. Mit einer riesigen Medaillenausbeute kehrten die Judoka des Frankfurter Bundesleistungszentrums von den Deutschen Meisterschaften der U-20-Männer und -Frauen aus Herne zurück.
Am ersten Wettkampftag lief es noch nicht optimal bei den Frankfurtern. Im Finale der 57-Kilo-Klasse war zwar Iwanna Osinkina (JC Eberswalde) die aktivere Athletin, aber durch einen kleinen Wertungsrückstand reichte ihr die verbleibende Kampfzeit nicht mehr zum möglichen Sieg. Damit musste sie sich mit Silber begnügen. Eine Bronzemedaille erkämpfte Sportschüler Viktor Semenko (81 kg). Der Eberswalder unterlag im Halbfinale dem späteren Meister Max Münsterberg (Hamburg), bezwang aber im kleinen Finale Dominic Ressel vom TSV Kronshagen.
Nach drei erfolgreichen Kämpfen stand Alexander Gutbell (PSV Berlin) im Halbfinale des 73-Kilo-Limits, unterlag dort dem späteren Meister Alexander Wieczerzak (Wiesbaden) sowie Rewasi Nogaideli (UJKC Potsdam) und wurde am Ende Fünfter.
Der zweite Meisterschaftstag lief dann besser für die Oderstädter und brachte eine Vielzahl von Medaillen. Zunächst verteidigte in der 55-Kilo-Klasse Danny Paul Kiel (JC 90) seinen Meistertitel aus dem Vorjahr eindrucksvoll. Im Finale musste er zwar gegen den starken Abensberger Philipp Graf bis in die Verlängerung gehen, machte dort aber die entscheidende Siegwertung. Die Bronzemedaille in dieser Gewichtsklasse sicherte sich der Frankfurter Sportschüler Dennis Ehrmann (PSV Meiningen) durch einen Wazari (größere Wertung) gegen den Bayern Jonas Weinen.
Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde im 48-Kilo-Limit Julia Pohl (JC 90). Sie gewann alle ihre fünf Kämpfe mit großer Übersicht und zwingenden Techniken. Ebenso dominant trat sie auch im Finale gegen Sonja Wirth aus Nordrhein-Westfalen auf und sicherte sich verdient die Goldmedaille.
Tia Berger (JC 90) zählte auf Grund ihrer gezeigten Vorleistungen in der Gewichtsklasse bis 78 kg zu den Favoritinnen auf den Meistertitel. Im Finale geriet sie jedoch durch eine Kontertechnik von Julia Tillmanns (Mönchengladbach) ins Hintertreffen, konnte diese Wertung nicht mehr aufholen und musste sich mit Silber zufriedengeben. Ähnlich erging es Kristin Büssow (JC 90) im Schwergewicht (+78 kg). Jasmin Külbs vom JSV Speyer war zunächst die aktivere Kämpferin, wodurch Büssow durch Bestrafungen in Rückstand geriet. Auch ihr Aufbäumen kam zu spät, so dass es auch für Tia Berger "nur" zum Vizemeistertitel reichte.
Für einen erfolgreichen Abschluss der Titelkämpfe aus Sicht der Oderstädter sorgte der Turniersieg von Levent Weiß (JC 90) im Schwergewicht (+100 kg). Bis zum Finale gewann Weiß seine Kämpfe überzeugend. Im Endkampf gegen Sven Heinle (SV Fellbach) hatte der Frankfurter erst nach der Verlängerung durch einen Kampfrichterentscheid die Nase vorn.
Von den jüngeren Jahrgängen wussten sowohl Maurice Dech (JC 90) in der 66-Kilo-Klasse mit Rang fünf, als auch Marko Winkler (90 kg/JC 90), Jörg Onufriev (60 kg/JC Eberswalde) und Fridtjof Seiffert (81 kg/SV Halle) mit jeweils siebenten Plätzen zu gefallen. "Diese Leistungen sollten ihnen Mut und Selbstvertrauen für die zukünftigen Aufgaben geben", hofft Trainer Karl-Heinz Werner.
Insgesamt brachten diese U-20-Meisterschaften für die Brandenburger Teilnehmer eine erfreuliche Bilanz, denn der Landesverband landete mit je 3x Gold und Silber sowie 3x Bronze hinter Nordrhein-Westfalen (4-5-10) auf Platz zwei. "Nun gilt es für unsere Athleten, sich auch international gut in Szene zu setzen, um bei den Jahreshöhepunkten wie Welt- und Europameisterschaften der U 20 dabei zu sein", fordert Werner.
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