Biesenthal . Auf ihrer dreimonatigen Tour durch Brandenburg hat die Ökofilmtour auch in diesem Jahr wieder in Biesenthal Station gemacht. Von Freitag bis Sonntag waren im Kulturbahnhof fünf der insgesamt 40 Wettbewerbsfilme zu sehen. Mitorganisatorin Heike Müller zeigte sich mit der Resonanz zufrieden. Rund 200 Zuschauer seien in die Veranstaltungen gekommen, sagt sie. "Bereits zur Eröffnung am Freitagmorgen waren es über hundert Kinder."
Zu sehen bekamen diese die beiden Kurzfilme "Natür-lich", in dem es um einheimische Tiere wie Steinmarder, Kohlmeise oder Feldmäuse geht, und "Köttel und Co. - Wissen, was hinten rauskommt". Der Film "Der Fuchs und das Mädchen" wurde ebenfalls gezeigt und am gestrigen Nachmittag noch einmal wiederholt.
Nicht weniger gut besucht waren auch Volker Schlöndorffs realistisches Märchen über die unsichtbaren Stricke, die uns ans Leben binden, "Ulzhan - Das vergessene Licht" und die Globalisierungskritik "Let's make money", in der sich Regisseur Erwin Wagenhofer mit dem weltweiten Finanzsystem und seinen Fehlentwicklungen auseinandersetzt.
Das Besondere der Ökofilmtour sind dabei jedoch nicht nur die gezeigten Filme, die sich oft genug kritisch oder zumindest aus einem anderen Blickwinkel gesellschaftlichen Problemen oder auch alltäglichen Dingen widmen. "In unserem Konzept sollen die Zuschauer mit dem Gesehenen nicht allein gelassen werden. Es geht darum, anzuregen, zu diskutieren, zu verstehen", erläutert Heike Müller weiter.
Aus diesem Grund hatten sich die Organisatoren des Tourstopps in Biesenthal zu fast allen Filmen kompetente Referenten eingeladen. So konnte etwa mit dem Tierarzt Andreas Valentin oder dem Schriftsteller Richard Pietraß diskutiert werden.
Zur Diskussion nach dem Film "Let's make money" stand Attac-Vorstandsmitglied Alexis Passadakis Rede und Antwort. Die Thesen, die der Politologe vom globalisierungskritischen Netzwerk in seinen Ausführungen entwarf, waren dabei ähnlich radikal, wie die Forderungen neoliberaler Denkschulen. Nur gingen diese in die exakt andere Richtung. Der immer stärker um sich greifenden Privatisierung in allen Bereichen setzte er etwa Verstaatlichung aller Banken und Ressourcen entgegen. Zumindest seinen Zuhörern gefiel es.
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Neueste Kommentare
24.05.2012 13:05:25 D. Sch.
@Wilhelm & Crow69
24.05.2012 12:46:32 Ekkehart Baals
o.k. Herr Bürger aus Schöneiche
24.05.2012 12:42:16 primat
Oh Oh!
24.05.2012 12:24:21 Herbert R.
Ja die Erinnerung frischt auf
24.05.2012 12:19:29 Pauinser Bürger
Und warum dann Enthaltung?