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Weniger Tiere im Eberswalder Zoo?

. EberswaldeDer Kreisetat 2009 kommt nicht ohne einen Griff in die Rücklage aus. 1,5 Millionen Euro sollen auf Vorschlag von Landrat Bodo Ihrke (SPD) entnommen werden. Zugleich wurde aber ein Betrag von 500 000 Euro für den Zoo Eberswalde eingestellt, um dessen Betriebskosten finanziell abzufedern.Hans Stillsprach mit der SPD-Fraktionschefin Petra Bierwirth über künftige Förderstrategien im Landkreis und die Frage, wie viel der Barnim noch schultern kann.

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Märkische Oderzeitung:Die SPD-Fraktion hat sich mit dem Haushalt befasst. Wie verlief die Debatte?

Petra Bierwirth:Richtig, wir haben die erste Lesung hinter uns. Grundsätzlich wollen wir den Zoo unterstützen. Aber auch wir sagen, es muss ein Konzept her. Es kann nicht sein, dass wir 2009 eine halbe Million Euro zuschießen und im Jahr darauf liegt die Summe dann schon bei einer Million Euro. Denn Ziel des Antrags ist ja offenbar, eine jährliche Förderung zu vereinbaren.

Der Zoo ist über die Grenzen des Landkreises bekannt. Das könnte sich doch durchaus in Form von Förderungen widerspiegeln?

Dem stimme ich persönlich zu, der Zoo setzt mit Sicherheit über den Landkreis hinaus Zeichen. Aber Tatsache ist auch, der Barnim hat nicht so viel Geld.

Wir brauchen also eine Debatte über die Förderpolitik insgesamt?

Ich plädiere sehr dafür zu diskutieren, welche Verantwortung der Kreis zukünftig übernehmen kann. Das wird aus meiner Sicht zwangsläufig Teil der Haushaltsdiskussion werden.

Wenn es klare Richtlinien gäbe, dann könnten allerdings auch Träger anderer Einrichtungen auf die Idee kommen, Förderanträge zu stellen ...

Dieser Gedanke könnte entstehen, wenngleich aber aus meiner Sicht klar ist, dass wir nicht alles finanzieren können. Das Artistenmuseum beispielsweise hätte nach meinem Eindruck deutlich weniger finanzielle Probleme, wenn die Träger sich entscheiden könnten, die Einrichtung nach Bernau zu verlegen. Dort gäbe es größeren Publikumszulauf und damit eine deutlich günstigere Einnahmesituation.

Aber es gibt auch den Choriner Musiksommer oder das Schiffshebewerk Niederfinow. Beide Attraktionen wirken unbestritten über den Kreis hinaus.

Sicher, der Choriner Musiksommer verhilft dem Barnim zu überregionalem Ansehen. Aber dort fließen ja Förderungen durch den Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverband. Ein finanzielles Problem kann ich da auch nicht erkennen.

Wie wird sich denn nun die SPD-Fraktion in der Zoo-Förderung positionieren?

Na ja, im Januar werden wir eine Klausurtagung zum Haushalt abhalten und dazu den Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski und Zoo- chef Bernd Hensch einladen. Dann wollen wir gern hören, welche Konzepte für die Zukunft bestehen. Wie sich die Betriebskosten entwickeln werden und ob es vielleicht ratsam wäre, die Zahl der Zootiere zu redu- zieren. Von den Antworten machen wir unsere Position abhängig.

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