Kienitz . Schon lange, bevor das Fest auf dem Erlenhof startet, reiht sich Auto an Auto an der Straße. Hofchefin Barbara Brunat ist erleichtert. Es sei schließlich das erste Mal, dass sie einen Regionalmarkt in dieser Größe organisiert hat, unterstützt u.a. vom Letschiner Eisenbahnverein. Überall haben die Anbieter ihre Stände aufgebaut. Gleich am Eingang präsentiert Holger Niemann Produkte seines Straußenhofes "Weideblick" in Neufriedland. Straußenwurst?, staunen viele. Sie lassen sich von Familie Niemann erklären, dass die Fleischprodukte ihrer Tiere - verarbeitet werden sie von der Fleischerei Butschke in Wuschewier - weder Fett noch Cholesterin aufweisen. Und sie verraten, wie viel Straußeneier für zwei Liter Eierlikör nötig sind.
Hildegard Opper aus Berlin lässt mit ihren Aquarellbildern teilhaben an einer imposanten Landschaft. Am nächsten Stand gibt es Aufstriche, Schafprodukte, Honig und viele kleine Dekoartikel. Ingo Hoffmann erzählt den Gästen von seinem Erlebniskino in Ortwig Kruschke und dass er gerade eine Gartenbahn baut. Auf großen Tafeln zeigt er, was schon entstanden ist. In Barbaras Lädchen findet fast jeder ein Mitbringsel. Nebenan wird Kaffee und Kuchen angeboten, den man sich auf dem mitten im Grünen liegenden Hof schmecken lässt. Zu den Spinnerinnen hat sich an diesem Nachmittag auch die 96-jährige Hildegard Delegrad aus Berlin gesellt. Christa und Dietrich Menzel haben ihre Tante mitgebracht. Die Eberswalder touren gern durchs Oderbruch, sind bei einem Ausflug auf den Erlenhof gestoßen und kommen immer wieder gern hierher. Die alte Dame versteht ihr Handwerk. "Der Faden ist einfach perfekt", zeigt sich Barbara Brunat begeistert. Sie muss es wissen, denn auch sie versteht das Spinnhandwerk.
Nebenbei gibt es auch noch Livemusik. Ulli Hoffmann begleitet mit seiner Gitarre Carmen Lehmann. Und zu späterer Stunde spielt die Piano-Schulze-Boogieband auf.
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