Falkenhagen . Die neue Mehrzweckhalle fürs Oderlandcamp ist fertig. Zwei Wochen früher, als geplant. Der Freizeiteinrichtung und ihren Gästen stehen damit jetzt neue Möglichkeiten offen.
Der Baubeginn hatte sich durch den langen Winter zwar etwas verzögert. Doch seit Ende März haben die Bauleute rangeklotzt und aufgeholt. Zwei Wochen früher als geplant, ist die Mehrzweckhalle fürs Oderlandcamp fertig geworden. Der ockerfarbene Neubau mit dem braunen Spitzdach ist nicht nur optisch eine Aufwertung für den Komplex am Falkenhagener Ortsrand. Vor allem eröffnet er neue Nutzungsmöglichkeiten für die vorwiegend jungen Gäste der Freizeiteinrichtung.
" Damit sind wir jetzt viel mehr wetterunabhängig. Und es besteht die Chance, die Auslastung noch weiter zu verbessern", freut sich Campleiterin Liane Jachnow. Rainer Roeck, Trainer der B-Jugend-Fußballer des Frankfurter Fußballklub Viktoria, die derzeit ihr Trainingslager in Vorbereitung auf die neue Saison im Oderlandcamp absolvieren, bestätigt das, indem er sagt: "Wir können und wollen jetzt auch ein Wintertrainingslager in Falkenhagen machen."
Die 220 Quadratmeter große neue Mehrzweckhalle mit ihrem modernen Sportfußboden bezeichnet Roeck als "klein, aber fein". Hier lasse sich mit kleineren Gruppen gut trainieren, so der Frankfurter Fußballtrainer, der seit fünf Jahren mit seinen Junioren ins Camp kommt.
In der kommenden Woche sollen die Basketballanlage, die Soccer-Tore, Volleyball- und Tennisnetze sowie Sportbänke und Matten für Judo- und Karatekämpfer und die große Sprossenwand geliefert werden, weiß Liane Jachnow. Wenn dann auch noch der Schallschutz an den Wänden und Schutzgitter vor den großen Fenstern angebracht sind, durch die viel Licht in die Halle fällt, kann das sportliche Treiben beginnen.
Interessenten, die die Halle nutzen möchten, haben sich schon gemeldet, berichtet die Campleiterin. So sind Karatekämpfer aus Wriezen und Neuenhagen zum Trainingslager ebenso angemeldet wie Chöre und Linedance-Gruppen. Studenten der Berliner Humboldt-Universität wollen ein Seminar in der Ruhe am Falkenhagener Waldrand abhalten.
Doch die Halle soll nicht nur sportlich, sondern auch für kulturelle Zwecke und Festlichkeiten genutzt werden. "Kinovorführungen, die bislang nur für kleine Gruppen möglich waren, können wir nun ein- bis zweimal pro Woche für alle Gäste anbieten", sagt Liane Jachnow. Außerdem können die Kinder- und Jugendgruppen ihre Diskos in die Mehrzweckhalle verlegen. "Da stören sie die anderen Mitbewohner nicht", freut sich die Campleiterin. Die Mehrzweckhalle wird mit einem Verbindungsgang an die Bettenhäuser und den Küchentrakt angebunden und auch für private Feierlichkeiten vermietet. Sie bietet bis zu 180 Gästen Platz.
Das Diakonische Werk Oderland-Spree als Betreiber des Camps hat sich den Hallenbau rund 200 000 Euro kosten lassen. Unterstützt wurde das Projekt von der "GlücksSpirale". Deren Träger, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, unterstützt damit das Konzept des Oderlandcamps. Die Einrichtung will Deutschlands erstes "alle inklusive" Feriencamp werden, in dem zugleich behinderte und nicht behinderte Gäste betreut werden.
Bereits jetzt ist die Einrichtung im Sommerhalbjahr gut ausgelastet. Im vorigen Jahr gab es mit 13 500 Übernachtungen einen neuen Besucherrekord. Alles sieht danach aus, als würde dieser 2009 schon wieder getoppt. Denn seit Anfang April ist das Oderlandcamp fast ständig ausgelastet. Hauptnutzer sind Kinder- und Jugendgruppen aus Berlin und Ostbrandenburg. Mit der neuen Halle hoffen Liane Jachnow und ihre 14 Mitstreiter, auch in der bislang besucherarmen Zeit im Winter nun eine bessere Auslastung zu bekommen .
Oderlandcamp, Tel. 033603 55600 , www.oderlandcamp.de
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