Hans-Jürgen Mader . Nach Aussagen Ende 2009 über eine Verteuerung des Projekts, die später wieder zurückgezogen wurden, stand in den Unterlagen für die Sitzung fast exakt die Summe, die zunächst veranschlagt worden war: Für Planung und Bau der etwa 130 Meter langen Strecke wird mit 349 000 Euro gerechnet. Unter anderem sollten dafür die Uferbefestigung vor dem Bootshaus des Segelvereins mittels Spundwand erneuert, Zäune und Slipanlagen mit klappbaren Übergängen gebaut werden.
Der Finanzbedarf ist es auch, der einige Ausschussmitglieder zurückschrecken ließ. "Für diesen Aufwand ist der Zweck nicht gerechtfertigt" und dem Bürger nicht zu vermitteln, äußerte beispielsweise Wolfgang Winkelmann (UfW). Angesichts der anderen Aufgaben überhaupt darüber nachzudenken, sei für ihn fraglich. Die Diskussion über den Weg gebe es seit mehr als 40 Jahren, erinnerte er sich. Er verwies darauf, dass die wunderschöne Stadtsilhouette von der anderen Seeseite viel besser wirken würde und dass die neue Strecke geeignet sei, "Touristenströme gezielt an der Altstadt vorbeizulenken".
Jens Knoblich (offene Fraktion) bemängelte die fehlende Anbindung des geplanten Weges auf der Altstadtseite. Für Gehbehinderte sei der Berg zum Fischerkietz kaum zu überwinden.
sah hingegen einen ersten Schritt bereits mit dem Abschnitt Kulturpark-Badstraße gemacht. Der werde "enorm genutzt", also sollte man weitermachen. Auch Andreas Fuchs (CDU) fand, für den Tourismus müsse man auch Geld in die Hand nehmen. Mader sah allerdings die vorgesehenen Kostensplittung - ein Drittel Stadt und je ein Drittel Bund und Land aus dem Fonds für die Altstadtsanierung - nicht als den Endpunkt: Auch der Kreis als Grundstückseigentümer solle sich beteiligen.
Das war nach Aussage von Birgit Bärmann, Fachgruppenleiterin Bautechnik im Rathaus, von Seelow zunächst auch angedeutet, dann aber zurückgezogen worden. Aufgrund der Haushaltslage des Kreises rechneten viele auch nicht mit einer Änderung.
Ausschusschef Jürgen Schmitz (offene Fr.) bezeichnete den Weg als "das Unwichtigste, was derzeit zu machen ist". Sollten sich allerdings die finanziellen Vorzeichen ändern und eine "verbindliche andere Aussage" des Landrats zu einer Kostenbeteiligung vorliegen, könne das Vorhaben wieder aufgegriffen werden, bot er an.
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