. Für das Gastspiel der Jungen Philharmonie Brandenburg in Eberswalde sind dieser Tage erste Absprachen getroffen worden, für die sich Thomas Falk, Geschäftsführer des Musikschulverbandes, und Christian Schommartz, Leiter der 1500 Schüler zählenden Musikschule Barnim, mit Kantor Siegfried Ruch in der Maria-Magdalenen-Kirche getroffen haben.
Das Konzertereignis verspricht nach Angaben der Veranstalter einen Musikgenuss der Extraklasse. Das Ensemble unter der künstlerischen Leitung von Aurélien Bello wird ein Programm bieten, bei dem die Sinfonie Nr.1 in c-Moll, op. 68 von Johannes Brahms, die "Peer Gynt"-Suite Nr. 1, op. 46, von Edvard Grieg und die Kinderspiele, Suite für Orchester, op. 22., von Georges Bizet zu hören sind.
"Wir wollen die Liebe zur Musik vermitteln - dabei sind solche hochwertigen Konzerterlebnisse enorm wichtig", sagt Christian Schommartz von der Barnimer Musikschule, der zwei Mitwirkende in der Jungen Philharmonie Brandenburg bestens kennt: Claas Johann Voß (20) und Till Fügener (17), beide aus Eberswalde und beide am Cello Spitze, sind Schüler aus seinem Haus.
Alles in allem hat der Musikschulverband knapp 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in das beste Nachwuchsorchester des Landes berufen. "Zu unseren Proben treffen sich etwa 70 Musiker regelmäßig", sagt Thomas Falk vom Landesmusikschulverband. Für die Ensemblemitglieder sei es eine willkommene Herausforderung, in der Reihe "Musikschulen öffnen Kirchen" vor Publikum ihr Können unter Beweis zu stellen. Das Ziel der Konzerte sei es zudem, den Gotteshäusern zu einer stärkeren Aufmerksamkeit zu verhelfen.
Die Stadtkirchengemeinde hatte sich bereits im vorigen Jahr darum beworben, Gastgeber für die Junge Philharmonie Brandenburg zu sein. "Es ist prima, dass es im zweiten Anlauf geklappt hat", sagt Kantor Siegfried Ruch.
Der Erlös des Konzertes wird dafür verwendet, die aus dem Jahr 1783 stammende, vom Berliner Orgelbauer Ernst Marx gefertigte Orgel zu überholen. Wenn genug Geld zusammenkommt, können die 27 Register von Grund auf gestimmt werden. "Auch ein Nachregulieren des Tastendrucks in den Manualen und im Pedal wäre sinnvoll", betont Siegfried Ruch, der in Erfahrung gebracht hat, dass für beide Arbeitsleistungen zusammen knapp 3000 Euro bezahlt werden müssten. Der Betrag würde zusammenkommen, wenn die Junge Philharmonie Brandenburg vor einem ausverkauften Haus spielen könnte.
"Die Ernst-Marx-Orgel ist ein historisch wertvolles Instrument, das unbedingt erhalten werden sollte", hebt der Kantor hervor. Zwar seien nur ein bis zwei Register im Originalzustand belassen worden. "Aber auch die Windladen, auf denen die Pfeifen stehen und die als Herz der Orgel anzusehen sind, stammen aus der Erbauerzeit", sagt er. Gastorganisten seien ob Klangfülle und -schönheit des Instruments begeistert, betont Siegfried Ruch.
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