Fürstenwalde . 2010 ist das letzte Jahr, in dem die Lokale Koordinierungsstelle 100 000 Euro Fördermittel aus dem Bundesprogramm "Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" vergeben kann. Vereine, Stiftungen und andere Einrichtungen, aber auch kleinen Gruppen und Initiativen, können sich bewerben.
Nachhaltigkeit ist das große Stichwort, das über der letzten Förderperiode für den Lokalen Aktionsplan für die Stadt Fürstenwalde, die Gemeinde Steinhöfel und das Amt Odervorland steht. "Unser Ziel ist es, die seit 2007 entstandenen Projekte und Strukturen zu festigen, sodass sie auch nach dem Ende des Förderprogrammes weiter bestehen und wirken können", sagt Katharina Golm von der Lokalen Koordinierungsstelle. Denn: "Von einmaligen Aktionen hat man nicht so viel. Es geht darum, langfristige Prozesse anzuschieben." Daher werde in diesem Jahr der Fokus auf die Bereiche gelegt, in denen bislang die größten Entwicklungen festgestellt werden konnten. "Dennoch sind wir offen für neue Ideen und Themenbereiche", betont Katharina Golm und fügt hinzu: "Wir sind sehr zufrieden, was in den vergangenen Jahren an Projekten entstanden ist."
In den Jahren 2007/2008 erhielten so 23, im vergangenen Jahr 12 Einzelprojekte eine Förderung. Der Lokale Begleitausschuss hat auf seiner ersten Sitzung am 25. Januar für dieses Jahr bereits vier Vorhaben bewilligt. So soll beispielsweise an das Projekt der RAA "Demokratie und Vielfalt in Kita und Hort erleben" angeknüpft werden, das "im Vorjahr sehr gut angenommen und nun weiterentwickelt und auf eine breitere Basis gestellt wurde", so Katharina Golm. Ebenfalls fortgeführt wird die Arbeit des Evangelischen Kirchenkreises in der Gemeinde Steinhöfel zur Vernetzung der Dörfer, Stärkung des ehrenamtlichen Engagement der Bürger und Entwicklung gemeinsamer Visionen für den ländlichen Raum. "Dort wurde im Vorjahr ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, das Grundlage eines Netzwerkes ist", so Katharina Golm, "in diesem Jahr gilt es, Strukturen zu schaffen, die über Jahre hinweg arbeitsfähig sind."
Pro Projekt können maximal 20 000 Euro Förderung gewährt werden. Für kleinere Gruppen, wie Jugend- oder Elterninitiativen, wurde der sogenannte Aktionsfonds geschaffen. Sie können bis 500 Euro beantragen. 2009 wurden auf diese Weise elf kleinere Maßnahmen unterstützt, die Idee kam so gut an, dass der Aktionsfond von ursprünglich 3000 auf 5000 Euro aufgestockt werden musste. Auf diese Weise konnten vor der Fürstenwalder Kulturfabrik das Vietnamesische Kinder- und Familienfest stattfinden und die Kinder und Jugendlichen des Heimes Alreju schöne Weihnachtsfeiertage verbringen. Im ländlichen Raum wurde der Aktionsfond von einer Heinersdorfer Elterninitiative genutzt, die mit Kindern ins Jüdische Museum fuhr, um diesen jüdisches Leben und Traditionen, aber auch den Holocaust nahe zu bringen. "Wer eine Idee hat, kann sich jederzeit an uns wenden", so Katharina Golm. Die Koordinierungsstelle unterstütze dann auch bei der Antragsstellung.
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