. Physik, Chemie, Bio oder Mathe - die naturwissenschaftlichen Fächer wecken bei vielen nur negative Assoziationen an die Schulzeit. Der Nano-Truck vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zeigt, dass Naturwissenschaften mehr sind als nur schnöde Rechenformeln.
Für zwei Tage macht der Truck Halt in Frankfurt - bereits am Mittwoch hatten Schülergruppen die Möglichkeit, sich in dem in ein Forschungslabor umgebauten Truck über Nanotechnologie zu informieren. Dr. Markus Döring, projektbegleitender Wissenschaftler und Ansprechpartner für die Besucher, beantwortete anschaulich alle Fragen zum Thema: "Ein Nanometer ist so unglaublich winzig, dass man sich das nur schwer vorstellen kann. Ein menschliches Haar müsste ungefähr 50 000 Mal gespalten werden - so klein ist in etwa ein Nanometer." Die Schüler des Oberstufenzentrums zeigten sich beeindruckt. Sofort fallen ihnen viele Beispiele ein, in denen die Nanotechnologie schon zum Alltag gehört - im Handy zum Beispiel, wo mit Hilfe dieser kleinsten Teilchen viele Informationen auf wenig Platz gespeichert werden können.
Die 22-jährige Christin Heier schaut sich interessiert im Innern des Trucks um. Hier findet sie viele Experimente rund ums Thema und kann so die in der Schule gelernte Theorie in die Praxis umsetzen: "Es ist spannend endlich einmal auszuprobieren, wovon man sonst immer nur im Klassenzimmer gehört oder gelesen hat."
Mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da: der Nano-Truck ist bereits seit anderthalb Jahren in Deutschland unterwegs, 100 000 Besucher haben sich bisher über Forschung und Zukunft rund um die Nanotechnologie informiert.
Dr. Markus Döring freut sich über das große Interesse: "Unser Forschungsfeld ist ein spannendes Gebiet, und es freut mich, wenn die Besucher neugierig nachfragen. "
Der Truck fährt Donnerstagnachmittag weiter - die positiven Eindrücke bleiben. Und haben bestimmt nicht mehr viel gemeinsam mit den negativen Assoziationen zu Naturwissenschaften aus der Schulzeit. dj
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