Ahrensfelde . Nach den Bürgerprotesten über Baumfällungen in der Ahrensfelder Goethestraße haben die Kreistagsabgeordneten Falk Hennersdorf (CDU) und Johannes Madeja (Freie Wähler/Grüne) Akteneinsicht beim Landkreis Barnim genommen. Allerdings, so Hennerdorf auf Anfrage der MOZ, habe sich der Verdacht auf Fehler der Behörde nicht bestätigt. "Der Ärger auf die Verwaltung war nicht berechtigt, beim Kreis wurden die Vorgänge ordentlich abgearbeitet", so die Einschätzung des Abgeordneten. Es habe ein staatlich bestellter und vereidigter Baumgutachter die Bäume in Ahrensfelde untersucht und wegen des schlechten Zustandes zur Fällung empfohlen. "Allerdings mit der Auflage, Nachpflanzungen vorzunehmen", so Hennersdorf.
Als bedenklich sei die Straßenbreite eingeschätzt worden. Eine vier Meter breite Straße mit Schotterstreifen mache die Begegnung zweier Lkw fast unmöglich. Aus diesem Grund habe die Gemeinde eine breitere Straße beantragt. "Dieser Antrag wurde beim Kreis ordnungsgemäß in einem mehrstufigen Verfahren bearbeitet. In der unteren Verkehrsbehörde kam der Wunsch der Gemeinde zur Sprache und wurde befürwortet. Danach befasste sich die untere Naturschutzbehörde mit der Frage, welche Konsequenzen sich aus einer breiteren Straße für die Bäume ergeben." Erst nach sorgsamer Prüfung habe Solyeig Opfermann, Leiterin der untere Naturschutzbehörde, der Fällung zugestimmt.
Zugleich mahnte Hennersdorf zur Besonnenheit: "Im Ärger werden schnell mal Anschuldigungen vorgetragen. Aber wer einen staatlich bestellten Gutachter beschuldigt, Gefälligkeitsgutachten zu erstellen, der begibt sich auf ein Terrain, das auch strafrechtlich relevant wäre. Ein Gutachter lebt von seinem Ruf. Wer den beschädigt, sägt an der wirtschaftlichen Grundlage des Gutachters."
Hennersdorf wies schließlich den Vorwurf zurück, die Gemeinde habe an den Bürgern vorbei gehandelt. "Für diese Behauptung gibt es keinen Anlass. Ich habe die Gemeindebeschlüsse selbst gesehen."
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