Stralsund . Das Sozialministerium in Schwerin hat nach dem Bekanntwerden von Dumpinglöhnen von 1,90 Euro im Arbeitslosenverband von Mecklenburg-Vorpommern Prüfungen eingeleitet. "Lohndumping ist für mich völlig unakzeptabel", sagte Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) am Montag in Schwerin. Sie habe deshalb veranlasst, die Vorwürfe gegen den Verband kritisch zu prüfen. In der vergangenen Woche hatte der Arbeitslosenverband eingeräumt, im Kreisverband Stralsund eine Hartz-IV-Empfängerin als Mitarbeiterin zu einem Stundenlohn von 1,90 Euro beschäftigt zu haben.
Der Kreisverband zahlt nun 1800 Euro an die Behörde zur Betreuung Langzeitarbeitsloser, die wegen der geringen Löhne Aufstockleistungen erbringen musste. Zudem räumte der Arbeitslosenverband ein, weitere Mitarbeiter zu ähnlichen Konditionen beschäftigt zu haben. Diese Arbeitsverträge sind laut Verband inzwischen korrigiert worden, indem die Arbeitszeit der Betroffenen reduziert wurde.
Auch die Förderung des Arbeitslosenverbandes durch das Land kommt auf den Prüfstand. So sind laut Sozialministerium Personalausgaben in sozialen Einrichtungen wie dem Arbeitslosenverband zuwendungsfähig. In welcher Höhe der Verband gefördert wurde, konnte das Ministerium am Montag noch nicht beziffern. Der Geschäftsführer des Arbeitslosenverbandes sei inzwischen diesbezüglich um eine Stellungnahme gebeten worden.
(Wochenendzusammenfassung 1315) " Spiegel ": Wulff leaste Auto zu VW-Mitarbeiterkonditionen Gegen Bundespräsident Christian Wulff sind neue Vorwürfe... mehr
Zwei Monate nach dem Hungertod der fünfjährigen Lea-Sophie in Schwerin will sich nun auch der Landtag in die Untersuchungen einschalten. Der Schweriner... mehr
undesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hält ungeachtet der heftigen Klagen der Kommunen an dem für 2013 vereinbarten Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung... mehr
Zu zahlreichen Glätteunfällen ist es gestern auf Barnims Straßen gekommen. Allein bis zwei Uhr am Nachmittag hatte die Polizei im Landkreis acht Verkehrsunfälle auf Autobahnen registriert. Sieben waren es auf weiteren Straßen im Niederbarnim, sechs... mehr
