Bad Saarow . Vor allem mit Angeboten für Rad- und Naturtourismus will der Tourismusverband Seenland Oder-Spree, dessen Geschäftsstelle in Bad Saarow ist, bei der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin werben.
Der Tourismusverband Seenland Oder-Spree, der Zusammenschluss der bisherigen Reisegebiet Märkisch-Oderland und Oder-Spree, hat sich für dieses Jahr ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. In der Jahresabrechnung wollen die Touristiker bei den Übernachtungszahlen die Zwei-Millionen-Marke knacken. Schon jetzt führt das große Reisegebiet in Brandenburg die Beliebtheitsskala bei den Gästen an. Nur knapp wurde im vergangenen Jahr die Zwei-Millionen-Marke verfehlt.
Vor allem mit Naturtourismus und da besonders mit Radtourismus will der Tourismusverband noch mehr Gäste in die Region locken, wirbt damit auf verschiedenen Messen. "Insgesamt sind wir auf 53 Messen selbst oder mitvertreten", sagt Ellen Rußig, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes. Die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin, die am Mittwoch ihre Pforten öffnete, ist zwar die größte, für die Touristiker aus der Region aber nicht unbedingt die wichtigste. Vor allem das Berliner Publikum soll mit dem Messeauftritt neugierig gemacht werden.
Neu präsentiert wird eine Karte mit kulturellen Angeboten unter dem Titel "Kulturtour im Seenland Oder-Spree". "Kultur ist immer interessant, gerade beim Berliner Publikum", so Ellen Rußig. Das große Thema sind aber, wie schon in den Jahren zuvor, die Reize der Natur. "Radtourismus wird am meisten nachgefragt", so die Geschäftsführerin. Welchen Anteil die Radler an den Gästen haben, lässt sich nicht genau sagen. Ellen Rußig sagt: "Wir schätzen, dass 30 Prozent der Gäste Radtouristen sind." Genauere Zahlen erhofft sich der Tourismusverband in diesem Jahr. Dann liegen Daten von insgesamt acht Radverkehrszählstellen vor, die im vergangenen Jahr auf wichtigen Routen eingerichtet wurden.
Mit Angeboten für Radler will der Tourismusverband punkten. Erstmals wurde bei einer Messe in Amsterdam in diesem Jahr eine Rad- und Campingbroschüre in niederländischer Sprache verteilt. "Wir haben das zusammen mit dem Spreewald und dem Dahme-Seenland gemacht", so die Geschäftsführerin. Die Broschüre in einer Auflage von 20 000 Stück fand reißenden Absatz. Diese Maßnahme könnte dazu führen, dass noch mehr Ausländer in der Region Urlaub machen.
Auch bei anderen Messen wie in München (Outdoor-Messe) und Frankfurt/Main (ADFC) soll das Radlerpublikum angesprochen werden. Immerhin verfügt das Reisegebiet über 2000 Kilometer Radweg, darunter die überregionalen Strecken wie der Oder-Neiße- bzw. der Spreeradweg. Vor allem sind die Strecken inzwischen zertifiziert. Das spielt bei Urlaubern eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ellen Rußig weiß: "Die Gäste haben höhere Qualitätsansprüche." Nicht zuletzt deshalb will der Tourismusverband Seenland Oder-Spree, zu dem rund 265 touristische Anbieter gehören, sich beim Service-Check "Brandenburger Gastlichkeit" beteiligen.
Wie sich das Jahr 2010 von den Übernachtungszahlen entwickeln wird, lässt sich momentan schlecht sagen. "Die Buchungsfristen werden immer kürzer", so Ellen Rußig.
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