Bad Saarow . Er hat sich um den Rechtsfrieden im Amt Scharmützelsee verdient gemacht: Mit diesen Worten würdigte Amtsdirektor Carsten Krappmann jüngst Friedhelm Kornfeld. Denn der Bad Saarower war lange Schiedsmann im Amt Scharmützelsee. 17 Jahre lang hat er das Ehrenamt bekleidet, nun zieht er sich von dem Posten zurück. Nach einer Ausschreibung des Amtes Scharmützelsee wurde Jeanette Hakner zu neuen Schiedsfrau durch den Amtsausschuss gewählt. Inzwischen ist sie vom Fürstenwalder Amtsgericht bestätigt worden. "Wir suchen noch einen Stellvertreter bzw. eine Stellvertreterin", so Krappmann.
Friedhelm Kornfeld hat in den 17 Jahren 65 Fälle behandelt, 76 Prozent davon endeten mit einem Vergleich, mussten nicht vor Gericht behandelt werden. Kornfeld weiß von Nachbarschaftsstreitigkeiten, wo sich die beiden Parteien jahrelang nicht gesprochen oder gegrüßt haben. "Es ist das größte Lob für einen Schiedsmann, wenn die Nachbarn sich wieder grüßen", erinnert sich Kornfeld gerne an erfolgreiche Schiedsverfahren zurück. Wobei Nachbarschaftsstreitigkeiten das eine sind, auch geht es um Vermögensfragen. Darüber hinaus hat sich der Bad Saarower auch im Bund Deutscher Schiedsmänner engagiert. Über seine Arbeit dort, urteilt er: "Das ganze Geschäft ist für Schiedsmänner moderner geworden. Da habe ich auch Anteil daran." So sind die Formulare heute über Internet erhältlich.
Kürzlich hat Friedhelm Kornfeld nun seine ganzen Akten an seine Nachfolgerin, Jeanette Hakner übergeben. Die Kolpinerin sagt von sich, dass sie sich schon immer für Juristerei interessiert hat. Als die Ausschreibung für die Schiedsstelle kam, hat sie sich beworben, wurde genommen. Sie arbeitet in einem Bundesministerium in Berlin. Nun will sie mit für den Rechtsfrieden im Amt Scharmützelsee sorgen. Die meisten Fälle wird Jeanette Hakner vom Amtsgericht bekommen. Ziel ist es, einen außergerichtlichen Vergleich zu erzielen, der für alle Seiten die preiswerteste Variante ist. Ein bisschen juristische Kenntnis benötige man für die Aufgabe, so Friedhelm Kornfeld. Außerdem gebe es regelmäßige Schulungen. "Wesentlich ist aber, dass man neutral bleibt."
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