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Spazierweg wieder am Ufer

. Es geht weiter mit der Umgestaltung eines der ältesten deutschen Bürgerparks: Im Lennépark sollen heute die Vorbereitungen zur weiteren Umgestaltung des Lennéparks beginnen. Geplant ist, den Uferweg unterhalb der Halben Stadt wieder direkt an den Lennéfließ zu verlegen.

Bis Ende Mai müssen sich Spaziergänger im Lennépark auf Einschränkungen einstellen. Der westliche Weg wird zwischen Südeingang und Schmeißerbrücke gesperrt, so dass die Bauleute den neuen Weg am Fließ anlegen können. "Dann wird der Weg nicht wiederzuerkennen sein", kündigt Landschaftsplaner Jürgen Kleeberg an. "Wir orientieren uns ganz an Lenné, zu dessen Prinzipien es gehörte, Spaziergänger durch eine Hügellandschaft mit sanften Übergängen zu führen und sie dabei immer wieder durch Unvorhersehbares zu überraschen." Anders als der bisher recht gerade geführte Weg soll sich die neue Route am Wasser entlangschlängeln. Betont werden solle wie der Erlebnischarakter der Anlage, heißt es.

Der Park als Ort für Erholung und Zerstreuung. So wollte es Lenné, der ursprünglich den Weg auch direkt am Wasser anlegen ließ. Zumindest vermuten die Planer das. Die Originalpläne seien leider verschollen, sagt Jürgen Kleeberg, der sich seit 1998 mit dem Frankfurter Park beschäftigt. So orientieren er und seine Kollegen sich an einer Stadtkarte von 1840 und an Ergebnissen der während der bisherigen Arbeiten im Park vorgenommenen Schlagbohrsondierungen, die in bis zu zehn Meter Tiefe reichen.

Rund 250 Meter lang und zwei Meter breit soll der neue Weg werden und wie die bereits erneuerten Wege am Südeingang eine Decke aus gelbem, wasserdurchlässigen Asphalt erhalten. Die Kosten liegen nach Worten von Anneliese Kurth, Gruppenleiterin Grünanlagenneubau- und -verwaltung bei der Stadt, bei 235 000 Euro. Zwei Drittel kommen als Zuschuss für städtebauliche Sanierungsmaßnahmen von Bund und Land; ein Drittel zahlt die Stadt.

In den nächsten Tagen sollen auch mehrere Bäume am Hang zur Straße Halbe Stadt gefällt werden. Es handele sich vor allem um wild gewachsene Bäume, die aber teils 150 Jahre alt und deshalb sehr dick seien, heißt es. Dafür sind Ersatzpflanzungen vorgesehen. Der Landschaftsarchitekt verweist darauf, dass es mit dem Lennépark so ist wie mit vielen Landschaftsparks: "Er muss dringend verjüngt werden. Der Frankfurter Lennépark ist einer der wenigen, in denen denkmalpflegerisch gearbeitet wird. Das spricht sich über die Stadtgrenzen hinaus herum."

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