Eberswalde . Mit 15 000 Euro Abfindung ging Peter Elbrandt am Dienstag nach dem Prozess vor dem Arbeitsgericht Eberswalde gegen seinen Arbeitgeber, die Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH Angermünde, in den unfreiwilligen Ruhestand. Er ist am Quartalsende arbeitslos. Begründet hatte die Rechtsvertreterin der BWG das geringer als gesetzlich möglich ausgefallene Abfindungsangebot gegenüber der Richterin während der Verhandlung in Eberswalde mit der "wirtschaftlich schwierigen Situation" der BWG.
Nach MOZ-Informationen verfügte die BWG Anfang März über 100 000 Euro liquide Mittel sowie kurz- und mittelfristig fällig werdende Forderungen in Höhe von 250 000 Euro. In die Summe eingerechnet worden sein könnte auch das Geld von drei Treuhandkonten. Nicht berücksichtigt sind in der Rechnung fällig werdende Abfindungen für gekündigte Mitarbeiter.
Laut Auskunft des Geschäftsführers der BWG hat das Unternehmen derzeit noch 14 Mitarbeiter. Nach Entlassungen bleiben ab 1. April acht übrig. Hauptbetroffen ist der Technische Bereich der BWG. Die Verwaltungsaufgaben werden an eine Fremdfirma vergeben.
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