Falkenhagen . Das Diakonische Werk habe sich seit jeher bemüht, Barrieren zu beseitigen - zum Beispiel zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen. Das betonte Bernd Wittchow, der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes Oderland-Spree gestern Nachmittag, bei der Einweihung der neuen Mehrzweckhalle im Oderlandcamp. Seit die Freizeiteinrichtung in Trägerschaft der Diakonie ist, wurde sie rollstuhlgerecht umgebaut, so dass hier behinderte wie nicht behinderte Kinder, Jugendliche und Familien gemeinsam Ferien machen können.
Mit der im vorigen Jahr für rund 200 000 Euro errichteten Mehrzweckhalle bestehe endlich die Möglichkeit, sich im Camp auch bei schlechtem Wetter sportlich zu betätigen, machte die stellvertretende Campleiterin Doreen Lange deutlich. Nach dem Einbau der Akustikdecke im Winter und der Ausstattung mit Tischtennis-Platten, Volleyballnetzen, Handballtoren und anderem Sportgerät sei die 220 Quadratmeter große Halle jetzt voll nutzbar, erklärte sie. Und dankte allen, die den Bau ermöglicht haben.
Bei der Suche nach einem Namen für den Neubau hatte Bernd Wittchow die Idee: Das Leben und Wirken seiner einstigen Sportfreundin, der weltbekannten Behindertensportlerin Marianne Buggenhagen, steht beispielhaft für das Anliegen des Oderlandcamps.
Sie gebe ihren Namen gern für diesen Neubau, erklärte Marianne Buggenhagen, die mit ihrem Mann Jörg und Trainer Bernd Mädler zur Einweihung nach Falkenhagen gekommen war. Die Berlinerin wünschte Camp und Mehrzweckhalle, dass sie jeden Tag genutzt werden und viele zufriedene Gäste haben mögen. Zur Einweihung hatte Marianne Buggenhagen ihr druckfrisches neues Buch "Schweres Schicksal? Leichtathletin!" mitgebracht.
Bernd Wittchow erinnerte daran, dass die Einweihung just am ersten Jahrestag der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte der Behinderten erfolge, bevor er mit Marianne Buggenhagen das Band durchschnitt. Roland Martin vom Seelower Planungsbüro Pro3, das den Neubau geplant hatte, überreichte dem Oderlandcamp eine Spende von 200 Euro.
Marianne Buggenhagen, geboren 1953 in Ueckermünde, sitzt seit ihrem 23. Lebensjahr im Rollstuhl
Schon zu DDR-Zeiten war sie eine der bekanntesten Behindertensportlerinnen. Sie hat fünf mal an den Paralympics teilgenommen, dabei neun Goldmedaillen gewonnen, errang Europa- und Weltmeistertitel.
Sie hält drei Weltrekorde im Kugelstoßen, Diskuswerfen und Mehrkampf.
Sie arbeitet als Sozialpädagogin in einer Klinik für Querschnittsgelähmte.
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Neueste Kommentare
24.05.2012 13:44:50 KF
Schlimm
24.05.2012 13:05:25 D. Sch.
@Wilhelm & Crow69
24.05.2012 12:46:32 Ekkehart Baals
o.k. Herr Bürger aus Schöneiche
24.05.2012 12:42:16 primat
Oh Oh!
24.05.2012 12:24:21 Herbert R.
Ja die Erinnerung frischt auf