Siedlungsspuren unter Styropor
Garzau-Garzin (azi) Vor dem Bau der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung, kurz OPAL, sind jetzt auch im Altkreis Strausberg mehrere Teams dabei, archäologische Zeugnisse zu erfassen und zu bergen. Zwischen Garzau und Garzin sind zurzeit beiderseits der Straße Grabungen zu beobachten. Archäologin Beate Renner kann auf ihrer etwa 950 Meter langen und 27 Meter breiten Fläche bereits auf 232 Befunde verweisen: unter anderem einen kleinen Graben und mehrere Speichergruben, die sich im Boden bisher meist nur dunkel abzeichnen. Schicht für Schicht wird abgetragen, um möglicherweise noch auf Funde wie Scherben und Knochen zu stoßen und damit auf weitere Hinweise auf eine Besiedlung in der jüngeren Bronzezeit bis in die vorrömische Eisenzeit, also 1200 bis 500 vor Christus. Auch auf eine Pfostensetzung macht sie anhand einer kleinen Rundung aufmerksam. Um Tiergänge auszuschließen, werden an diesen Stellen Profile angelegt. Doch das ist aufgrund des Frostes im Boden gar nicht so
Uferweg schafft’s nicht ans rettende Ufer
Strausberg (MOZ) Der Bauausschuss hat auf seiner Sitzung am Dienstagabend das Projekt Uferweg am Straussee zwischen Fischerkietz und Kulturpark gestoppt. Die Verwaltung erhielt keine Mehrheit dafür, die Planung auf der Grundlage der vorgestellten Entwürfe fortzuführen. Von Uwe Spranger Nach Aussagen Ende 2009 über eine Verteuerung des Projekts, die später wieder zurückgezogen wurden, stand in den Unterlagen für die Sitzung fast exakt die Summe, die zunächst veranschlagt worden war: Für Planung und Bau der etwa 130 Meter langen Strecke wird mit 349 000 Euro gerechnet. Unter anderem sollten dafür die Uferbefestigung vor dem Bootshaus des Segelvereins mittels Spundwand erneuert, Zäune und Slipanlagen mit klappbaren Übergängen gebaut werden. Der Finanzbedarf ist es auch, der einige Ausschussmitglieder zurückschrecken ließ. "Für diesen Aufwand ist der Zweck nicht gerechtfertigt" und dem Bürger nicht zu vermitteln, äußerte beispielsweise Wolfgang Winkelmann (UfW).
Betonwerk steht auf einmal im Wald
Von Margrit Höfer Hennickendorf (MOZ) Die Gemeindevertreter haben auf ihrer jüngsten Sitzung einer Änderung des Flächennutzungsplanes zugestimmt. Dabei geht es u. a. auch um das Gewerbeindustriegebiet an der Berliner Straße in Hennickendorf. Sehr zum Ärger der BVM Betonprodukte GmbH und dem Betonwerk Fehrbellin, die dort produzieren. Die Gemeinde Rüdersdorf kämpft mit einem Problem, das viele Brandenburger Kommunen haben: Die Einwohnerzahlen sind rückläufig. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken ist, neue Baugebiete zu erschließen. In landschaftlich reizvoller Lage. Drei solche Bebauungspläne in unmittelbarer Nachbarschaft zum Großen Stienitzsee und nahe der Berliner Straße gibt es. In der "Gartensiedlung" könnten 20 Einfamilienhäuser gebaut werden, 40 bis 45 Wohnungen im Bebauungsplan "Villa Thyssen" sind machbar, auch 40 Eigenheime und 90 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern rund um die Alte Ziegelei/Tonloch. Was stört an dieser möglichen Idylle ist das
Bundespolizei nimmt Jugendliche fest
Fredersdorf/Neuenhagen (MOZ) Bundespolizisten nahmen Dienstagabend zwei 16-Jährige in einer S-Bahn der Linie S 5 (zwischen Fredersdorf und Neuenhagen) in Gewahrsam. Die beiden Jugendlichen zerkratzten gegen 19.50 Uhr eine Fensterscheibe mittels Schleifpapier, als sie von einer Zivilstreife überrascht wurden. Zwar versuchten die beiden Jugendlichen beim Halt am S-Bahnhof Neuenhagen noch zu flüchten, konnten aber von der Streife festgehalten werden. Das gefundene Schleifpapier und Graffitivorlagen stellten die Beamten sicher. Auch die Handys der beiden zogen die Polizisten ein, da sich darauf weitere Fotos von Graffitistraftaten befanden. Die Neuenhagener, von denen einer bereits wegen Sachbeschädigungs- und Graffitidelikten bei der Polizei bekannt ist, wurden nach Beendigung aller erforderlichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Erziehungsberechtigten wurden informiert. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet.
Abschied von Pfarrer Joachim Hinz
Hoppegarten (Iv.) Die katholische Kirchengemeinde St. Georg in Hoppegarten nimmt am Donnerstag Abschied von ihrem einstigen Pfarrer Joachim Hinz. Kurz vor seinem 88. Geburtstag ist Pfarrer Hinz am 4. März verstorben. 23 Jahre lang, von 1970 bis 1993, stand er der Kirchengemeinde vor, nahm mit seinem Wirken Anteil an den gesellschaftlichen Veränderungen in dieser Zeit und war bei Jung und Alt ein sehr beliebter Pfarrer und Seelsorger. "Auch als Pfarrer in Ruhe hat er sich stets für die Gemeinde Hoppegarten und ihre Menschen interessiert", sagt Bürgermeister Klaus Ahrens in Gedenken an den Pfarrer. Sein letzter öffentlicher Auftritt war vergangenes Jahr während der Klausener-Ehrung auf der Galopprennbahn Hoppegarten, wo er eine Gedenktafel enthüllte. Hinz hatte zu den Zeitzeugen gehört, die bei der Rede des Katholiken Erich Klausener während der Nazizeit dabei waren.
Gelungener Auftakt für Woltersdorfer
Woltersdorf/Uelsen (RH) Fünf Podestplätze sind die Ausbeute, die die Motorrad-Geländefahrer des MC Woltersdorf vom 1. Lauf zur Deutschen Enduro-Meisterschaft in Uelsen bei Nordhorn mit in die Heimat genommen haben. "Das war ein gelungener Auftakt, wir sind sehr zufrieden", sagte Jörg Lessing, der die sieben Fahrer des ADMV-Ortsclubs als Teamchef zum Start in die neue Saison an der niederländischen Grenze begleitete. Gesamtsieger in Uelsen unter insgesamt 277 Fahrern wurde Marcus Kehr, der im vorigen Jahr den Novemberpokal des MC Woltersdorf gewonnen hatte. Lessing-Sohn Christoph, als einziger der Woltersdorfer KTM-Piloten in der internationalen A-Lizenz-Kategorie unterwegs, belegte in der Klasse über 475 ccm/Viertakt Rang 15. "Das ist ein ordentliches Ergebnis, mit dem ich gut leben kann", sagt der 29-Jährige. Seine Klubkollegen sind in der nationalen B-Lizenz-Kategorie unterwegs und streben einen Aufstieg in die "A" an, wozu am Ende ein Rang unter den besten drei nötig
Entscheidung fällt ganz zuletzt
Strausberg (el) Eine 3:1-Niederlage am dritten Heimspieltag gegen die Zweite von Buckow und die 0:3-Schlappe gegen den Dritten der Liga, Netzhoppers Königs Wusterhausen, ließen die RSV-Frauen auf den Tabellenplatz sieben der Volleyball-Landesliga Süd abrutschen. Hochmotiviert, fast alle Akteure auf dem Feld und auf der Wechselbank hatten den Ernst der Stunde erkannt, begannen die Wetzel-Schützlinge den Vergleich mit den Südbrandenburgern. Die RSV-Frauen spielten gut mit und boten dem Gegner Paroli. Nach der zweiten RSV-Auszeit beim Stand von 23:23 Punkten übernahmen die Reichenbergerinnen das Aufschlagrecht. Mit der Mannschaftsführerin Maria Gnauck am Aufschlag und der nach langer Verletzungspause wieder mitwirkenden Beate Adolph als Mittelblockerin überquerten die Reichenberger Volleyballerinnen nach 25 Minuten Spielzeit und dem 25:23 die Ziellinie zum ersten Satzgewinn. Nach einer zwischenzeitlichen Führung des Tabellenzweiten (mit vier Punkten) erreichte der
Nächste Woche beginnt Straßenbau in Wegendorf
Von Gabriele Rataj Altlandsberg (MOZ) Ab Montag wird es ernst mit dem zweiten Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Wegendorf. Der Landesbetrieb Straßenwesen beginnt mit dem Ausbau der Alten Dorfstraße in Richtung Werneuchen. Autofahrer müssen sich bis zum Sommer auf Umfahrungen bzw. Umleitungen einrichten. "Die Anlaufberatung ist erfolgt. Mit den Leitungsträgern (z. B. Wasserverband) sind die entsprechenden Absprachen getroffen. Am 15. März ist geplanter Baubeginn", sagt Denise Becker, Leiterin der Straßenmeisterei Rehfelde des Landesbetriebs Straßenwesen, auf Nachfrage der Märkischen Oderzeitung. Margitta Schlager, die seitens des Landesbetriebs die Bauüberwachung übernommen hat, bremst mit Blick auf die anhaltend kalte Witterung etwas. "Wenn nicht noch einmal richtig Schnee kommt, legt die Firma am Montag mit dem Vorbereiten der Behelfsfahrbahn los." Nach erfolgter Ausschreibung habe die Eberswalder Niederlassung der Eurovia VBU GmbH den Zuschlag für den
Montags-Mal-Bilder werktags anzusehen
Petershagen-Eggersdorf (rj) Leuchtende Rapsfelder, die frisch ausgeschlagene Weide am See um die Ecke, der Fliederstrauß in der Vase, der Leuchtturm auf Hiddensee - wer sich einen Vorschuss Frühling abholen möchte, der sollte wochentags einen Abstecher von der Eggersdorfer Straße in die bereitwillig für Neugierige geöffneten Physiotherapie-Räume von Susann Michel machen. In der inoffiziellen zweiten Galerie des Doppeldorfes - neben den kommunalen Räumen der Kleinen Galerie am Eggersdorfer Markt - stellen derzeit die Bernauer Montags-Maler aus. Und das ist so erfrischend wie anregend. Fast 50 Aquarelle haben die Mitglieder eines Malkurses der Schönwalder Malerin Ruth Fabig nach Petershagen mitgebracht, die einen Einblick in die Freizeit-Leidenschaft der Kursmitglieder geben. Seit zirka drei Jahren treffen sich diese jeden Montag und malen unter Fabigs Anleitung. Mal ist es das Thema Bäume, das alle beschäftigt, mal sind es Schiffe, mal fährt man gemeinsam ins Kloster
Klarer Kurs auf gleich zwei Jubiläen in nächster Zeit
Von Thomas Berger Rüdersdorf Der Rüdersdorfer Bergbauverein hat 2010 besonders viel vor. Gleich zwei Jubiläen gibt es zu begehen: Im Oktober wird das zwanzigjährige Bestehen des Vereins gefeiert, bereits zuvor steht die 775-Jahr-Feier des Ortes an, wozu sich die Mitglieder schon bei Planung und Vorbereitung tatkräftig einbringen. Aber auch jenseits dieser Höhepunkte steht vieles an, wie zur Jahresversammlung am Montag im Heinitztunnel deutlich wurde. 55 Mitglieder hatten sich im Vereinsdomizil dazu eingefunden, insgesamt sind es aktuell 78. Ein weiterer Anstieg gegenüber den 68 zu Jahresbeginn 2008 und 71 im vorigen Jahr. Dass diese sich auch größtenteils sehr aktiv einbringen, wurde im Rechenschaftsbericht deutlich. 2053 Stunden haben allein die etwa 20 Mitglieder der AG Bau unter Leitung von Winfried Arndt geleistet. "Das ist beinahe so viel wie die reinen Einsatzstunden aller drei Feuerwehren", würdigte auch Bürgermeister André Schaller ausdrücklich das
Quick-Check für die Eisenbahnstraße
Von Irina Voigt Neuenhagen (MOZ) Sogar die höher steigende Sonne bringt jetzt an den Tag, dass Veränderungen auf dem Gelände entlang der Eisenbahnstraße anstehen. Der nächste Schritt zur Entwicklung des Neuenhagener Ortszentrums nach dem Bahnhofsneubau ist in der Planungsdiskussion. Wo vor dem Winter noch undurchdringliches Dickicht die Blicke der von der S-Bahn Kommenden von den maroden Häuschen abhielt, liegt nun alles offen da. Es scheint fast, als könnte es gleich mit der Bebauung auf dem Bereich zwischen Bahngleisen und Eisenbahnstraße losgehen. Aber noch liegt viel Planungs- und Abstimmungsarbeit vor der Verwaltung und den Volksvertretern. Die sollen die Arbeit bis zum abgewogenen Bebauungsplan nicht allein machen. Entsprechend dem vorliegenden Vorentwurf ist klar, wohin sich das Neuenhagener Zentrum an dieser Stelle entwickeln soll. Die rund 1,7 Hektar große Fläche sei geradezu prädestiniert für kleinteilige Handels- und Dienstleistungseinrichtungen
"Münchehofe im Wandel"
Münchehofe (kdm) Druckfrisch in dezentem Layout und einer Farbe, die an den märkischen Sand erinnert, der über die Jahrhunderte die Geschicke der Menschen in der Region bestimmte, liegt das erste heimatkundliche Buch zu Münchehofe, heute Ortsteil der Gemeinde Hoppegarten, auf dem Tisch. Titel des über 200 Seiten starken, reich bebilderten Bandes: "Münchehofe im Wandel der Zeiten". Inhalt: Beiträge zur Geschichte eines märkischen Bauerndorfes vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Vor einem Jahr hatten sich im Versammlungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Münchehofe interessierte Einwohner getroffen, um die Möglichkeiten auszuloten, ein derartiges Projekt anzugehen. Nach einer Befragung im Ort fanden sich 35 Bürger auf Anhieb ein, bekundeten ihr Interesse und brachten zum Teil auch schon ganz handfestes Material aus der jeweiligen Familiengeschichte mit. Es stellte sich heraus, dass in einem Dorf, welches vor 20 Jahren gerade 275 Einwohner zählte, das Interesse an der
Peter Kimmel bedient gleich beide Seiten
Bernau (pflu) Mit einem 1:1- Unentschieden beim FSV Bernau konnte der MSV Rüdersdorf seinen zweiten Tabellenplatz in der Fußball-Landesliga Nord zunächst verteidigen. Die Bernauer begannen sehr druckvoll und versuchten die Rüdersdorfer vor allem mit schnellem Spiel zu überraschen. Das gelang auch. Die Chancen, die sich der FSV erarbeitete, wurden allerdings überhastet vergeben. Erst in der 28. Minute hatte der MSV seine erste Möglichkeit. Die hatte es allerdings in sich. Bei einem Abwehrversuch der Bernauer Innenverteidigung wurde Felix Meyer angeschossen und der Ball prallte genau vor die Füße von Marko Kurzhals. Der hatte freie Bahn, legte sich aber das Spielgerät etwas zu weit vor. Im Gegenzug ergab sich eine Doppelchance für den FSV. Eine von Holger Laube zu kurz abgewehrte Flanke viel Christian Schlender genau vor die Füße. Der zog sofort ab. Den Schuss konnte Henning Schrödter im Tor des MSV mit einem Reflex halten. Nur Bernau hatte in der 42. Minute noch
Gravierende Neuigkeit bei der Polizei
Strausberg (MOZ) Die Polizei in Märkisch-Oderland hat jetzt ein neues Gerät zum Codieren. Neben Fahrrädern können nun auch Baumaschinen mit einer Buchstaben- und Zahlenreihe versehen werden, die auf den Eigentümer schließen lässt. Damit hofft man, die Diebstahlsquoten zu senken. Von Uwe Spranger Im vergangenen Jahr sind nach Angaben von Jürgen Schirrmeister, Sachgebietsleiter Prävention im Polizeischutzbereich, Fahrräder im Wert von rund einer Viertelmillion Euro verschwunden. Von Baustellen wurden darüber hinaus Geräte und Maschinen im Wert von knapp 140 000 Euro gestohlen. "Und das ist nur das Hellfeld, also nur das, wo uns auch Anzeigen erreichen", bekannte Schirrmeister. Zugleich vermeldete der Kriminalhauptkommissar, dass die Zahl der Fahrraddiebstähle seit Beginn der Codierungsaktionen "signifikant zurückgegangen" sei. Die Wortwahl bedeutet Senkungen um mehr als fünf Prozent. Demgegenüber würden verstärkt erfolglose Versuche von Langfingern registriert.
Annäherung an den Namensgeber
Strausberg (ufo) Seit 1972 trägt die Kindereinrichtung in der Heinrich-Dorrenbach-Straße in der Vorstadt den Namen des russischen Raumfahrtpioniers Juri Gagarin. Um den Mädchen und Jungen eine Brücke zum Namensgeber zu bauen und bei ihnen Interesse für das Thema zu wecken, waren gestern die Berliner Edith und Gerhard Miksch eingeladen. Die Friedrichshainer haben in den vergangenen Jahren die größte private thematische Raumfahrt-sammlung der Welt zusammengetragen. Sie haben in den 1960ern Gagarin, seine Kosmonautenkollegin Valentina Tereschkowa und andere Raumfahrer persönlich in die Arme geschlossen. Später trafen sie Sigmund Jähn, Waleri Bykowski und nach der Wende auch Ulf Merbold und die anderen deutschen Astronauten. Neben Modellen der verschiedensten Flugkörper von Wostok bis Ariane und Apollo nennen sie persönliche Utensilien wie Kosmonautennahrung, Bilder, Briefmarken, Dias, Medaillen, Zeitungsartikel und vieles mehr ihr Eigen. Einen Teil der rund 150 Einzelstücke
MTV-Wurzeln reichen fast in jede Familie
Von Gabriele Rataj Altlandsberg (MOZ) Vier Gesellschaftssysteme hat er unbeschadet überstanden, viermal mehr oder weniger gewollt den Namen geändert. Nun feiert er das 150. Jubiläum. Der Männerturnverein (MTV) 1860 will das mit der ganzen Stadt tun. In zwei Wochen ist es soweit. Mit einem Big-Band-Benefiz-Konzert eröffnet der Altlandsberger Sportverein MTV 1860 den Reigen der Jubiläumsveranstaltungen in der Stadt. Gut zwei Jahre haben sich die Akteure auf das große Ereignis vorbereitet, denn "schließlich sind wir nachweislich der älteste Sportverein in Brandenburg", sagt Klaus Krüger vom Org.-Team stolz. 150 Jahre einer Existenz ohne Unterbrechungen, das bedeutet nicht nur sportliche Betätigung ungeachtet gesellschaftlicher Veränderungen. "Der Sportverein ist dabei gleich in fünf Gesellschaftsordnungen präsent gewesen - Kaiserreich, Weimarer Republik, das NS-System, die DDR und nun die BRD", reflektiert Krüger. Die feste Verwurzelung des Sports über
Chaos nach Renovierung
Von Irina Voigt Hoppegarten (MOZ) Nach der Renovierung der Gemeindebib- liothek im Ortsteil Dahlwitz-Hoppegarten ist nichts mehr wie es war. Zwar sind neue Lampen und Elektroleitungen installiert worden, aber in den Regalen herrscht das reine Chaos. Als der Fachbereichsleiter der Verwaltung, Dirk Weiß, den Ausschussmitgliedern im Jugend-, Kultur- und Bildungsausschuss von der erfolgten Renovierung der Gemeindebibliothek mit den Worten, sie sei "gut gelungen", berichtete, fiel ihm Sibylle Olszewski ins Wort. "Gar nichts ist gelungen", schimpfte sie. Und tatsächlich, ein Blick in den Ausleihraum an der Gemeindeverwaltung belegt die Empörung der einstigen Bibliothekarin. Hunderte Bücher liegen noch auf dem Fußboden. Andere Regale sind platzsparend vollgestopft. "Wie es geschehen konnte, dass nicht mehr alle Regale komplett aus dem Keller - wohin sie fürs Malern gebracht worden sind - wieder hochgeholt werden konnten, ich weiß es nicht", sagt Jenny Roloff
Förderanträge erwünscht
Strausberg (MOZ) Noch bis zum 31. März können gemeinnützige Vereine und Einrichtungen Anträge auf Förderung beim Kuratorium der Stiftung der Sparkasse Märkisch-Oderland einreichen. Das Gremium berät im Frühjahr über die neuen Anträge. Die 1999 als eine der ersten Sparkassenstiftungen im Land gegründete Vereinigung in Märkisch-Oderland verfolgt den Zweck, Kunst, Kultur und Sport sowie die Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis zu fördern. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 400 000 Euro für kulturelle, soziale und sportliche Projekte übergeben. 2009 wurden 37 Projekte mit insgesamt 43 000 Euro unterstützt. Um das Engagement der Stiftung auszubauen, hatte die Sparkasse MOL das Stiftungskapital Ende des vorigen Geschäftsjahres um 250 000 Euro auf 1,25 Millionen Euro erhöht. Mit den Mehreinnahmen können weitere soziale und kulturelle Projekte unterstützt werden. Formulare unter www.sparkasse-mol.de oder in jeder Geschäftsstelle. Für Fragen stehen Frau Lehmann oder Herr
Handwerker am Schloss Garzau
Von Anett Zimmermann Garzau-Garzin (MOZ) Am Schloss Garzau tut sich wieder etwas. Das hat sich in den vergangenen Tagen schnell im Ort herumgesprochen. Die Kleintransporter unter anderem mehrerer Handwerker aus Berlin sind an diesem Vormittag vor dem Schloss in Garzau nicht zu übersehen. Auch ein großer Container steht neben dem seit 1987 unter Denkmalschutz stehenden Gebäude. Doch was genau vorgesehen ist, kann oder will der Beauftragte der Eigentümerin, der Schloss Garzau GmbH, nicht sagen und verweist an das Berliner Büro. Bei dem darauf folgenden Telefonat heißt es wieder einmal, dass nur auf schriftliche Anfragen geantwortet werde. Das aber hatte schon beim letzten Mal nicht funktioniert. Jana Hinkel, Bürgermeisterin in Garzau-Garzin, weiß ebenfalls nichts Genaues, hofft aber wie viele andere im Dorf, dass es an dem Herrenhaus endlich ein Stück vorangeht. Ende Oktober hatte die MOZ zuletzt darüber berichtet, dass die Untere
Wettbewerb zu "Rehfelde bewegt"
Rehfelde (MOZ) Nach verhaltenem Start waren beim Rehfelder Fotowettbewerb 2009 unter dem Thema "Kleine Paradiese vor der Haustür" dann doch noch rund 100 Bilder von gut zwei Dutzend Teilnehmern eingegangen. Danach wurden erste Überlegungen, auf den Wettbewerb zu verzichten, wieder ad acta gelegt. Inzwischen ist die neue Ausschreibung für dieses Jahr vorbereitet. "Rehfelde bewegt " heißt das Thema. Am Wettbewerb beteiligen können sich Einwohner der Gemeinde. Pro Person sind maximal fünf Papierbilder mit einer Kantenlänge bis zu 30 Zentimeter zugelassen. Auf der Rückseite sollten leserlich und mit wischfestem Stift Name, Vorname, Adresse, Alter, Telefonnummer, Bildtitel und Ort der Aufnahme sowie die Gesamtzahl der eingesandten Fotos angegeben werden. Bedingung ist zudem, dass es sich um möglichst aktuelle Aufnahmen - das heißt aus den Jahren 2008 bis 2010 - handelt. Auch ein erneutes Einreichen von Motiven, die bereits zu früheren Fotowettbewerben in Rehfelde abgegeben bzw.
1. Clubabend in Saison
Strausberg (js) Der britische Singer-Songwriter Trevor B. Lewis hat mit einem intimen Konzert im Strausberger Café Litera die Ära der Ballsaal-Clubabende eröffnet. Rund drei Dutzend Kultur- und Kunstliebhaber waren in der Hoffnung aufgebrochen, die Büroräume des Vereins KunstMittendrin im ehemaligen Ballsaal für ihren ersten Clubabend nutzen zu können. Doch hatten sie die Rechnung ohne das Bauordnungsamt des Landkreises gemacht. Das schickte am vergangenen Dienstag zwei Mitarbeiterinnen in die Räume, die nach ihrem Augenschein festlegten, dies seien keine Büros. Sie drohten an, den Eingang versiegeln zu lassen, was angesichts des dort befindlichen Materials, Möbeln, Lebensmitteln und Ähnlichem einen kleinen Schock bei der Mieterin Chris-Karen Schmidt-Farwig auslöste. Sie ging einer möglichen Konfrontation aus dem Wege: "Ich bin da lieber Diplomatin", kommentierte sie am Sonnabend. So genossen nur Vereinsmitglieder in der legalen und entspannten Atmosphäre des Literaturcafés die
Des Einzelnen Schicksal millionenfach gedenken
Petershagen-Eggersdorf (Iv.) Es ist nur ein kleines, ein paar Quadratzentimeter großes Stück glänzendes Metall. Eingelassen in den Bürgersteig der Brunnerstraße in Petershagen. Aber es verkörpert ein großes Stück des unrühmlichsten Kapitels der deutschen Geschichte. Vor drei Jahren war der sogenannte Stolperstein wider das Vergessen vom Kölner Aktionskünstler Gunter Demnig für Moritz Haike vor dem ehemaligen Wohnhaus in der Brunnerstraße 79 verlegt worden. Seitdem hat das Schicksal dieses Mannes die Arbeitsgruppe Erinnerungskultur nicht mehr losgelassen. Am Sonnabend legten Gemeindevertreter, Arbeitsgruppenmitglieder, Bürger und Pfarrer Rainer Berkholz auf dem Bürgersteig Blumen nieder. Günter Knobloch von der Arbeitsgruppe hat akribisch recherchiert und viele Daten und Fakten aus dem Leben von Moritz Haike zusammengetragen - bis zu dessen Abtransport im Januar 1944 in das jüdische Altersheim in der Großen Hamburger Straße in Berlin. Haike, geboren am 6. März 1867, war in
Auf dem Laufsteg durch die Kirche
Der kurz Internationaler Frauentag oder Weltfrauentag genannte Tag der Vereinten Natione n für die Rechte der Frau und den Weltfrieden wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigun g und das Wahlrecht für Fraue n . Nach dem Zweiten Weltkrie g wurde im geteilten Deutschland sehr unterschiedlich mit dem Frauentag umgegangen. 1946 führte die sowjetische Besatzungszone den 8. März wieder ein. In der DDR war der Frauentag durch seine Geschichte geprägt, er hatte zunächst den Charakter einer emanzipatorischen Veranstaltung und wurde erst in den späten Achtzigern festlicher, ungezwungener und weniger ideologisch begangen. Im Westen veranstalteten Sozialdemokratinnen zwar seit 1948 wieder Frauentage, doch ging die Bedeutung des Tages allmählich verloren. Erst mit dem Engagement der neuen Frauenbewegun g Ende der 1960er Jahre rückte der 8. März in der Bundesrepublik und anderen Ländern
Kälte verhindert höheren Spaßfaktor
Von Edgar Nemschok Bruchmühle Punkt gewonnen oder Punkt verloren ist eine Sache der Betrachtungsweise, auch im Fußball natürlich. Das Spiel der Landesklasse Ost zwischen der SG Bruchmühle und der SG Hangelsberg endete mit einem 1:1-Unentschieden - für Bruchmühle Punkte verloren und Hangelsberg zumindest einen Punkt gewonnen. Bei gefühlten Minustemperaturen, trotz teilweise wärmender Frühlingssonne, sahen die knapp 100 Zuschauer ein über weite Strecken ganz ordentliches Fußballspiel auf dem Kunstrasen des Sportplatzes am Bruchmühler Waldring. Beide Mannschaften hatten offensichtlich nach der langen Winterpause, für beide war es auch das erste Fußballspiel überhaupt im Jahr 2010, richtig Lust auf Fußball, obwohl eben der Winter noch deutlich zu spüren war. Den besseren Start hatten die Gäste, die nach knapp 15 Minuten eine dicke Möglichkeit vergaben. Der Schuss von Marcel Murglat flog am rechten Pfosten des Bruchmühler Tores vorbei. Doch dann erarbeiteten sich
Auf Feuerwehr ist Verlass
Altlandsberg (MOZ) Die sechs Ortsteilfeuerwehren mit den insgesamt 144 Einsatzkräften zogen auf ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz ihrer Arbeit. Dabei stellte Stadtbrandmeister Sebastian Nestroy fest, dass alle sowohl gut qualifiziert, gut ausgestattet als auch sehr engagiert seien. Allerdings macht ihm und auch Bürgermeister Arno Jaeschke die tagsüber geforderte Einsatzstärke Sorgen. Dennoch herrscht Optimismus - neun Jugendwarte kümmern sich um Feuerwehr-Nachwuchs. Von Irina Voigt Wie wichtig die Feuerwehr ist, hatten in den zurückliegenden Monaten sowohl der Altlandsberger Bürgermeister Arno Jaeschke als auch der Ortsvorsteher Ravindra Gujjula am eigenen Leibe verspürt, waren sie doch als Unfallopfer in Not und brauchten dringend Hilfe. "Da ist es sehr beruhigend, zu wissen, dass unsere Kameraden schnell zur Stelle sind, dass sie genau wissen, was zu tun ist und dass sie über moderne Technik verfügen", sagte Gujjula auf der Jahreshauptversammlung in der








