Altranft . In spätestens zwei Jahren soll sie druckfähig auf den Tisch liegen: die Ortschronik von Altranft. Ute Lichtenberg aus dem Falkenberger Ortsteil Papierfabrik arbeitet schon seit einem Jahr intensiv an der Geschichte des Dorfes. Sie hat eine drei Jahre dauernde Kommunalkombistelle, die der Traditionsverein Altranft sowie die Jagdgenossenschaft Altranft/Sonnenburg ermöglicht hat. Ihren Arbeitsplatz hat sie im Freilichtmuseum.
Ute Lichtenberg reist von Archiv zu Archiv, um Akten und andere Dokumente einzusehen, die die Geschichte von Altranft erhellen könnten. Das Dorf Ranft wurde 1375 erstmals im Landbuch Kaiser Karls IV. erwähnt. Die ersten Bewohner lebten von der Fischerei. Denn der Fischreichtum des Oderbruchs, das bis vor die Haustür reichte, war sehr groß. In diesen Wochen ist Ute Lichtenberg häufig in der "Brandenburgica" anzutreffen, dem Teil der Landesbibliothek in Potsdam, wo alte Bücher und Dokumente verwahrt und eingesehen werden können. Aus den Kindertagen des Dorfes sei kaum noch etwas Verwertbares vorhanden. Sie müsse sich daher auf das Werk des Heimatforschers Rudolf Schmidt (1875-1943) verlassen. Der Eberswalder hatte 1920 in 16 Bänden die Geschichte des Kreises Oberbarnim verfasst, die heute noch Quelle der Regionalhistoriker ist. Allmählich nähert sich Ute Lichtenberg der Nachkriegszeit. Diese sei am besten dokumentiert, sagt sie.
Dennoch ruft Ute Lichtenberg die Altranfter auf, sie leihweise mit Dokumenten und historischen Fotos zu unterstützen. Die Bilder, Dokumente und andere Materialien werden eingescannt und den Besitzern zurückgegeben.
Ute Lichtenberg ist unter der Telefonnummer 03344 414312 zu erreichen.
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