Falkenhagen . Im Oderlandcamp geht die Saison ab der kommenden Woche in die heiße Phase. Die Jubiläumssaison - es ist bereits die zehnte - verspricht in mancher Hinsicht, eine besondere zu werden. Darauf lassen die Rekordzahl von 13 000 Übernachtungs-Anmeldungen und der geplante Neubau einer Mehrzweckhalle hoffen.
"Der Besucheransturm beginnt nächste Woche", sagt Liane Jachnow. Da kommen Stammgäste aus einer Berliner Kita. Und dann geht es stetig aufwärts mit der Auslastung der Freizeiteinrichtung des Diakonischen Werkes Oderland-Spree. Denn: "Wir haben bereits jetzt rund 13 000 Übernachtungs-Anmeldungen - so viele wie nie zuvor", freut sich die Leiterin des Oderlandcamps. Dabei hatte schon die Saison 2007 mit rund 10 000 Übernachtungen einen neuen Besucherrekord gebracht.
In dieser Saison lockt die Falkenhagener Einrichtung aus einem guten Grund mit Rabatten bis zu 20 Prozent: Die Einrichtung feiert 2008 ihren 10. Geburtstag. Vor zehn Jahren hatte das Diakonische Werk mit dem Landkreis den Nutzungsvertrag über das einstige Altenpflegeheim geschlossen und mit dem Um- und Ausbau begonnen. Inzwischen hat die Diakonie die Immobilie gekauft.
Zwischen Juni und August seien kaum noch Plätze frei, sagt Liane Jachnow mit Blick in die Belegungsstatistik. Sie und ihre fünf anderen fest angestellten Kollegen, die drei Zivis und Praktikanten aus dem Christlichen Jugenddorf in Seelow bereiten das Camp derzeit auf den Besucherandrang vor. Dabei hat die Saison schon am 1. März begonnen. Das frühe Osterfest hat auch der Falkenhagener Einrichtung schon beizeiten Gäste beschert.
Darunter waren Mitglieder eines Berliner Karatevereins. "Wir sind in den letzten Jahren immer mehr zum Anlaufpunkt für Sportgruppen aller Art, für Chöre, Tanzgruppen und andere Vereine geworden, die bei uns Trainings- oder Probenlager durchgeführt haben", erzählt die Leiterin des Oderlandcamps.
Doch je stärker die Auslastung des Hauses, umso schwieriger sei es, den Speisesaal für die Proben oder das Training zu räumen. Denn der Speisesaal ist nun mal der größte Raum in dem Komplex. Liane Jachnow ist deshalb glücklich mitteilen zu können, dass der Vorstand des Diakonischen Werkes grünes Licht für den Neubau einer Mehrzweck- und Sporthalle gegeben hat. Derzeit würden die vorbereitenden Arbeiten einschließlich der Planung laufen, informiert die Camp-Chefin.
Die Halle, die in diesem Jahr fertig werden soll, werde nicht nur den Gästen des Oderlandcamps, sondern auch anderen Einrichtungen des Diakonischen Werkes Oderland-Spree zur Verfügung stehen, kündigt Liane Jachnow an. Mit dem Baubeginn rechnet sie frühestens im Juli.
Schon früher werden im schmucken Gewölbekeller des Camp-Haupthauses Ausbauarbeiten beginnen. Und zwar durch Mitglieder des Falkenhagener Heimatvereins. "Wir haben dem Verein die Räume für die Einrichtung ihrer Heimatstube angeboten, nachdem wir gelesen haben, dass der Verein sein bisheriges Domizil verlassen musste", erklärt Liane Jachnow. Der Verein habe das Angebot gern angenommen. Zumal er die Räume kostenfrei nutzen darf.
"Die Sache nutzt schließlich beiden Seiten", meint die Camp-Chefin. Sie bekommt ein zusätzliches Informationsangebot für ihre Besucher und der Heimatverein ausreichend Platz, um das umfangreiche Ausstellungsmaterial zur Ortsgeschichte ansprechend zu präsentieren. Außerdem müssen Radtouristen keinen Umweg machen, um sich die Heimatstube anzusehen. Denn der neue Radweg auf der Trasse der ehemaligen Oderbruchbahn führt direkt am Oderlandcamp vorbei.
Für den August bereiten die Mitarbeiter des Oderlandcamps eine weitere Premiere vor: Vom 10. bis 16. August soll sich der gesamte Komplex in ein Ferienlager verwandeln. Dieses gestalten die Falkenhagener gemeinsam mit dem 1. Ostdeutschen Projektzirkus "André Sperlich".
Oderlandcamp in Falkenhagen, Tel. 033603 556 00; www.oderlandcamp.de
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