. Sie sollten ihre ehrliche Meinung abgeben, hatte Planer Karsten Krüger die Kinder aufgefordert. "Ich sag euch jetzt, was wir hier bauen und ihr sagt mir, ob das cool ist oder nicht." Ein ganz klares "cool" bekamen die Rutsche, ein Fischernetz zum Klettern, Wasserspritzen, der Bach mit Stauwehr und der Kiosk. Nur für ein reserviertes "cool" reichte es für die Strandkörbe, eine Holzterrasse zum Liegen, einen Hai aus Holz und die sanitären Anlagen. Karsten Krüger zeigte sich mit dem Urteil der kritischen künftigen Nutzer insgesamt sehr zufrieden. "Da haben wir doch das meiste richtig gemacht", freute er sich.
Vor zwei Jahren hatte seine Firma mit den Plänen für die neue Plansche begonnen. Der alte Wasserspielplatz auf dem Grundstück an der Eberswalder / Börnicker Straße musste geschlossen werden. Er war in der Unterhaltung zu teuer, außerdem erwies sich die Abgas- und Feinstaubbelastung als zu groß. Seit den 60er-Jahren gab es die Plansche, die vor allem bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt war.
"Der traurige Abschied von der alten Plansche wird etwas leichter, wenn man sieht, was hier entsteht", fand jedoch gestern Bernaus Bürgermeister Hubert Handke, der bei dem Termin vor Ort zeigen wollte, wie weit die Arbeiten voran geschritten sind. "Wir haben auch zum ersten Mal so etwas gebaut und uns vorher schlau gemacht, was man dazu heute so alles benötigt." 1,2 Millionen Euro flossen aus dem städtischen Haushalt in das Projekt. An der Erschließungsstraße "An der Plansche" wird ebenfalls gebaut.
Die neue Plansche wird deutlich größer als die alte. Statt 1255, stehen den Besuchern künftig 3300 Quadratmeter zur Verfügung. Größer und tiefer wird auch das Becken. Künftig können die Kinder auf elf mal 18 Meter erste Schwimmversuche unternehmen. Das Wasser wird zwischen 30 Zentimeter und einem Meter tief sein.
"Damit können das auch Kindergärten nutzen als Vorstufe zu unserem Kita-Schwimmen in Waldfrieden", sagte Dezernent Eckhard Illge.
Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten im Eingangs-, Technik- und Sozialgebäude sind nicht von der Außenluft getrennt und daher nur in der Sommersaison nutzbar. Die soll in der neuen Plantsche aber mit Hilfe der Sonne verlängert werden, wie der Planer erklärte. "Das Wasser wird über eine Solaranlage erwärmt und außerdem wird es einen Wasserspielplatz geben. Daher kann die neue Plansche länger geöffnet bleiben als die alte." Die Spielangebote richten sich an Kinder zwischen 0 und 14 Jahren.
Ob der Eintrittpreis von 50 Cent für Kinder und einem Euro für Erwachsene gehalten werden kann, darüber wollte Eckhard Illge nicht spekulieren. "Wir werden einen Betreiber suchen. Der wird dann auch den Eintrittspreis festlegen." Die Stadt werde auf sozialverträgliche Preise dringen.
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