Berlin . Die Stiftung Denkmalschutz Berlin hat in den zehn Jahren ihres Bestehens bisher zehn Denkmale in der Hauptstadt wie das Brandenburger Tor und das Strandbad Wannsee saniert. Drei Vorhaben sind zurzeit in der Projektentwicklung. Allein für das Strandbad Wannsee mit seinen historischen Anlagen gingen etwa 1000 große und kleinere Spenden ein.
Die Stiftung Denkmalschutz Berlin hat in den zehn Jahren ihres Bestehens bisher zehn Denkmale in der Hauptstadt saniert. Dazu zõhlt auch das Brandenburger Tor. Foto: dpa
Etwa zwölf Millionen Euro konnte die Stiftung durch die Vermarktung von Werbeflächen einnehmen, mehr als eine Million Euro kamen durch Spenden und Stiftungen noch dazu, teilte die Stiftung am Montag in Berlin mit. Die Idee mit den Werbeflächen geht auf eine Initiative der Pfarrerin Sylvia von Kekulé zurück, die mit Werbung an der Fassade der Gedächtniskirche Spenden zur Sanierung des Berliner Wahrzeichens erzielt hatte.
Durch die Aktivitäten der Stiftung Denkmalschutz seien dem Land Berlin bisher etwa 30 Millionen Euro für die Sanierung, die Rekonstruktion und die Unterhaltung der Denkmale erspart worden, womit der Landeshaushalt erheblich entlastet worden sei, betonten deren Vertreter am Montag. "Zahlreiche Denkmale in Berlin drohten und drohen noch heute zu verfallen und vielleicht gar verloren zu gehen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Lothar de Maizière. "Umso wichtiger erschien damals wie heute, privates Kapital für die Rettung landeseigener Denkmal aufzubringen."
Laut de Maizière stößt das Prinzip "Denkmalsanierung über Werbeeinnahmen" im politischen Raum seit einigen Jahren "zu Unrecht" auf pauschale Ablehnung und Widerstand. "Diese kurzsichtige und oberflächliche Einstellung kostet das Land Berlin jedes Jahr einen Millionenbetrag." Die Stiftung werde aber weiterhin Denkmale in Berlin erhalten, betonte de Maizière.
Mit einem Festakt im Neuen Museum feiert die Stiftung Denkmalschutz Berlin am 2. Dezember ihr zehnjähriges Bestehen. Dazu werden auch Bundestagspräsident Norbert Lammert, der Landeskonservator Jörg Haspel, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger und de Maizière erwartet.
Die Stiftung setzt sich für einen ebenso sensiblen wie fachgerechten Umgang mit Denkmalen ein. Sie ist eine Bürgerstiftung ohne Beteiligung des Landes, die zur Erfüllung ihres Stiftungszweckes auf ein breites bürgerschaftliches Engagement angewiesen ist.
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will nach den Worten ihres Präsidenten Hermann Parzinger die Dokumentation von Christo zu seiner spektakulären... mehr
Wirbel um Kunstmäzen Berggruen - Stiftung verteidigt Ankauf (Mit Bild) Eine neue Biografie über den Berliner Kunstsammler Heinz Berggruen hat in der... mehr
Autorin Vivien Stein wirft dem Sammler Steuerhinterziehung und Geldgier vor Die Sammlung Berggruen in Berlin gilt als eine der weltweit wertvollsten Sammlungen... mehr
Ohne rührige Vereine in den Ortsteilen wäre das gesellschaftliche Leben in der Stadt um ein Vielfaches ärmer. Die Stadt unterstützt daher jedes Jahr Projekte und Vorhaben, für deren Umsetzung auf die finanzielle Unterstützung gehofft wird. Für das... mehr
