Kienbaum . Mit Schwung und großem Getöse schlägt der Bagger seine Schaufel in die Fassade und reißt ein weiteres Stück aus dem Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des Bundesleistungszentrums (BLZ) Kienbaum. Das ist zum Abriss freigegeben worden. An seine Stelle soll ein Neubau kommen.
Eigentlich sollte der Abriss bereits im Januar erfolgen. "Aber das Genehmigungsverfahren hat sich etwas in die Länge gezogen", erklärt der Geschäftsführer des Bundesleistungszentrums, Klaus-Peter Nowack. Warum wird das Gebäude überhaupt abgerissen? "Das hat vor allem finanzielle Gründe. Ein Abriss ist wesentlich wirtschaftlicher als die Sanierung des Gebäudes", sagt Nowack. Der Abriss soll bis Ende März vollzogen sein. Dann kann mit dem Bau des neuen Gebäudes begonnen werden.
Und wenn der Geschäftsführer über den geplanten Neubau redet, spürt man seine Begeisterung für das Objekt: "Wir werden eine ganz neue Qualität erreichen." Das Haus soll in verschiedene Bereiche unterteilt werden. "Es gibt eine zentrale Rezeption, ähnlich wie in einem Hotel", erklärt Nowack. Die Verwaltung des Bundesleistungszentrum wird in der 1. Etage untergebracht. Bisher war diese im alten Gebäude auf zwei Stockwerke verteilt. "Das ist eine deutliche Vereinfachung der Arbeit, denn die Wege sind dann kürzer", freut sich Nowack.
Der Clou werden indes neue wissenschaftliche Räumlichkeiten und Unterkünfte mit einer hohen Wertigkeit sein - jenseits der zweckmäßigen Pavillons und Unterkünfte, die sonst das Bild im BLZ prägen. "Wenn uns einmal Sportler wie Basketballer Dirk Nowitzki oder Boxweltmeister Arthur Abraham besuchen, wollen wir sie standesgemäß unterbringen", sagt Nowack.
Der Abriss des Verwaltungsgebäudes wird nicht die einzige bauliche Aktivität auf dem Gelände bleiben. Kienbaum gilt beim Bund als eines der wichtigsten Olympia-Trainingszentren in Deutschland. Schließlich haben sich zum Beispiel vor den Winterspielen in Vancouver die erfolgreichen Bobfahrer um Olympiasieger André Lange am Liebenberger See vorbereitet. Deshalb soll die Qualität der Anlage weiter verbessert werden. So fließen bis 2011 Mittel für Bauvorhaben in Höhe von 14 Millionen Euro. Damit sollen eine neue Sporthalle sowie Anlagen für Judokas und Bogenschützen im Komplex Kienbaum II entstehen und neue Wohn-Pavillons. Die Verwaltung des BLZ ist im Übrigen während der aktuellen Bauarbeiten in einen alten Pavillon umgezogen.
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