. Der Strausberger Unternehmer Iven hatte schon seit einiger Zeit Kontakt zum SoVD, war unter anderem bei der Einrichtung des Stützpunkts in der Hegermühlenstraße 9 c behilflich. "Er hat uns Fahrzeuge für den Transport und Reinigungsgeräte gestellt", berichtet Ludwig, der auf weitere enge Kontakte setzt. "Wir arbeiten viel mit Immobilienfirmen zusammen, nehmen öfter Beräumungen vor. Wenn da etwas Brauchbares dabei ist, können wir dem Verband helfen", erklärt Iven, der als Unternehmen einsteigt. Damit kommen Offerten des Verbandes wie bestimmte Beratungen auch seinen Mitarbeitern zugute. Lediglich für Klagen in Sozialfällen bedarf es einer Einzelmitgliedschaft.
Mit Mitglied Nummer 500 setzt der SoVD sein beständiges Wachstum in der Region fort. Erst im Februar war eine junge Familie als 400. Mitglied in den Bezirksverband aufgenommen worden. "Wir sind bundesweit die einzige Stelle mit solch einer Entwicklung", sagt Ludwig nicht ohne stolz. Mit Beate Blechinger (CDU) und Sibylle Bock (SPD) hat er prominente Politiker in der Gefolgschaft, Ravindra Gujjula (SPD) trägt sich mit Eintrittsgedanken, und auch Unternehmen von der Pflege bis zur Autowerkstatt sind schon im Bezirksverband.
Der war 1992 als Ortsverein in Strausberg gegründet worden. Vier Jahre später wurde daraus ein Orts- und Kreisverband, 2005 der Kreisverband Märkisch-Oderland, der die Ortsverbände Strausberg, Doppeldörfer (Petershagen-Eggersdorf und Fredersdorf-Vogelsdorf) und S 5-Region (Neuenhagen/Hoppegarten) umfasst. 2006 kam Wriezen hinzu, und 2008 schließlich wurde der Bezirksverband aus der Taufe gehoben, in den nun auch Schwedt, Fürstenwalde, Frankfurt (Oder) und Königs Wusterhausen eingeordnet sind - seit Anfang September zudem Ferch bei Potsdam. Aus 48 Mitgliedern 2005 sind inzwischen über 500 geworden. Das Durchschnittsalter liegt laut Ludwig bei 52 Jahren. "Aber es kommen immer mehr junge Leute, die Probleme haben, aber keinen Draht zum Jugendamt", erzählt er.
Seit Anfang dieses Jahres hat der SoVD seinen Sitz in der Hegermühlenstraße 9 c. Zuvor war der in der Seniorenresidenz Jenseits des Sees, doch dorthin hätten nur wenige Interessierte gefunden, erklärt der 54-Jährige. Allerdings bringt auch das neue Domizil ein Problem: Noch zahlt der Landesverband sozusagen als Starthilfe die Miete. Das soll allerdings nach dem ersten Jahr auslaufen. Angesichts der Tatsache, dass vier von fünf Euro Monatsbeitrag (mit Partner kostet es 7,15 Euro, für Familien neun) an den Landesverband abgeführt werden, haben Ludwig und seine rund 20 aktiven Mitstreiter, die allesamt ehrenamtlich wirken, kaum finanziellen Spielraum.
Der Verband berät in allen Fragen zu den Sozialgesetzbüchern, bereitet Anträge auf Grundsicherung vor und begleitet Klienten zum Jobcenter, organisiert Informationsnachmittage, Foren und einiges mehr. Im April 2010 gibt es den nächsten Aktionstag. Derzeit wird eine zentrale soziale Kontaktstelle für die Region vorbereitet. "Da sollen die Leute nach einer Viertelstunde rauskommen, und ihr Problem ist geklärt", erläutert Ludwig. Ab Oktober soll ein Runder Tisch klären, wer in das Netzwerk eingebunden wird.
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