Erkner . Von Anke Bei ß er
Nach achtjähriger Pause sind am Sonnabend in Erkner erstmals wieder junge Leute mit dem Jugendkunstpreis geehrt worden. Der Verein Kunstfreunde hatte den Wettbewerb mit der Stadt sowie der Wohnungsgesellschaft als starken Partnern an der Seite neuaufgelegt. 67 gaben ihre Arbeiten ab.
Vereinsvorsitzende Sigrid Riedel freute sich bei der Festveranstaltung im Erkneraner Rathaus über die gelungene Neuauflage des 1993 erstmals ausgelobten und 2001 quasi eingefrorenen Jugendkunstpreises. Wenn alles gelaufen ist, seien die Mühen und Unwägbarkeiten vergessen. Ja, es soll 2010 weitergehen. Der diesjährige Wettbewerb und die zugesagte Unterstützung der Sponsoren, der Stadt und des Landkreises ermutigten dazu.
Die größte Motivation aber sind die jungen Leute sein, die nicht nur kreativ sind, sondern sich auch noch trauen, ihre Arbeiten einer Jury zu präsentieren. Für die 15 Preisrichter keine leichte Aufgabe. Sie hatten die Beiträge von 67 Bewerbern (unterteilt nach Altersklassen 14 bis 17 und 18 bis 26 Jahre) in den Kategorien Literatur (9), Musik (10) und Bildende Kunst (48) zu beurteilen.
Die Preisträger waren am Sonnabend die geladenen Gäste im Bürgersaal. Während sich manche offenbar siegessicher dem Wettbewerb gestellt hatten und nun nicht überrascht waren, im Publikum zu sitzen, schauten andere etwas ungläubig und sehr gespannt drein. Letztlich aber waren alle stolz und freuten sich über die Ehrung.
Zu den Ausgezichneten gehörten Max Rausch (Musik) und Martin Kiemann (Literatur). Obwohl erst 12 und so eigentlich gar nicht zugelassen, würdigte die Jury ihre Leistung mit je einem Förderpreis. Dass die Berlin-Brandenburger A-Capella-Band "vokalverkehr" einen 1. Preis mit nach Hause nehmen konnte, bedurfte spätestens nach ihrem komödiantischen Rap-Auftritt keiner Kommentierung. "Das ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit", sagte denn auch der Schöneicher Leopold Hoepner der MOZ. Daniel Bandke (25) aus Erkner hatte in allen drei Kategorien eingereicht und staunte nicht schlecht über seine zwei dritten Preise (Musik, Bildende Kunst). Und Johanna Fechner, die das Hobby Malen als Ausgleich zu ihrem Studienalltag sieht, wurde mit einem 1. Preis ihr Talent bestätigt.
Übrigens konnte sich auch Henriette Brendler (25) aus Fürstenwalde über einen 1. Preis freuen. Neben dem Studium ist sie als MOZ-Autorin tätig und betreut die wöchentliche historische Serien "Fürstenwalde vor ...".
Literatur - 1. Preis: Henriette Brendler, Förderpreis: Martin Kiemann, Musik (14 bis 17 Jahre) - 1. Preis: Jasmin Hubert, 2. Preis: Vivian Rinza und Christian Kaden, Förderpreis: Max Rausch, (18 bis 26) - 1. Preis: A-Capella-Band "vokalverkehr" (Stefan Intemann, Christian Feye, Leopold Hoepner, Sebastian Hengst, Philipp Meixner), 2. Preis: Band "Balcanium" (Jer ô me Beyer, Sebastian Gohlke, Luis Mertineit, Steffen Heschke, Dennis Orphal), 3. Preis: Daniel Bandke, Bildende Kunst (14 bis 17) - 1. Preis: Judie Hospodura, 2. Preis: Sandra Ehlert, 3. Preis: Sarah Rudolph, Eric Trebs, (18 bis 26) - 1. Preis: Alexandra Stelzig, Johanna Fechner, 3. Preis: Karolin Lindner, Daniel Bandke, Henrico Triepel
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