Wirtschaftssenator Harald Wolf . Trotz eines leichten Umsatzrückgangs 2009 geht der Wissenschafts- und Technologiestandort Adlershof mit Zuversicht ins Geschäftsjahr 2010. "Nimmt man die besondere Entwicklung bei der Solon SE außer Betracht, gingen die Umsätze im gesamten Adlershofer Gebiet nur um ein halbes Prozent, die Beschäftigung um knapp zwei Prozent zurück. Das ist gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein respektables Ergebnis", sagte WISTA-Management-Geschäftsführer Hardy Rudolf Schmitz auf der Jahrespressekonferenz am Mittwoch in Berlin. Der Umsatzeinbruch bem Solartechnik-Hersteller Solon SE von 815 Mio Euro (2008) auf 364 Mio Euro wurde dabei nicht einberechnet.
betonte: "Das Adlershofer Erfolgsmodell hat längst erhebliche Strahlkraft auf andere Berliner Vorhaben entwickelt." Im Wissenschafts- und Technologiepark wurden 469 Mio Euro umgesetzt, das waren 3,7 Prozent weniger als 2008 (487 Mio). Nur zwei kleine Unternehmen mussten Insolvenz anmelden. In der Medienstadt sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 176,4 Mio Euro. Bei Gewerbe und Dienstleistungen setzte sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort: Umsätze und Haushaltsmittel stiegen um 3,1 Prozent auf 541,7 Mio Euro.
Die insgesamt 836 Unternehmen in Adlershof sehen überwiegend positiv in die Zukunft: Je knapp die Hälfte rechnet laut Umfrage mit steigenden oder konstanten Umsätzen, nur rund 7 Prozent mit einem Umsatzrückgang. Ein Drittel der Unternehmen erwarten zudem steigende, knapp 60 Prozent konstante Mitarbeiterzahlen. "Die Krisenauswirkungen sind bei weitem nicht so gravierend ausgefallen, wie das noch vor zwölf Monaten zu erwarten war", resümierte Schmitz. Zusammen mit Gerhard Steindorf, Geschäftsführer der Adlershof Projekt GmbH, betonte er: "2009 drehten sich über Adlershof so viele Baukräne wie schon lange nicht mehr. Es besteht für uns kein Anlass, die Wachstumsstrategie der vergangenen Jahre zu ändern."
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