. Ein echter Höhepunkt steht am Sonnabend für die Sportschützen ins Haus. Der Frankfurter Schießstand an der Autobahn ist von 8 bis 16 Uhr Austragungsort für das DSB-Pokalfinale. Dort treffen sich die besten 20 Gewehr- und 16 Pistolenteams, um ihre Sieger zu ermitteln.
"Das DSB-Finale hat für uns Schützen einen so hohen Stellenwert, wie es für die Fußballer das DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion darstellt", erklärt Benno Bölke, Cheftrainer Schießen am Frankfurter Olympiastützpunkt. Immerhin ist der Deutsche Schützenbund eine beachtliche Streitmacht als viertgrößter deutscher Spitzensportverband. In 20 Landesverbänden organisiert zählt er mittlerweile 1,45 Millionen Mitglieder in zirka 15 000 Vereinen. Allein in Brandenburg gibt 11 613 Schützen, die neben den olympischen Disziplinen wie Gewehr, Pistole, Wurfscheibe und Bogen auch noch Laufende Scheibe, Vorderlader, Feldbogen, Armbrust, Sommerbiathlon und Bogen- biathlon betreiben. Derzeit existieren sechs Schießvereine mit 476 Aktiven in der Oderstadt.
"256 Elite-Schützen aus dem gesamten Bundesgebiet kommen am Sonnabend an die Oder. Seit 1973 wird dieser Pokalwettbewerb, bei dem zahlreiche national und international erfolgreiche Athleten an den Start gehen, vom Deutschen Schützenbund ausgetragen. Diesmal dürfen wir uns auf die Auftritte der Nationalkader Sonja Pfeilschifter, Leo Braun und unserer Stefanie Thurmann freuen, die zusammen mit ihren Teamkameraden auf ihrer Trainingsanlage sogar ein Heimspiel hat", sagt Bölke.
Die Schützengilde Frankfurt an der Oder 1406 nimmt seit 1990 mit großem Erfolg an diesem Pokalwettbewerb teil. Ihr Pistolenteam hat seit 1994 bereits achtmal den Pokal gewonnen. Die Frankfurter Farben werden von einem Sextett vertreten, das von EM-Starterin Stefanie Thurmann angeführt wird. Zudem gehören noch Birgit Urbanek, Torsten Rexin, Holger Buchmann, Olaf Haspel und Josefin Eder dazu. Teamleiterin Anja Grunow ist überzeugt davon, das derzeit stärkste Aufgebot ins Rennen zu schicken: "Wir wollen unbedingt versuchen, dass der Cup in der Oderstadt bleibt, schließlich sind wir Pokalverteidiger."
Das DSB-Finale findet in der neu errichteten Schießhalle für Druckluftwaffen statt, wo gleichzeitig an 42 vollelektronischen Anlagen geschossen werden kann. "Die bietet ideale Bedingungen. Überhaupt sind die Frankfurter Sportschützen in fast allen Disziplinen und DSB-Meisterschaften und Ligen immer ganz vorn dabei. Das liegt auch an der hervorragenden Jugendarbeit, wofür die Schützengilde wiederholt ausgezeichnet wurde", lobt DSB-Präsident Josef Ambacher. Nicht umsonst sind die Oderstädter nach 2006 bereits zum zweiten Mal Ausrichter dieses nationalen Wettkampfhöhepunktes. Leistung wird beim DSB belohnt.
Für das Organisationsteam um Manfred Kurzer, Objektleiter des Schießstandes an der Autobahn, gibt es bis Sonnabend noch jede Menge zu tun, ehe der erste Wettkampfschuss abgegeben werden kann. "Mit Sportlern, Trainern und Betreuern erwarten wir etwa 350 Gäste auf unserer Anlage. Hinzu kommen hoffentlich viele Zuschauer, die hautnah und kostenlos alle Wettkämpfe verfolgen können. Wir wollen allerbeste Bedingungen und tollen Sport bieten", sagt der Olympiasieger (Laufende Scheibe) von 2004 in Athen.
Ausklingen soll der Höhepunkt am Sonnabend ab 19 Uhr im Ramada-Hotel.
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