Eisenhüttenstadt . Nach einer schwachen Leistung ist Handball-Männer-Verbandsligist BSG Stahl wieder in akute Abstiegsnot geraten. Er verlor bei einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf in Forst mit 23:24 (14:15).
Die Voraussetzungen für dieses Spiel der Süd-Staffel waren bei den Gästen eigentlich sehr gut. Die Mannschaft war voll besetzt, und sie konnte mit einem Heim-Sieg im Rücken die Reise zum TV 1861 Forst antreten.
Stahl hatte Anwurf und ging gleich mit 1:0 in Führung. Obwohl man in den ersten Minuten einige Angriffe des Gastgebers abwehren konnte, ging dieser mit 6:3 in Führung. Grund dafür waren reihenweise Fangfehler und Unkonzentriertheiten im Angriff der BSG. Stahl blieb auch im weiteren Verlauf deutlich unter den Möglichkeiten. Im Angriff wurden zwar einige Male die Außen freigespielt, diese vergaben aber ihre Chancen meist kläglich. Auch sonst war das Spiel wenig druckvoll, so dass sich kaum freie Wurf-Möglichkeiten boten. In der Deckung agierte Stahl auch sehr statisch, so dass der TV 1861 Forst teilweise mühelos am Gegenspieler vorbeilaufen und somit Druck ausüben konnte.
Da Forst diese Möglichkeiten zu nutzen wusste, konnte es über die Stationen 8:4, 10:6 und 12:8 die Führung behaupten. Bei Stahl blieben weiterhin einige Würfe im gegnerischen Block hängen. Einzig wenn der Ball schnell und direkt durch die eigenen Reihen lief, boten sich Lücken, die Sandro Fabian oder Stefan Pfaffe zu relativ leichten Toren nutzten.
Da die Gäste auch in der Deckung etwas besser standen und sich somit auch Kontermöglichkeiten boten, konnte die BSG bis zur Halbzeit noch auf 14:15 verkürzen. Obwohl die Eisenhüttenstädter aufgrund der letzten Minuten der ersten Halbzeit Rückenwind hatten, fand Forst besser in die zweiten 30 Minuten und erhöhte wieder auf 17:15. Stahl glich zum 17:17 aus, aber der Gastgeber ging im weiteren Verlauf stets mit ein bis zwei Toren in Führung. Stahl glich immer wieder aus (19:19, 21:21), konnte jedoch in Führung nie gehen. Das Angriffsspiel war an diesem Tag der Knackpunkt im Eisenhüttenstädter Spiel. Von der linken Angriffsseite ging so gut wie kein Druck aus, weshalb sich die Abwehr auf die rechte Seite konzentrieren konnte. Somit boten sich nun auch den anderen Spielern immer weniger Möglichkeiten zu einfachen Toren.
In den abschließenden zehn Minuten hatte Stahl reihenweise Chancen, den Gegner auf Distanz zu bringen, allerdings vergaben die Eisenhüttenstädter die Möglichkeiten weiterhin kläglich.
In der Deckung wurde eigentlich ganz gut gearbeitet, und auch die Torhüter konnten einige Würfe parieren, jedoch nutzte der TV kleine Unachtsamkeiten, um wieder auf 23:21 zu erhöhen. Die BSG kämpfte und konnte durch David Erler drei Minuten vor Schluss nochmals ausgleichen.
Im Gegenzug ging Forst jedoch wieder in Führung. Als anderthalb Minuten vor Schluss ein Strafwurf nur das Lattenkreuz traf und der Gastgeber in Ballbesitz kam, war die letzte Chance zum Ausgleich vergeben. Forst spielte die letzten 90 Sekunden runter, wobei die Gastgeber von den überhasteten Abwehraktionen der Stahl-Spieler profitierten.
BSG Stahl: Veit Pschebezin, Sven Adamzent (beide im Tor), Stefan Pfaffe (8/1), Sandro Fabian (4), Sebastian Radzko (4), Ronny Schneider (3), David Erler (2), Robert Sonntag (1), Victor Linke (1/1), Florian Uhr, Martin Berger, Gerd Stoll, Denny Korn, Roman Franzen - Trainer: Torsten Maeding
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