Wesendahl . So viele Besucher hatte das herbstliche Kürbisfest des Camargue-Pferdehofes in Wesendahl wohl noch nie. Kaum war die Radtour eines RBB-Radiosenders eingetroffen, bildete sich eine lange Schlange an der Pferdeschänke und hatten Paolo Dallago, Marlies Barz und Anne Merkel Dutzende interessierter Zuhörer für ihre Vorführungen der französischen Pferderasse. Gewimmel herrschte auch beim Kürbiskopfschnitzen und Knüppelkuchenbacken am Lagerfeuer. Eltern reitender Kinder stellten die Stationen sicher. Der Tross der Radler zog dann nach Strausberg weiter.
Der R³cken der Pferde: Camargue-Pferdehof-Leiterin Marlies Barz und der Inhaber der BB-Obstbau GmbH Paolo Dallago stellen Hof und Unternehmen vor. Foto: Jens Sell
Alljährliche engagieren sich Eltern von Kindern, die auf dem Camargue-Pferdehof in Wesendahl reiten, um im Herbst ein Kürbisfest zu organisieren. Doch nur selten hat das Fest so einen Zulauf wie in diesem Jahr, am vergangenen Sonnabendnachmittag. 100 Radler, so hieß es, wollte ein RBB-Radiosender nach Altlandsberg und dann weiter bis Strausberg bringen. Es waren dann aber rund 160 zünftig gewandete Fahrradtouristen. Die hatten schon in Altlandsberg ausführliche Informationen zu Stadt und Geschichte von Bürgermeister Arno Jaeschke und Nachtwächter Horst Hildenbrandt erfahren. Die Fahrt nach Wesendahl hatte sie, trotz der Stärkung in Altlandsberg, offensichtlich hungrig und durstig gemacht. Denn so wie sie von den Sportgeräten stiegen, standen sie in der Pferdeschänke an.
Und auch beim Kürbiskopfschnitzen unter Anleitung von Conny Petzenberg war im Nu Gedränge. 50 Kürbisse, meist aus eigenem Anbau und von Eltern aus dem Garten mitgebracht, lagen bereit. Nebenan, auf der Koppel, führten Anne Merkel und Marlies Barz mit den Kindern Romy und Dagny die Gehorsamkeit und Gutmütigkeit von Artus und Baroness vor. Der Geschäftsführer der BB Brandenburger Obstbau GmbH Paolo Dallago hatte zuvor die Radler begrüßt und das Unternehmen, das sich die Förderung des Fahrradtourismus auf die Fahne geschrieben hat, vorgestellt. Viele griffen beim Losverkauf für die Tombola zu: Francis Barz als Glücksfee kam kaum nach. Kinder zog es zum Lagerfeuer, wo Andreas Weber Knüppelkuchenteig verteilte. Ute Titsche-Weber hatte ihn mit angerührt und kümmerte sich dann an einem Stand darum, dass Kinder T-Shirts bunt bemalen konnten.
Für viele Radler waren die Vorführungen mit den Pferden der französischen Camargue-Rasse beeindruckend: Anne Merkel und Marlies Barz führten vor, dass sie gänzlich ohne Sattel und Zaumzeug das Pferd durch Ein- und Ausatmen und Verlagern des Körpergewichts steuern können. Sie taten dies nicht ohne Hintergrund: Der Pferdehof möchte regelmäßige Reitgruppen aufbauen, in denen erwachsene geübte und ungeübte Reiter an festen Wochentagen ihrem Hobby nachgehen, während die Reitstunden für Kinder auf die Wochenenden konzentriert werden sollen. Vielleicht brachte der gastfreundliche Sonnabend den einen oder andere neuen Interessenten. Den Radsportlern, die an der Schänke anstanden, um sich mit Blechkuchen und Kaffee zu versorgen, wurde so die Zeit nicht lang.
So verwundert es auch nicht, dass Christa Wunderlich, die Leiterin des Strausberger Heimatmuseums und der Heinrich-Mann-Bibliothek, an der Strausberger Fähre mehr als eine halbe Stunde länger warten musste, um den Pulk dann in Empfang zu nehmen. Sie führte die Truppe durch die schön sanierte Georg-Kurtze-Straße mit Stationen an der Marienkirche und dem alten Stadthaus, durch die Badstraße und am Torfstich entlang zum Gasthof Strausberg-Nord, wo schon im Dunkeln der Abschlussimbiss eingeplant war. Auch der Gasthof mit seinem Direktanschluss an die S-Bahn empfiehlt sich als Stützpunkt für Fahrradtouristen.
Mehr als 50 Hartgesottene machten sich aber auch noch zum Flugplatz auf, wo Betriebsleiter Michael Pestel ihnen den neuen Tower, den historischen Hangar und das Flugplatzmuseum vorstellte. Der geplante Nachtanflug fiel allerdings aus, dafür war es doch zu spät geworden.
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24.05.2012 13:44:50 KF
Schlimm
24.05.2012 13:05:25 D. Sch.
@Wilhelm & Crow69
24.05.2012 12:46:32 Ekkehart Baals
o.k. Herr Bürger aus Schöneiche
24.05.2012 12:42:16 primat
Oh Oh!
24.05.2012 12:24:21 Herbert R.
Ja die Erinnerung frischt auf