Ministerpräsident Erwin Sellering . Mehrere Hundert Werftarbeiter aus Norddeutschland haben am Mittwoch vor dem Schweriner Landtag für den Erhalt der Nordic-Yards-Schiffbaubetriebe und eine Verlängerung der Transfergesellschaften für die früheren Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde über den März hinaus protestiert.
Sie forderten zudem eine sichere Finanzierung des zu Monatsbeginn eingegangenen ersten Schiffbauauftrags seit der Werftenübernahme durch den russischen Investor Vitaly Yusufov im Spätsommer 2009. Die nach Angaben der IG Metall Küste rund 1200 Demonstrationsteilnehmer waren einem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt. Sie verlangten von der Landesregierung und vom Eigner klare Bekenntnisse zu den in den Strudel der Wirtschaftskrise geratenen Werften.
IG-Metall-Bezirksleiterin Jutta Blankau appellierte an Yusufov, die im Kaufvertrag zugesicherte Beschäftigung von mindestens 1200 Mitarbeitern einzuhalten, um den Weggang von hochqualifizierten Beschäftigten in andere Branchen und Bundesländer zu verhindern. Das Know-how der beiden Nordic-Werften seien ihre Schiffbauer, sagte sie.
Von den Banken fordert Blankau eine bessere Unterstützung. Der erste Schiffbauauftrag für Nordic Yards dürfe nicht an der Finanzierung scheitern.
sagte, es sei das gemeinsame Ziel von Bund, Land und Werftarbeitern, dass der Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern eine Zukunft habe. Sellering zeigte sich optimistisch, dass sich in den nächsten Wochen ein Finanzierungskonzept für den aktuellen Schiffbauauftrag erstellen lasse. "Ich setze darauf, dass wir es schaffen" sagte er.
Für den 25. März plant die IG Metall nach eigenen Angaben Belegschaftsversammlungen auf den beiden Werften. Einen Tag davor will sich die Landesregierung erneut mit dem Werfteigentümer zu einem Gespräch treffen und zu einer Entscheidung über den eventuellen Fortbestand der Transfergesellschaften für die früheren Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde kommen. Die Auffanggesellschaften laufen Ende des Monats aus.
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