Golzow . Ein Termin für den Baustart einer 70 000 Tonnen Getreide fassenden Getreidelagerhalle in Golzow steht noch nicht fest. Darüber informierte Planer Joachim Bernhardt. Erst zum Monatsende werde es die Abstimmungsrunde mit dem Bauherren, der Märkischen Kraftfutter GmbH (Märka), geben. Märka-Geschäftsführer Matthias Krispin: "Intern rechnen wir damit, dass erst die Ernte 2011 in die neue Halle eingelagert werden kann. Sonst hätten wir im Herbst schon beginnen müssen." Das Bauwerk wird 110 Meter lang, 81 Meter breit und 17 Meter hoch. Der Maschinenturm wird 26 Meter hoch. Derzeit wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erarbeitet, der sämtliche Auswirkungen des Baus und Betriebs der Anlagen analysiert und berücksichtigt. "Der Umfang der Untersuchungen reicht vom möglichen Zu- und Abgangsverkehr bis zur Regenentwässerung in dem Gelände", informierte Ralf Meier vom Planungsbüro Pro 3, das von der Gemeinde mit der Planung beauftragt wurde. Die Auflagen, vor allem aus umweltschutzrechtlicher Sicht, müssen im Vorfeld des Baugenehmigungsverfahrens geklärt werden. Märka will zudem die Zufahrtsstraßen zur B1 ertüchtigen.
Ein baugleiches Lager hat Märka bereits in Eberswalde errichtet. Ursprünglich sollte es eine Anlage für 90 000 Tonnen werden. "Wir investieren für die Ernte 2010 zunächst noch einmal in ein Silo in Eberswalde", so Märka-Chef Matthias Krispin.
Die Bauplanung und die Flächenutzungsplanung laufen parallel. Im Dezember hatten die Gemeindevertreter die Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen. Die Baufläche, das ehemalige Trockenwerk, wird nun als Gewerbefläche, nicht mehr als landwirtschaftliche Fläche eingestuft. Denn bei der Getreidelagerung handelt es sich nicht um eine landwirtschaftliche Nutzungsart
Erst dann, wenn die Planungsphase abgeschlossen ist und die Baugenehmigung vorliegt, kann der Investor daran gehen, die alte Speicheranlage abzureißen.
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