Berlin . Das Mauermuseum präsentiert seit Mittwoch Nachbildungen der Berliner Mauer von der amerikanischen Modellbauerin Erika Aya LT Eiffel. Die 36-jährige Künstlerin hat sechs Nachbildungen im Maßstab 1:20 nach Originalvorgaben aufgebaut und dem Museum überlassen. Mit Blick auf den Jahrestag des Mauerfalls am 9. November betonte die Leiterin des Mauermuseums, Alexandra Hildebrand, den "symbolischen Charakter" dieser künstlerischen Arbeit durch eine Amerikanerin. Dies unterstütze eine gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte. Auch zeigten die Nachbildungen auch jüngeren Generationen die Wirklichkeit der "unmenschlichen Grenzziehung".
Nachbildungen der DDR-Grenzmauer sind ab sofort im Mauermuseum am Checkpoint Charlie in Berlin zu sehen. Die Nachbauten reichen vom Stacheldraht ³ber die erste Mauer aus Blocksteinen bis zur vierten Generation der Mauer aus Betonsegmenten. Foto: dpa
Eiffel benötigte für jede Nachbildung nach eigenen Angaben ein bis zwei Monate. Alle Teile seien handgefertigt, sagte die Künstlerin bei der Präsentation. Offiziell gebe es nur vier Generationen der Mauer, jedoch seien in der dritten Generation ab Mitte der 60er Jahre zwei Mauertypen errichtet worden. Außerdem hat die Künstlerin ein Stück sogenannte Hinterlandmauer rekonstruiert. Eiffel musste demnach sechs Nachbildungen gestalten.
Am 13. August 1961 begann die DDR mit der Abriegelung West-Berlins. An den Grenzen der Westsektoren wurde Stacheldraht ausgerollt, der bald durch eine Mauer ersetzt wurde. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 fiel die Berliner Mauer, die Grenzen wurden geöffnet.
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