Streiks legen Griechenland lahm

Athen (dpa) Mit einer Streikwelle haben die griechischen Gewerkschaften das Land praktisch lahmgelegt. Sie protestieren am Donnerstag gegen die Sparpläne der Regierung zur Überwindung der Schuldenkrise. Besonders betroffen war der Verkehr. Da auch die Fluglotsen streiken, wurden seit Mitternacht sämtliche Flüge von und nach Griechenland gestrichen. Die Fluglinien hatten ihre Passagiere jedoch rechtzeitig informiert. Auch die Fähren zu den griechischen Inseln und die Eisenbahn wurden bestreikt. Der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, lobte derweil die griechischen Sparanstrengungen.

Die internationalen Finanzmärkte hätten den Sparkurs durchaus positiv aufgenommen, sagte Juncker auf NDR Info. "Daher kann von einem Ablenkungsmanöver der Griechen nicht die Rede sein." Er begrüßte zudem den Vorschlag, einen Europäischen Währungsfonds zu gründen. "Allerdings kann ein solcher Fonds nicht alle Probleme lösen", sagte er. Jeder Euro-Staat müsse seine ... mehr ->

 

Werfarbeiter demonstrieren für Erhalt der Nordic-Werften

Schwerin (ddp) Mehrere Hundert Werftarbeiter aus Norddeutschland haben am Mittwoch vor dem Schweriner Landtag für den Erhalt der Nordic-Yards-Schiffbaubetriebe und eine Verlängerung der Transfergesellschaften für die früheren Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde über den März hinaus protestiert.

Sie forderten zudem eine sichere Finanzierung des zu Monatsbeginn eingegangenen ersten Schiffbauauftrags seit der Werftenübernahme durch den russischen Investor Vitaly Yusufov im Spätsommer 2009. Die nach Angaben der IG Metall Küste rund 1200 Demonstrationsteilnehmer waren einem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt. Sie verlangten von der Landesregierung und vom Eigner klare Bekenntnisse zu den in den Strudel der Wirtschaftskrise geratenen Werften.

IG-Metall-Bezirksleiterin Jutta Blankau appellierte an Yusufov, die im Kaufvertrag zugesicherte Beschäftigung von mindestens 1200 Mitarbeitern einzuhalten, um den Weggang von hochqualifizierten Beschäftigten in andere Branchen und ... mehr ->

 

Kleinstunternehmen ohne EU-Bilanzpflichten

Straßburg (dpa) Das Europaparlament hat sich für eine Entlastung kleiner Betriebe von Bürokratie ausgesprochen. Die EU-Mitgliedstaaten sollen Unternehmen nach dem Willen der Abgeordneten bis zu einer bestimmten Größe künftig von den EU-Bilanzierungspflichten befreien können. Das beschloss das Europaparlament am Mittwoch in Straßburg. Allerdings müssen auch die EU-Mitgliedstaaten der Maßnahme noch zustimmen, wo der Vorschlag unter anderem bei Frankreich und Italien auf Bedenken stößt.

Die Unternehmen müssten zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Sie dürfen im Schnitt nicht mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigen sowie einen Jahresumsatz von höchstens einer Million Euro und eine Bilanzsumme von maximal 500 000 Euro haben. Nach Berechnungen der EU-Kommission soll die Maßnahme die gut 5,3 Millionen Kleinstunternehmen in der EU um etwa 6,3 Milliarden Euro im Jahr entlasten.

Es geht aber nur um die detallierten EU-Bilanzierungspflichten. Für die Steuererklärung wird ... mehr ->

 

Adlershof mit leichtem Umsatzminus - Zuversicht für 2010

Berlin (dpa) Trotz eines leichten Umsatzrückgangs 2009 geht der Wissenschafts- und Technologiestandort Adlershof mit Zuversicht ins Geschäftsjahr 2010. "Nimmt man die besondere Entwicklung bei der Solon SE außer Betracht, gingen die Umsätze im gesamten Adlershofer Gebiet nur um ein halbes Prozent, die Beschäftigung um knapp zwei Prozent zurück. Das ist gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein respektables Ergebnis", sagte WISTA-Management-Geschäftsführer Hardy Rudolf Schmitz auf der Jahrespressekonferenz am Mittwoch in Berlin. Der Umsatzeinbruch bem Solartechnik-Hersteller Solon SE von 815 Mio Euro (2008) auf 364 Mio Euro wurde dabei nicht einberechnet.

Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) betonte: "Das Adlershofer Erfolgsmodell hat längst erhebliche Strahlkraft auf andere Berliner Vorhaben entwickelt." Im Wissenschafts- und Technologiepark wurden 469 Mio Euro umgesetzt, das waren 3,7 Prozent weniger als 2008 (487 Mio). Nur zwei kleine Unternehmen mussten ... mehr ->

 

Naturkatastrophen und niedrige Zinsen belasten Munich Re

München (dpa) Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re stellt sich nach hohen Schäden aus Naturkatastrophen auf ein schwieriges Geschäftsjahr ein. Wegen der Belastungen durch den Orkan "Xynthia" und das Erdbeben in Chile sowie der niedrigen Zinsen dürfte der Gewinn in diesem Jahr zurückgehen, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in München.

Am angepeilten Überschuss von mehr als zwei Milliarden Euro in diesem Jahr hielt Konzernchef Nikolaus von Bomhard aber fest. 2011 sei dann wieder ein Gewinnanstieg in Sicht. Im vergangenen Jahr hatte die Munich Re noch 2,56 Milliarden Euro verdient. Weitere Geschäftschancen verspricht sich Bomhard durch den neuen Markenauftritt der Erstversicherungstochter Ergo und neue Lösungen in der Rückversicherung.

Mit dem Orkan "Xynthia", der Ende Februar in Europa wütete und mehr als 60 Menschenleben forderte, sowie dem Erdbeben in Chile mit mindestens 452 Toten hatte die Branche in den vergangenen Wochen zwei Großschaden-Ereignisse zu ... mehr ->

 

Wirtschaftskrise dämpft Eon-Geschäfte

Düsseldorf (dpa) Das mehrjährige starke Wachstum des Energieriesen Eon unter Vorstandschef Wulf Bernotat ist 2009 erstmals ins Stocken geraten. Der größte deutsche Gas- und Stromkonzern verzeichnete bedingt durch die fallende Gaspreise und die Wirtschaftskrise sowohl bei Umsatz als auch beim Gewinn leichte Rückgänge. So schrumpften die Erlöse um 6 Prozent auf 82 Milliarden Euro und der um Zukäufe bereinigte Konzernüberschuss um 5 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Bernotat zeigte sich dennoch zufrieden: Die Rezession habe zwar die Geschäfte beeinträchtigt, Eon habe aber Kurs gehalten.

Zum ersten Mal in der siebenjährigen Amtszeit von Bernotat soll bei Eon die Dividende nicht erhöht werden. Mit 1,50 Euro je Aktie liegt die Ausschüttung auf dem Niveau des Vorjahres, womit knapp 54 Prozent des Überschusses an die Eigentümer fließt. Damit halte das Unternehmen in seiner Ausschüttungspolitik den bisherigen Kurs bei, betonte Bernotat auf seiner letzten Bilanzpressekonferenz als ... mehr ->

 

Deutsche Exporte brechen zu Jahresbeginn deutlich ein

Wiesbaden (ddp) Die deutschen Exporte sind zum Jahresbeginn überraschend deutlich gesunken. Gegenüber Dezember gingen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 6,3 Prozent auf 63,9 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Analysten und der Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA) sehen jedoch in dem Rückgang lediglich einen Ausreißer. Auf Jahressicht stiegen die Exporte um 0,2 Prozent.

BGA-Präsident Anton Börner glaubt trotz des verhaltenen Starts an eine Erholung. Allerdings sei die Situation der Unternehmen bei der Absicherung von Exportkrediten nach wie vor angespannt. Lösungen für diese Probleme sieht Börner in einer Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes und in einer Verlängerung der erweiterten Deckungsmöglichkeiten durch die staatliche Exportkreditversicherung.

Commerzbank-Volkswirt Simon Junker sagte, dass diese "überraschend schlechte Zahl" vom Januar wohl nicht das Ende der ... mehr ->

 

Verband: Keine Rekorde mehr bei Auto-Zulassungen

Leipzig (ddp) Die Kfz-Neuzulassungen in Deutschland werden nach Schätzungen des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) auf absehbare Zeit nicht mehr über die Drei-Millionen-Marke hinauskommen. "Wir werden uns auf diese Zahlen einzustellen haben", sagte VDIK-Präsident Volker Lange am Mittwoch in Leipzig, einen Monat vor der Automobilmesse AMI.

Rekordwerte wie 4,2 Millionen neu zugelassene Wagen wird es nach Überzeugung Langes in Zukunft nicht mehr geben. Darauf müssten sich auch Industrie sowie Händler und Werkstätten einstellen.

In den ersten zwei Monaten des Jahres wurden laut Verband 376 000 Pkw neu zugelassen, ein Minus von 19,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gegenüber 2008, als es noch keine Abwrackprämie gab, ist es immer noch ein Rückgang von 16,3 Prozent.

Auch Elektroautos könnten an diesem Trend nichts ändern, sagte Lange. Das angestrebte Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen ... mehr ->

 

MySpace probt Neustart mit generalüberholter Website

New York (dpa) Das Online-Netzwerk MySpace will unter neuer Führung seine Plattform generalüberholen und damit wieder mehr Nutzer anziehen. Für die kommenden Monate seien zahlreiche Veränderungen geplant, berichtet die "Financial Times". Damit wolle sich Myspace wieder stärker als Forum für den Austausch von Musik und Medien profilieren. Mit einer Reihe neuer Feature könnten die Nutzer künftig zum Teil auch über verschiedene Netzwerke hinweg Musik und andere Inhalte untereinander austauschen.

Die Zeitung sprach erstmals mit der neuen Doppelspitze des Unternehmens. Vor knapp vier Wochen war Owen Van Natta als MySpace-Chef zurückgetreten, der erst neun Monate zuvor von Facebook zu MySpace gewechselt war. Die Führung des zum Medienunternehmen News Corp gehörenden Online-Netzwerks teilen sich seither Jason Hirschhorn und Mike Jones. MySpace hatte zuletzt massiv den Druck von Konkurrenten wie Facebook oder Twitter zu spüren bekommen. Facebook ist längst an MySpace vorbeigezogen ... mehr ->

 

Google startet Marktplatz für Bürosoftware

Mountain View (dpa) Google verstärkt seinen Angriff auf das Kerngeschäft von Microsoft und eröffnet für sein Bürosoftware- Angebot "Google Apps" einen Online-Marktplatz. Googles Geschäftskunden können über "Google Apps Marketplace" ab sofort auf zahlreiche Anwendungen von Dritt-Entwicklern zugreifen.

Der Marktplatz startet mit rund 50 Anwendungen von externen Entwicklern, darunter auch die kalifornischen Software-Hersteller Intuit und Manymoon. Er stehe ab sofort allen Kunden von "Google Apps Premier", der Standard-Version sowie der Version für Bildungseinrichtungen offen, teilte der Internet-Konzern am Mittwoch mit. Google Apps hat nach Angaben des Internetkonzerns über 25 Millionen Nutzer.

Neben kostenpflichtigen Angeboten für Unternehmen lassen sich Anwendungen aus Googles Büro-Software-Sammlung wie etwa der Kalender oder eine Textverarbeitung als Web-Anwendung auch kostenlos nutzen. Kostenpflichtige Versionen sind speziell für den Einsatz in Unternehmen und ... mehr ->

 

Tankjet-Jahrhundertdeal für EADS/Airbus geplatzt

Paris/Washington (dpa) Der Airbus-Konzern EADS ist beim "Jahrhundertgeschäft" mit der US-Luftwaffe für 179 Tankflugzeuge im Wert von 35 Milliarden Dollar aus dem Rennen. Der US-Partner Northrop Grumman zog das gemeinsame Angebot am Montag zurück. Er begründete das mit unfairen Wettbewerbsbedingungen. Die Ausschreibung sei voll auf den Konkurrenten Boeing zugeschrieben worden.

Airbus-Chef Thomas Enders warf der US-Regierung "Voreingenommenheit" vor. Das Pentagon äußerte sich "enttäuscht". Zugleich wies das Verteidigungsministerium den Vorwurf unfairer Wettbewerbsbedingungen zugunsten des amerikanischen Konkurrenten Boeing zurück, dem nunmehr das Feld allein überlassen ist.

Schon vor drei Monaten hatte Northrop Grumman (NGC) gedroht, das Handtuch zu werfen, weil mit gezinkten Karten gespielt werde. So hatte Boeing Einsicht in das Airbus-Preisangebot erhalten und konnte sein Angebot darauf abstimmen. NGC/EADS hatte den Tankerauftrag 2008 bereits gewonnen gehabt, auf ... mehr ->

 

EU-Kommission erlaubt Beihilfe für Eisenhüttenstadt

Brüssel (dpa) Der Bund darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission ein Klimaschutzprojekt im Stahlwerk von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt mit 30 Millionen Euro fördern. Die Brüsseler Behörde genehmigte am Dienstag die Investitionsbeihilfe. Die Vorteile für die Umwelt würden die potenziellen Wettbewerbsverzerrungen bei weitem überwiegen, entschied die Kommission. Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) in der Stahlindustrie werde erheblich sinken.

Im Rahmen eines internationalen Kooperationsprojekts setzt ArcelorMittal in dem Werk ein neuartiges Verfahren erstmals großtechnisch ein. Es soll den C02-Ausstoß bei der Stahlproduktion verringern. Das Know-How werde allen Partnern des Projekts zugute kommen, berichteten die Brüsseler Wettbewerbshüter. Nach dem Test in Eisenhüttenstadt soll eine größere Anlage im französischen Florange erprobt werden. Nach Ansicht der EU-Kommission ist die Finanzspritze des Staates nötig, da der Konzern das Verfahren sonst nicht einsetzen würde. ... mehr ->

 

"Diamant" feiert 125 Jahre mit DDR-Radrennfahrer Schur

Hartmannsdorf (dpa) Der älteste deutsche Fahrradhersteller "Diamant" feiert sein 125-jähriges Bestehen mit "Täve": Die DDR- Radfahrlegende Gustav-Adolf "Täve" Schur wird zum Firmenjubiläum am 23. April in Hartmannsdorf bei Chemnitz erwartet, wie das Unternehmen am Dienstag ankündigte. 2009 produzierten die derzeit rund 200 Mitarbeiter 146 576 Fahrräder - also rund 650 pro Tag. Das sind fast genauso viele wie zu DDR-Zeiten: Damals rollten laut Firmengeschichte jährlich 150 000 bis 180 000 Räder vom Band.

Der heute 79-jährige Schur habe "Diamant" mit seinen Siegen als aktiver Sportler zu einem bis heute ungebrochenen Kultstatus verholfen, hieß es. 2002 war der nach der Wende privatisierte Volkseigene Betrieb (VEB) vom US-amerikanischen Radhersteller Trek Bicycle übernommen worden.

1998 wurde die Produktion des zehnmillionsten "Diamant"-Rades gefeiert - damals noch unter Leitung der Schweizer Villiger-Gruppe. Gegründet worden war "Diamant" 1885 in Chemnitz von den ... mehr ->

 

ITB verzeichnet leichte Zuwächse und ist ausgebucht

Berlin (ddp) Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten legt die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin leicht zu. Auf der weltweit führenden Messe der Reiseindustrie sind ab Mittwoch mit 11 127 Ausstellern aus 187 Ländern so viele wie nie zuvor vertreten, wie der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke, am Dienstag auf der Eröffnungspressekonferenz sagte. Im vergangenen Jahr waren es 11 098 Aussteller aus ebenfalls 187 Ländern. Die fünftägige ITB ist den Angaben zufolge ausgebucht und belegt das komplette Messegelände mit 26 Hallen auf 160 000 Quadratmetern.

Auf der Messe werde die gesamte Wertschöpfungskette der internationalen Reiseindustrie präsentiert, sagte Göke. Zudem zeige die Messe mit neuen Segmenten wie dem Mobile Travel Service, dem Markt mobiler Internetdienstleister in der Reisebranche, "dass sie Trendsetter und Marktführer ist". Begleitet werde die ITB vom weltweit größten Fachkongress der Branche mit 100 Veranstaltungen und mehr als 200 ... mehr ->

 

Fast 30 Millionen Menschen kaufen über das Internet ein

Wiesbaden (ddp) Fast 30 Millionen Menschen in Deutschland haben im ersten Quartal 2009 Waren und Dienstleistungen über das Internet bestellt. Das waren 55 Prozent aller Internetnutzer in diesem Zeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März mitteilte. Gegenüber 2008 stieg damit die Zahl der Menschen, die im Internet kaufen, um knapp zwei Millionen.

Bezogen auf den Anteil der Internetkäufer haben den Statistikern zufolge Frauen mittlerweile zu den Männern aufgeschlossen. 54 Prozent der weiblichen und 55 Prozent der männlichen Internetnutzer kauften im ersten Quartal 2009 Waren über das Internet ein. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete dies bei den männlichen Internetnutzern ein Anstieg um einen Prozentpunkt, bei den weiblichen um drei Prozentpunkte.

Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, interessieren sich Männer und Frauen für unterschiedliche Produkte im Internet. Von den ... mehr ->

 

Bundesbank zahl 4,1 Milliarden Gewinn an das Land

Frankfurt/Main (ddp) Der Gewinn der Deutschen Bundesbank ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Der Jahresüberschuss sank von 6,3 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 4,1 Milliarden Euro, wie die Bundesbank am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Der Jahresüberschuss sei in voller Höhe an den Bund abgeführt worden.

Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist laut Bundesbank vor allem auf niedrigere Zinserträge zurückzuführen. Grund hierfür seien die in der Eurozone historisch niedrigen Leitzinsen gewesen, sagte Bundesbankpräsident Axel Weber.

Die Zinserträge gingen den Angaben zufolge von 16,9 Milliarden Euro im Vorjahr auf 7,6 Milliarden Euro zurück. Davon seien 6,6 Milliarden Euro (Vorjahr 15,4 Milliarden Euro) auf Zinserträge in Euro entfallen. Dem hätten Zinsaufwendungen von 3,5 Milliarden Euro (8,5 Milliarden Euro) gegenübergestanden, so dass sich ein Nettozinsertrag von 4,2 Milliarden Euro (8,4 Milliarden Euro) ergeben habe. Ein weiterer Ertragsfaktor seien die ... mehr ->

 

Griechenland wirbt in den USA um Unterstützung

Washington/Berlin (dpa) Im Kampf gegen Spekulanten wirbt das hochverschuldete Griechenland nach Gesprächen mit den Europäern nun bei der größten Wirtschaftsmacht der Welt um Unterstützung. Am Dienstag wollte der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou US-Präsident Barack Obama treffen. Experten erwarten nicht, dass Papandreou Obama um direkte Hilfe bitten wird.

Papandreou ist vielmehr an einer engen Zusammenarbeit im Kampf gegen Spekulationen interessiert. Diese hätten auch bei der schweren Schuldenkrise Griechenlands eine bedeutende Rolle gespielt. Eine europäische und amerikanische Kooperation sei von "überragender Bedeutung", damit die Krise nicht auf andere Teile der Welt übergreife, sagte Papandreou nach einem Treffen mit US-Außenministerin Hillary Clinton am Montag.

Griechenland und die Europäer hätten bereits Initiativen zur stärkeren Regulierungen von Spekulationen ergriffen. "Und ich hoffe, dass es eine positive Antwort auf dieser Seite des Atlantiks ... mehr ->

 

Paris und Berlin wollen Spekulanten bremsen

München (ddp) Deutschland und Frankreich wollen Spekulationsgeschäfte gegen Staaten und große Unternehmen mit einer gemeinsamen Initiative eindämmen. Die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe) berichtete vorab, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy wollten von EU-Kommissionschef José Manuel Barroso schriftlich eine Richtlinie gegen sogenannte Leerverkäufe von Aktien verlangen. Außerdem solle der Handel mit Kreditausfallversicherungen (CDS) eingrenzt werden. Zu den Verfassern der Erklärung gehörten auch der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, und der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou.

Bei ungedeckten Leerverkäufen veräußern Banken oder Investmentfonds Aktien, die sie gar nicht besitzen, mit dem Ziel, den Börsenkurs zu drücken und die Papiere dann günstig einzukaufen. Mit einer Kreditausfallversicherung können sich Käufer einer Staats- oder Firmenanleihe gegen einen Bankrott des Gläubigers ... mehr ->

 

Preise für Pauschalreisen im Februar gestiegen

Bottighofen (ddp) Die Preise für Pauschalreisen haben sich im Februar auf breiter Front erhöht. Besonders die Kosten für Familienurlaube in Ägypten verteuerten sich. Dies zeigt der Pauschalreise-Preisindex, den das Reiseportal HolidayCheck.de am Dienstag veröffentlichte. Im Durchschnitt aller Pauschalreisen lagen die Preise im Februar 2010 zwar noch um 1,3 Prozent unter denen des Vorjahresmonats. Im Januar waren dies jedoch minus 4,2 Prozent und im Dezember sogar minus 6,0 Prozent gewesen.

Für ihre Reise an den Nil mussten Familien im Februar kräftiger als zuvor in die Tasche greifen. Hatten die Durchschnittspreise im Januar noch um 9,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen, mussten Paare mit Kindern jetzt 7,0 Prozent mehr als im Februar 2009 zahlen. Die Preise für Paare stiegen im Vorjahresvergleich von minus 3,2 auf minus 0,1 Prozent.

Die Türkei ist trotz des Anstiegs der Preise für Pauschalreisen immer noch billiger als im Vorjahr. Familien zahlten ... mehr ->

 

Neuer Fall: Toyota Prius gerät außer Kontrolle

San Diego (dpa) Der nächste Ärger für Toyota: In Kalifornien ist ein Toyota Prius unkontrolliert über eine Schnellstraße gerast. Der Fahrer berichtete, das Gaspedal habe geklemmt. Erst ein zu Hilfe gerufener Highway-Polizist konnte das Gefährt letztlich stoppen - er setzte sich mit seinem Streifenwagen vor das Hybridauto und bremste es herunter. "Toyota hat einen Techniker nach San Diego geschickt, um die Meldung zu untersuchen", teilte der leidgeplagte japanische Hersteller am späten Montag mit.

Der Vorfall, den die Lokalzeitung "San Diego Union-Tribune" in allen Einzelheiten beschrieb, ereignete sich am Sonntag. Der Fahrer habe auf das Gaspedal getreten, um ein anderes Auto zu überholen. Dann hing das Pedal fest. Er habe versucht, es mit der Hand zu lockern und die Fußmatte wegzuziehen. Das habe nicht geholfen.

Der Wagen beschleunigte auf 150 Kilometer die Stunde. Der 61-jährige Fahrer wählte den Notruf. Der herbeigeeilte Polizist gab über Lautsprecher ... mehr ->

 

Daimler steigt bei Tata aus

Stuttgart (dpa) Daimler stellt sich in Indien neu auf. Die Stuttgarter haben sich von ihrer Beteiligung am Autobauer Tata getrennt und wollen auf dem schnell wachsenden Markt künftig ihre eigenen Aktivitäten verstärken. Die Anteile von 5,34 Prozent an dem indischen Hersteller seien an verschiedene Investoren abgegeben worden, teilte Daimler am Dienstag mit. Der Verkauf spült rund 300 Millionen Euro in die klammen Kassen der Schwaben.

Für den schnell wachsenden indischen Markt rüsten sich die Stuttgarter bereits seit Jahren. Derzeit baut Daimler in der südindischen Stadt Chennai ein neues Lkw-Werk. Dort sollen rund 700 Millionen Euro investiert werden. Von 2012 an will der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller dort Lastwagen für den indischen Markt bauen. Die Produktionskapazität liegt bis zu 70 000 Fahrzeugen pro Jahr.

Ursprünglich wollte Daimler seine Pläne gemeinsam mit dem indischen Mischkonzern Hero verwirklichen. Der Wunschpartner war aber vor knapp einem Jahr ... mehr ->

 

Unternehmensinsolvenzen stiegen 2009 an

Wiesbaden (ddp) Die Wirtschaftskrise schlägt auf die Zahl der Insolvenzen durch. Gegenüber 2008 stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im vergangenen Jahr um 11,6 Prozent auf 32 687 an, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Damit lagen die Unternehmensinsolvenzen erstmals seit 2003 wieder höher als im Vorjahr. Damals waren 39 320 Fälle registriert worden.

Der Verband der lnsolvenzverwalter Deutschlands (VID) erwartet in diesem Jahr einen weiteren Anstieg auf über 35 000 Firmenpleiten. "Die anhaltende Konjunkturschwäche und auslaufende Stützungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Kurzarbeit werden in 2010 zunehmend dazu führen, dass auch solide Unternehmen in Schwierigkeiten geraten", sagte der VID-Vorsitzende Siegfried Beck. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Rekordwert von knapp 40 000 Firmeninsolvenzen aus den Jahren 2003 und 2004 wieder erreicht wird.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, stieg die Zahl der ... mehr ->

 

Deutsche Post macht wieder Gewinn und sieht Licht

Bonn (dpa) Die Deutsche Post ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Außerdem blickt der weltweit tätige Logistikkonzern mit Zuversicht ins laufende Jahr. Unterm Strich verbuchte die Post 2009 einen Gewinn von 644 Millionen Euro - nach einem Milliardenverlust ein Jahr zuvor (rund 1,7 Milliarden Euro). Erreicht wurde dieses Ergebnis trotz der Konjunkturflaute vor allem durch einen rigiden Sparkurs sowie den Verkauf der Tochter Postbank an die Deutsche Bank. Für 2009 will die Post eine unveränderte Dividende von 60 Cent je Aktie ausschütten.

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise drückten 2009 stark auf Umsatz und operatives Ergebnis, die im Vorjahresvergleich deutlich schrumpften. Die Einbußen insgesamt konnten durch einen strikten Sparkurs begrenzt werden. Die Kosten wurden um rund 1,1 Milliarden Euro gesenkt.

"Wir haben die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise erfolgreich gemeistert und unsere Ziele für 2009 übertroffen", bilanzierte Post-Vorstandschef Frank ... mehr ->

 

Halbleitermarkt erholt sich nach massivem Einbruch

München (dpa) Nach einer jahrelangen Talfahrt hofft die deutsche Halbleiterbranche wieder auf bessere Geschäfte. In diesem Jahr werde der Umsatz voraussichtlich um 13 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro zulegen, sagte Ulrich Schaefer vom Branchenverband ZVEI am Dienstag in München. 2009 waren die Erlöse in Deutschland noch um ein Viertel auf knapp sieben Milliarden Euro geschrumpft. "Das ist massiv", erklärte Schaefer. Ursache sei vor allem der Nachfrage-Einbruch in der krisengeschüttelten Autobranche und in der Industrie gewesen.

Trotz des starken Umsatzrückgangs blieb die Autoindustrie wichtigste Abnehmerbranche für die Halbleiterhersteller in Deutschland. Generell habe die Abwrackprämie für Altautos im vergangenen Jahr noch Schlimmeres auch für die Halbleiter-Branche verhindert, sagte Schaefer.

Im laufenden Jahr werde sich das Automobilsegment zudem wieder erholen. Auch unter dem Zusammenbruch der früheren Siemens-Handysparte BenQ Mobile und Produktionsverlagerungen ... mehr ->

 

Bundesnetzagentur kippt Teil der Trassenpreisberechnung der Bahn

Bonn (ddp) Die Bundesnetzagentur hat einen Teil der Trassenpreisberechnung der Deutschen Bahn für die Nutzung des Schienennetzes gestoppt. Die Bundesnetzagentur erklärte den Zuschlag, den die Bahn auf ausgewählte Trassenpreise im Regionalverkehr erhebt, für ungültig, wie die Behörde am Montag in Bonn mitteilte. Der Zuschlag behindere den Zugang zur Eisenbahninfrastruktur "rechtswidrig", hieß es zur Begründung.

Die Auswahl der Strecken, auf denen die Bahn ihre Regionalfaktoren erhebe, sei sachlich nicht nachvollziehbar. Zudem seien die Regionalfaktoren je nach Regionalnetz unterschiedlich hoch, sodass die betroffenen Netze untereinander ungleich behandelt würden. Damit verstoße die Bahn gegen das Diskriminierungsverbot. Ab der Netzfahrplanperiode 2010/2011 darf nun die Bahn-Tochter DB Netz AG Regionalfaktoren bei der Trassenpreisberechnung nicht mehr anwenden.

Der Präsident der Behörde, Matthias Kurth, kritisierte weiter, dass die Bahn die Regionalfaktoren nicht in ... mehr ->

 
 

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