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und Frank Kaiser
Mit dem Projekt des Eisenhüttenstädter Bahnhofs, sagt Marxen, sei man trotz intensiven Dialogs mit dem Infrastrukturministerium und der Stadtverwaltung nicht so weit wie geplant. Bei der gestern vorgestellten Qualitätsanalyse des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (VBB) schnitt Eisenhüttenstadt als Anfangs- und Endpunkt der am stärksten frequentierten Regionalexpress-Linie 1 zum wiederholten Mal mit katastrophalen Noten ab. Einfahrende Züge, bemängelt der VBB, würden im Normalfall nicht über Lautsprecher angekündigt, und selbst bei Störungen könne sich der Reisende nicht auf Informationen verlassen. Noch in diesem Jahr soll der Bahnhof nach Aussage von Marxen so genannte dynamische Schriftanzeiger erhalten - Informationstafeln mit Laufschrift, die Reisende über Verspätungen oder Zugausfälle in Kenntnis setzen sollen.
Die Sanierung des Bahnhofs, seit Jahren von der Stadt angemahnt, lässt aber weiter auf sich warten. Bei der Bahn geht man davon aus, dass 2014/15 die Umbauarbeiten beginnen könnten. Die Kommune scheint der Bahn mit ihren Planungen davon zu eilen. Sie will nun Nägel mit Köpfen machen und die Neugestaltung des östlichen Bahnhofsvorplatzes, für die insgesamt rund 890 000 Euro investiert werden sollen, in Angriff nehmen. "Wir erwarten täglich den Fördermittelbescheid des Landes", sagte gestern Wolfgang Perske, Geschäftsbereichsleiter Stadtmanagement im Rathaus. Vor zwei Wochen habe es noch eine letzte Abstimmungsrunde mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft gegeben, allerdings sei da die Bahn nicht mit am Tisch gewesen.
Die Planung für die Neugestaltung des Areals, die unter anderem den Ausbau und die Verschwenkung der Eisenbahnstraße und damit die Schaffung einer echten Kreuzung mit der Fellertstraße vorsieht, sind fertig. Der Eigenanteil der Stadt in Höhe von 170 000 Euro ist im Etat, der Ende März beschlossen werden soll, eingestellt. Sobald der Fördermittelbescheid vorliege, gehe man sofort in die Ausschreibung, sagte Perske. Noch im Sommer sollen die Bauarbeiten beginnen. Auch mit der Bahn wolle man "so schnell wie möglich" wieder ins Gespräch kommen.
Nach Ansicht der Universität Cottbus müsse die Bahn jetzt offenlegen, wie sie die Barrierefreiheit herstellen will. Einhergehen dürfte die Sanierung mit dem Abriss des alten Stellwerks direkt am Bahnübergang, das durch ein elektronisches ersetzt werde.
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