcher, seine Kollegen aus Letschin sowie Mario Eska aus Neuhardenberg nahmen ebenso daran teil, wie ... mehr ->

 

DSL-Vorhaben schreitet voran

Letschin (mt) Schnelleres Internet für die Gemeinde Letschin: Die Vorbereitungen für den geplanten DSL-Ausbau schreiten allmählich voran. Die Gemeindevertreter haben während ihrer jüngsten Sitzung mit einer Gegenstimme der Verwaltung den Auftrag erteilt, entsprechende Fördermittelanträge zu stellen. Hauptamtsleiter Alexander Haase informiert darüber, dass sich auf die Ausschreibung lediglich ein Anbieter gemeldete habe, die Firma ediscom. Die Wirtschaftlichkeitslücke, die der Bewerber errechnet hatte, lag bei 1,6 Millionen Euro. Ein Berater hätte im Auftrag der Gemeinde das Angebot überprüft und "gedrückt", wie Haase sagte. "Ihm ist es gelungen aufgrund sinnvoller Veränderung der Trassenführung, die Wirtschaftlichkeitslücke auf 1,25 Millionen Euro zu senken." Auf dieser Grundlage will die Verwaltung nun die insgesamt acht nötigen Fördermittelanträge stellen. Land und EU fördern den DSL-Ausbau mit 90 Prozent. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei rund 125 000 Euro.

Der ... mehr ->

 

Gebete für die Menschen Kameruns

Buschdorf (ulg) Mitunter ist es im schummrigen Licht kleiner Behelfskirchen heller als in den Berliner Palästen der Macht. Ein Kreis engagierter Christen des Sprengels Golzow/Gorgast hatte sich zum Weltgebetstag intensiv mit der besonderen Situation der Menschen in Kamerun beschäftigt. Fußball, Gebäck, vielleicht noch der Umstand, dass das afrikanische Land einst deutsche Kolonie war - das waren die Stichworte, die spontan dazu einfielen, erzählte Monika Bachmann. Sie kümmert sich gemeinsam mit Claudia Dittner besonders um das Buschdorfer Kirchlein. In ihren Gebetskreis hatten die Teilnehmer vieles zusammengetragen, was das als "Afrika im Kleinen" bezeichnete zentralafrikanische Land ausmacht. Eine große Plüschgiraffe überragt exotische Früchte und ein landestypisches Gericht wartete bereits auf eine Verkostung: Ananas-Mango-Fleisch. Doch nicht das Exotische, sondern die sozialen sozialen Probleme standen im Zentrum der Gebete. Dazu gehört die Armut, aber auch die Unterdrückung ... mehr ->

 

Vorfreude auf die Freiluftsaison

Von Ulf Grieger

Neutrebbin, Neuhardenberg, Friedersdorf (MOZ) Kalt aber schön: Viele lockte das malerische Vorfühlingswetter an diesem Wochenende aus dem Haus, um die ersten Open-Air-Angebote in der Region zu besuchen.

Bereits am frühen Samstagmorgen ist die Neutrebbiner Karl-Marx-Straße voller Autos. Verführerisch duftet es vom Hof der Landfleischerei von Thomas Auris, lange Schlangen bilden sich vor den Verkaufsständen und an den Imbisstischchen unter dem Heizpilz. Und obwohl die Fleischermeister bereits zum 22. Mal zum Schlachtefest laden, stehen immer wieder Kunden vor dem Laden am Friedensplatz, um von dort zum Fleischerhof zu pilgern. Dort erweist sich Altmeister Willi Auris mit dem Mikro in der Hand als fast ebenso so guter Unterhalter wie der von ihm engagierte Profi aus Booßen. Wer sich in die Schlangen vor den Verkaufstischen einreiht, der muss nicht hungern. Schließlich sorgen Sandra Auris und der kleine Fritz immer wieder für Häppchen-Nachschub. ... mehr ->

 

Arbeiten wenn andere Tanzen

Von Marco Marschall

Gorgast (MOZ) Er kam aus der Schlucht und ist nun der Disko-König von Gorgast. Seit zehn Jahren betreibt Olaf Lawrenz das Schluchties und lockt seine Gäste mit immer neuen Party-Ideen - Ein interessanter aber auch anstrengender Beruf.

Gute Mädchen kommen in den Himmel - Böse ins Schluchties nach Gorgast. Disko-Betreiber Olaf Lawrenz weiß wie er sein Publikum glücklich macht. Zur "Böse Mädchen-Party" am 20. März dürfen sich die Damen von 21 - 22 Uhr zunächst bei Men-Strip und Gratis-Sekt warmtanzen. Dann öffnet die Disko für die männlichen Gäste, denen das Finden der Tanzpartnerin dann eventuell schon etwas leichter fällt.

Parties wie diese sind allerdings nicht das einzige, was Menschen um Gorgast ins Schluchties zieht. "Unser Konzept heißt preiswert und genial", sagt Olaf Lawrenz, der seit seinem Umzug ins Oderbruch 1986 den Spitznamen Schluchtie trägt. Denn ursprünglich kommt Lawrenz aus dem Thüringer Becken, hatte dort Handformer für ... mehr ->

 

Bewerben für 7. Bandcontest

Seelow (MOZ) Auch für 2010 sucht der Break Tribe Music e.V. junge Nachwuchsbands aus den Landkreisen Oder-Spree, Märkisch-Oderland, Barnim, der Stadt Frankfurt (Oder) und unseren Nachbarn aus der Wojewodschaft Lebuskie in Polen für den 7. OBOA-Bandcontest. Wer sein Können einem breiten Publikum unter Beweis stellen möchte, kann jetzt noch bis Anfang des Sommers ordentlich üben. Gesucht werden Nachwuchsbands, die im Durchschnitt nicht viel älter als 20 Jahre sind. Bewerbungen mit Foto, einer kurzen Bandbiografie, einigen Hörproben oder einen Link z.B. MySpace können per E-Mail an contest@oboa.de gesandt werden.

Bewerbungsschluss ist der 17. April. Den Bands wird dann das Ergebnis zur Auswahl der Bewerbungen bekannt gegeben. Das Publikum wird per Abstimmung die Gewinner ermitteln. Diese erhalten die Möglichkeit auf dem 12. OBOA-Festival am 13. und 14. August neben renommierten Künstlern auf zutreten. Mehr Infos im Netz unter www.oboa.de.

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