Panketal . "Das ist einfach zu teuer." Panketals Bürgermeister Rainer Fornell, eigentlich bekennender Befürworter einer neuen Sporthalle in Schwanebeck, zeigte sich am Montagabend bei der Gemeindevertretersitzung sichtlich verärgert. Und zwar über die Tatsache, dass aus 2,5 Millionen Euro veranschlagten Kosten schon 3,6 Millionen geworden. Ohne einen Spatenstich. Nur im Zuge der Planung, nachdem Ende vergangenen Jahres das Berliner Büro Anderhalten Architekten den Zuschlag bekommen hatte.
Noch deutlichere Worte fand Michael Wetterhahn: "Wir sind über den Löffel balbiert worden." Denn, sagt Eva Schmidt, das eine der sechs Architektenbüros, das von Anfang an von 3,5 Millionen Euro als Kosten gesprochen hatte, war sofort aus dem Wettbewerb herausgefallen. Bürgermeister Fornell erinnerte daran, dass man zwar die alte Halle weiter betreiben wollte, um den Schulsport während der Zeit der Bauarbeiten zu sichern. Und um sie später noch eine Weile für den Vereinssport nutzen zu können. "Mit der vorliegenden Planung aber werden wir die alte Halle nie mehr los." Dazu sei alte und neue Halle viel zu eng verknüpft. Damit schaffe man Überkapazitäten. Zudem sei der Kostenrahmen Teil der Aufgabenstellung für die Architekten gewesen.
Peter Thiele kritisierte die mangelhafte Planung des Büros, die frühzeitig angebrachte kritische Anmerkungen der Gemeindevertreter nicht beachtet habe. Und Jürgen Rochner befand schlicht: "Wir haben keinen Goldesel." Und weil das so ist, wollten die Gemeindevertreter den Architekten die Kostenexplosion nicht durchgehen lassen- und mochten die Entwurfsplanung daher nicht bestätigen. Nun soll die Verwaltung Kontakt zum Berliner Büro aufnehmen mit dem Ziel, die Kosten deutlich zu reduzieren.
Viel unspektakulärer - und einstimmig - wurde eine ja durchaus nicht selbstverständliche Annäherung in die Wege geleitet. Nun hat auch Panketal zugestimmt, nach Wegen zu suchen, wie eine künftige, gemeinsame Trinkwasserversorgung der Region Panketal, Bernau und Biesenthal aussehen könnte. Und falls sich eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung abzeichnet, könnte auch die Panketaler Abwasserversorgung in eine gemeinsame Gesellschaft einbezogen werden. Und auch wenn Bürgermeister Fornell betonte: "Dies ist noch keine Weichenstellung", wurde deutlich: Die Zeichen stehen auf Einigung - in welcher Organisationsform auch immer.
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