Buckow . Ob das Hohensteiner Storchenpaar bereits sein erstes Ei oder gar mehrere Eier im Nest hat, lässt sich selbst anhand der im Internet unter www.adebar24.de abrufbaren Webcam-Bilder leider nicht erkennen. Wer so in einen Horst hineinschauen möchte, muss da schon bei den Vetschauer Internetstörchen unter www.storchennest.de vorbeischauen, wo eindeutig mehr zu sehen ist. Und dort wurde das erste Ei am Donnerstag vermeldet.
Dennoch bleiben die Nester in der freien Natur meist selbst von neugierigen Blicken verschont. Umso interessierter scheinen dann aber Anwohner, Spaziergänger oder Vorbeifahrende auf das Treiben rundherum zu achten, und soll es sogar Leute geben, die angesichts des Storchenpaars bei Schönwetter säuerlich reagieren, wenn sie ihre Fotokamera nicht dabei haben.
So etwas passiert den Naturwächtern im Naturpark Märkische Schweiz allerdings nur ganz selten. Ob Kamera oder Fernglas - sie haben meist die entsprechende Ausrüstung dabei. Und manchmal kommen sie den Adebars ganz nahe. Zum Beispiel jüngst, als sie kurz vor deren Ankunft die Horste unter anderem in Ihlow und Altfriedland repariert haben. Laut Naturwachtleiter René Klinger gibt es zurzeit acht Weißstorchenpaare, die dabei sind, ihre Nester zu beziehen. Der Weißstorch könne bis zu 35 Jahre alt werden. Beide Partner brüten von Mitte April bis Ende Juli für etwa 32 Tage. Vom Schlupf der drei bis fünf Jungen bis zum Ausfliegen vergehen dann rund zwei Monate. In dieser Zeit werden Futter und Wasser von den Elterntieren im Kehlsack zum Nest gebracht und ausgewürgt. Die Störche ziehen Ende August ins Winterquartier nach Afrika. Der Weißstorch benötigt neben einem geeigneten Brutplatz als Lebensraum offene und extensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen in strukturreichen Agrarlandbereichen. Dort findet er ausreichend Nahrung. Umwelteinflüsse in Kombination mit den Gefahren auf dem Weg nach Süden werden heute als größte Bedrohung für die Art angesehen.
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