. Von Gabriele Mittag *
Eberswalde Die Fachhochschule Eberswalde bekommt am 26. März den Namen "Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)" verliehen. Zum Festakt wird auch Martina Münch, Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, in der Stadt erwartet.
Seit der Wiedereröffnung im Jahr 1992 hat die Fachhochschule ihr Angebot erheblich erweitert und sich bundesweit einen Namen als grüner Studien- und Forschungsstandort gemacht. In Zukunft macht sie dieses bundesweit einmalige Profil auch im Namen sichtbar.
Der Festakt im Haus Schwärzetal beginnt um12.30 Uhr. Den Festvortrag hält Volker Hauff, Vorsitzender des Nachhaltigkeitsrates der Bundesregierung. Der Titel seines Vortrages lautet "Nachhaltigkeit. Karriere eines Begriffs."
Interessierte erhalten im Anschluss eine Führung durch den Forstbotanischen Garten der Hochschule.
"Die Umbenennung der Fachhochschule ist die konsequente Folge des besonderen Profils unserer Hochschule", so der Präsident Wilhelm-Günther Vahrson. "An unserem neuen Namen erkennt man unser Programm, dem sich alle Fachbereiche verpflichtet fühlen", fügt er mit Nachdruck hinzu.
Themen wie nachwachsende Rohstoffe, Bioenergie und Regionale Wirtschaftsentwicklung sind fest verankert durch Forschungsprojekte mit engem Praxisbezug. Seit Herbst 2009 steht eine fachbereichsübergreifende Vorlesung zum Thema Nachhaltigkeit für alle Bachelor-Erstsemester im Pflichtprogramm. Im Januar 2010 erhielt die Fachhochschule für ihr vorbildliches Umweltmanagement das EMAS-Zertifikat.
Das besondere grüne Profil ist nicht der einzige Grund für die Umbenennung. Ein weiterer ist der internationale Aspekt. Außerhalb von Deutschland kennt man die Unterscheidung in Universitäten und Fachhochschulen nicht. Hochschule ist ein internationaler Begriff. Der neue Name stellt somit einen erheblichen Vorteil und eine Vereinfachung bei internationalen Kooperationen dar. Mit der erfolgreichen Umsetzung der Bologna-Reformen durch die Einführung von Bachelor und Master an der FH Eberswalde sind die Studienabschlüsse denen der Universitäten gleichwertig.
Nicht zuletzt spricht auch das hohe Forschungsaufkommen an der FH für eine Namensänderung. Der Anteil realisierter Forschung in Eberswalde ist in den vergangenen Jahren bundesweit führend. Durch die 2009 eingerichteten Forschungsprofessuren werden zusätzliche Impulse für Forschungsprojekte, Promotionskollegs oder Studiengang-Kooperationen erwartet.
Bereits seit 180 Jahren ist der Standort Eberswalde der nachhaltigen Forschung und Lehre verpflichtet.Hier ist es früh gelungen, das Prinzip der Nachhaltigkeit zu verankern.
Während es in den Anfängen ausschließlich um die forstliche Lehre ging - aus der Forstwissenschaft stammt auch der Begriff der Nachhaltigkeit - hat sich die Fachhochschule seit ihrer Wiedereröffnung 1992 zu einem Ausbildungsort mit einem reichhaltigen grünen Studienangebot entwickelt: Heute bieten die vier Fachbereiche Wirtschaft, Holztechnik, Wald und Umwelt sowie Landschaftsnutzung und Naturschutz 16 Studienfächer an. Diese bundesweit einmalige Zusammenstellung der Fachbereiche ermöglicht nicht nur eine fachspezifische Qualifizierung der Studierenden in Sachen Nachhaltigkeit, sondern auch die interdisziplinäre Lehre und Forschung für Mensch, Natur und Wirtschaft.
An der Fachhochschule Eberswalde studieren heute 1800 junge Menschen aus Ost und West. Mehr als ein Viertel der Studierenden an der FH Eberswalde stammen aus den alten Bundesländern. Das liegt weit über dem Bundesdurchschnitt.
* Gabriele Mittag ist an der Fachhochschule als Hochschulkommunikatorin tätig. MOZ-Leser kennen sie von der monatlich erscheinenden Fachhochschul-Seite, für die sie als erste Ansprechpartnerin der Redaktion Verantwortung trägt.
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